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 Betreff des Beitrags: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: So 25. Sep 2011, 15:09 
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Im Netz finden sich viel Bilder, insbesondere der etwas ältern Blavatsky. Auffallend an diesen Bildern ist, daß sie auf allen sehr ernst dreinblickt. Bisher konnte ich noch nicht ein Bild finden, auf dem sie lächelt. Ich finde das sehr schade, da Esoterik am besten mit gelassenen und freudigen Geist, wovon lächeln ja ein Ausdruck ist, betrieben wird. Ich möchte nicht suggerieren, daß sie nie gelächelt hätte, von ihren Schülern ist zumindest überliefert, daß sie es schon tat. Allerdings hätte ich gerne mal ihr Lächeln auf einem Bild gesehen.

Bild
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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2011, 09:20 
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Hallo Grobi, da bietest du mir jetzt eine Steilvorlage, zur kritischen Betrachtugnsweise der berühmten Dame.

Warum lächtelt sie nicht? Kann es sein, dass sich diese Frau mit Dingen beschäftigte, die ihr und anderen nicht gut taten?

Ich spiele da auf den Okkultismus und das Channeling an.

Wer sich in solches Fahrwasser begiebt arbeitet mit Kräften, die an den Kräften zehren. Psychologisch bedenklich sind diese Dinge auch des Öfteren. Nicht, dass ich jetzt etwas gegen Magie und ihre Anwendung hätte. Aber bei Madame Blavatsky, die schwer gebeutelt durch die Behinderung und den Tod ihres Sohnes war, sehe ich eine eher fragwürdige Entwicklung hin zu merkwürdigen Dingen.

Was könnte man zu Blavatskys Neigung zu teils recht schwarzmagisch angehauchten Praktiken und Kontakten sagen?

Ich denke ich würde generell ernst gucken, wenn ich mich den dunklen Mächten ständig und bewußt gegenüber sehen würde. Und mir erlauben würde als sog. Medium zu experimentieren. Die helle Seite scheint Blavatsky ausgeblendet zu haben.


Ich bitte auch mein neu eröffnetes Thema zur kritischen Betrachtung der Theosophischen Gesellschaft nicht zu übersehen. Danke.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: Do 10. Nov 2011, 16:58 
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BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
Warum lächtelt sie nicht? Kann es sein, dass sich diese Frau mit Dingen beschäftigte, die ihr und anderen nicht gut taten?


Hi Baro !
Ich habe nicht behauptet, daß Blavatsky nie gelächelt hat. Im Gegenteil, ich schrieb ganz unmißverständlich: "Ich möchte nicht suggerieren, daß sie nie gelächelt hätte, von ihren Schülern ist zumindest überliefert, daß sie es schon tat." Aus irgendeinen Grund meinte sie aber wohl, auf Photos müsse sie ernst schauen. Ihre heitere Seite ist von Zeitzeugen gut überliefert.
Völlig unverständlich ist die Behauptung, sie hätte sich mit Dingen beschäftigt, die ihr und auch noch anderen nicht gut getan hätten. Ihre Arbeit, in der sie wohl voll und ganz aufging und ihr offensichtlich sehr gut tat, ist ein Meilenstein in der spirituellen (Rück)Entwicklung der westlichen Gesellschaft.

Zitat:
Ich spiele da auf den Okkultismus und das Channeling an.

Wer sich in solches Fahrwasser begiebt arbeitet mit Kräften, die an den Kräften zehren. Psychologisch bedenklich sind diese Dinge auch des Öfteren. Nicht, dass ich jetzt etwas gegen Magie und ihre Anwendung hätte. Aber bei Madame Blavatsky, die schwer gebeutelt durch die Behinderung und den Tod ihres Sohnes war, sehe ich eine eher fragwürdige Entwicklung hin zu merkwürdigen Dingen.


Soweit überliefert, war ihre Psyche schon stark genug, um mit den Schicksalschlägen in ihrem Leben klar zu kommen. Veborgenes sichtbar zu machen, kann durchaus für die Psyche eine größere Belastung sein, als diese aushält. Dafür, daß das auch bei Blavatsky so gewesen sein soll, gibt es aber wohl keine Anhaltspunkte. Welche "fragwürdige Entwicklung" zu welchen "merkwürdigen Dingen" meinst du ?

Zitat:
Was könnte man zu Blavatskys Neigung zu teils recht schwarzmagisch angehauchten Praktiken und Kontakten sagen?


Daß es sowas nicht gab, außer vielleicht in der Phantasie ihrer Gegner. Wenn du sowas behauptest, solltest du es auch belegen.

Zitat:
Ich denke ich würde generell ernst gucken, wenn ich mich den dunklen Mächten ständig und bewußt gegenüber sehen würde.


Welche dunklen Mächte ?

Zitat:
Die helle Seite scheint Blavatsky ausgeblendet zu haben.


Langsam frage ich mich, ob wir von der gleichen Person sprechen. Hast du ihre Schriften überhaupt gelesen ?

Gruß
Grobi

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: So 13. Nov 2011, 13:54 
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Hallo Grobi,

ich kenne Madames Lebenslauf ein wenig, habe darüber gelesen und weiß, dass sie sich mit Okkulten auch im dämönischen Sinne auseinander setzte.

Nun zu meinen Behauptungen zu den fragwürdigen Praktiken oder Entwicklungen.

Frau Blavatsky hatte eben besondere Schicksalsschläge hinter sich. Frau Blavatsky hat darauf hin und in dieser Zeit ihre Neigung zu okkultem Entdeckt und hat u. A. auch so versucht irgendwie ihr Leid und ihr Schicksal zu kanalisieren.

Manche Leute werden genau in solchen Situationen anfällig für...ich sage jetzt einmal vorsichtig: Merkwürdige Dinge.

Ihre Theorien und Schriften basieren aus einem Konglomerat verschiedenster, schon zuvor bestandener religiöser und sprititueller Grundgedanken. Es bestehen ja auch Plagiatsvorwürfe.

Sie hat versucht ihre eigene Lehre darasaus zu entwickeln. Eine Lehre, die man zwar bewundern mag aber aus der nicht wirklich Wichtiges resultiert. Oder falsch, es resutliert für mich eines ganz klar daraus: Jeder Mensch muß für sich selbst herausfinden, ob er und wie er spirtistisch und spriituel sein kann und möchte, und unter welchen Voraussetzungen er es sein kann oder möchte. Ist es die Voraussetzung sich EINER Lehre zu verschreiben, z.B. der Hermetik,oder ist es die Voraussetzung, sich mehrerer alter Lehren zu bedienen, so wie Blavatsky das tat oder aber sollte er sich einfach selbst finden? Und somit eine innere aus sich selbst resutlierende Entwicklung fernab von irgendwelchen Lehren machen? Ja, ich denke genau das sollte man. Da knüpfe ich dann wieder an: Wir sind alle Theosophen unserer eigenen Gedanken und Ziele, und wir brauchen keine Erkenntnisse anzunehmen, die andere für sich machten. Wir müssen unsere eigenen Wahrheiten und Kräfte finden.

Channeling ist nicht meins. Evokationen, Invokationen sind auf herkömmliche Art und Weise nicht meins. Glorifikationen und Anrufen von Dämonen, Geistwesen usw. sind nicht meines. Die Vereine wie Rosenkreuzer, Freimaurer sind nicht meines und die Theosophie ist nich meine. Ich bin ich selbst und finde mich selbst ohne Beeinflussung durch Lehrmeister.

Wenn du anderer Meinung bist, Grobi dann erzähle uns doch, was genau Frau Blavatsky erkannt hat, was man auch erkennen sollte.

Sie betrieb Channeling, Evokationen auch mit angeblichen alten ägyptischen Dämonen, studierte einige fernöstliche Religionen, die Kaballah und die Hermetik. Sie orientierte sich an freimaurerischen, sowie auch an christliichen Gedanken. Die Okkultisten belächelten und belächeln sie (Franternitas Saturni), weil sie "zimperlich, weißmagisch" sei. Die großen Verbände, wie die Freimaurer nahmen sie auch nicht weiter ernst und genau wie viele Leute, die sich in ihren dogmatischen Kreisen nicht ernstgenommen fühlten, bildete sie eine eigenen Gesellschaft.

Was genau man ihren sog. Lehren wirklich entnehmen kann oder sollte, erschließt sich mir noch nicht. Aber vielleicht kannst du, Grobi, mir da nun weiterhelfen.



Sie mag eine für ihre Zeit sehr revolutionäre Dame gewesen sein die Frau Petrova Blavatsky. Die Tatsache alleine, dass sie eine FRAU war, die sich mit Freimaurergedanken, Spiritismus, Okkutltismus auseindander setzte und zwar in dem Versuch dies einigermaßen wissenschaftlich bez. öffentlich zu tun, macht sie irgendwie zur Heldin. Sie aber derart zu glorifizieren, wie es manchmal geschieht, halte ich bei genauem Hinsehen für unnötig.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: Mo 14. Nov 2011, 16:18 
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Vorweg - ich habe die Dame noch nie gelesen - allerdings schon einiges erfahren..und solche Menschen gibt es wohl vielerorts, nur sie betätigte sich auch schriftstellerisch.
Sie schrieb Wissen nieder, die denke ich aber jeder Mensch in sich gespeichert hat und sie wohl oder üblich auch anwendet..
Bin ich wieder beim Liebeszauber...
da hat man schon Energien betätigt,
Liebesgefühle - wenn dich der Blitz trifft - kann man nicht kontrollieren - ;)
ZornesGefühle :evil: - die der Magie, eher bewusst - OKKULT unterstehen, meines Erachtens - denn sie entziehen sich des öfteren unserem LOGO -


Blavatskaya - sie wird sicher in verschieden Bereichen verehrt -
von mir nicht -
doch da gibt es noch ganz andere Typen von Menschen, die werden auch verehrt - denen ich nicht über dem Weg traue..

>>Ich möchte nicht wissen, wieviele Leichen :twisted: im Keller des Vatikans sind...alles im Namen Gottes...
FREIMAURERTUM ist verboten...offiziell - wurde ja von dem Vatikan verboten, nur komischerweise stehen die "Sufis" im Alten Testament...und ihr Wissen - (SALOMON'S - Tempel...)

und da wird halt nicht offenbart - sondern hinterm Vorhang gehalten.
Dies tat eine Blavatskaya aber nicht...sie offenbarte ihr WISSEN, hielt auch nicht hinterm Vorhang - mit dem 'Okkulten' und 'Esoterischen Wissen' - gab dies preis....

und @baro - agieren wir auch nicht des Öfteren mit Magie oder was wir halt dafür halten...
Lesen werde ich die Dame nicht, doch soll mir mal ein Bericht von ihr unterkommen, zerreiß ich ihn nicht - dann schon eher 'Den Rupertiboten - oder den Tiroler Sonntag'.

Dass sich der Hitler diese Schriften zurechtbog - der Spinner, da kann doch die Blavatskaya nix dafür - der Okkultismus, die Esoterik sind doch schon so alt- der Okkultismus wurde doch schon von jeder Kultur gepflegt...
ich gehe jetzt aber nur bis zum AT zurück, doch die Inder, Griechen, Römer, Voodoo -
und du schreibst dies nur der Blavatskaya zu??

ja passt schon, nur obs richtig ist? wage ich zu bezweifeln...

Du schreibst ja fast so, als wäre sie an all dem Dilemma schuld - mitschuldig -
na dann frage ich dich, was ist dann mit dem Vatikan.... :?: :(

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: Mo 14. Nov 2011, 18:54 
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Huhu Kriegerin, oh nein oh nein ich mache die Blavatska für nichts verantwortlich. Wozu auch? Ich empfinde nur die Euphorie nicht, mit der sie mancher Orts bewundert wird. Sie war ohne Zweifel eine recht gescheite und sprachgewandte Frau.

Ich lese gerade immer noch an ihrer: "Geheimlehre". Das Vorwort ist schon so lang, dass es für ein eignes kleines Büchlein reichen würde;)

Nun immer wieder komme ich zu dem Schluß, dass sie das zu Papier bringt, so wie du es schon ausgedrückt hast, was wir alle schon selbst erfahren haben oder uns selbst denken können. Viele Gedanken und Schriften aus etwaigen Lehren legt sie für sich auf eine Art aus. Ich habe mir einige Weisheiten herausgenommen und sie einfach anders interpretiert und schon war irgendetwas in ihrem Gedankenkonstrukt nicht mehr stimmig.

Es ist bei ihr wie bei vielen philosophisch, spirituellen Ansichten. Sie sind Ansichtssache;)

Wenn du den Vatikan mit den Theosophen vergleichtst, muß ich schmunzeln Kriegerin...hehehe. Ein dogmatischer "Verein" gegen eine Weltanschauung, die versucht, fast alle Dogmen zu vereinigen. Das macht den Vatikan und seine Anhänger angreifbarer und konkreter. Die Theosophie und isnbesondere die Ansichten der Madame Blavatska wiederum nicht so sehr.

Die Blavatska, könnte sicherlich Alles mit Allem erklären und würde doch nicht zu der absoluten Wahrheit oder dem Sinn des Lebens kommen, lebte sie noch.

Ich mag ja die Philosophen und auch wenn man die Epochen der Philosophie betrachtet kann ich mich noch am ehesten den Stoikern anschließen. Die sind das was ich unter "vernünftiger", verständlicher und auch praktikabler Philosophie verstehen würde.

Die Blavatska hat daraus auch Denkansätze, nämlich die Erkenntnis, dass man nicht alles Erkennen kann. ;)


Was mich ganz empfindlich bei der Sache mit der Dame und ihren Experimenten und Ausführungen stört, ist der von ihr praktizierte Okkultismus. Channeling...Dämonen usw.

Ich bin keine hardcore Skeptikerin, was Magie und Okkultes anbelangt. Nur, das was die Dame da versucht hat zu praktizieren und das was sie im Endeffekt damit erreicht hat, nämlich uneingeschränkte Popularität, die ich mit Verlaub jedem gönne, der sie haben möchte, Popularität, die sie zu einer Ikone macht sehe ich zwiespältig.

Ich möchte sie nicht so sehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich letzthin dem Dalai Lama bei einem Interview im Fernsehen zuhörte. Der Mann sagt auch nicht wirklich Neues. Es könnte auch daran liegen, dass mir Blavatskas Anlehnung an den Buddhismus wieder als Aufgeblasene Weisheit erscheint. Die Romantisierung und phantsievolle Auslegeung der Welt, immer irgendwie so zu formulieren, wie man siesehen möchte. Ausserdem ist mir die Reinkarknation irgendwie ein Dorn im Auge. Weia, wenn das jetzt der Lumin lesen würde ;)

Was ich allerdings sehe ist Blavatskas emanzipatorische Art den Herren ihrer Zeit die Stirn zu bieten. Allen voran den Freimaurern auch den Rosenkreuzern ;)


Ich bin auch noch gespannt was Grobi uns schreibt, was er an der Dame so schätzt oder wie er Teile ihrer Ansichten oder Lehren sieht.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: Mi 1. Feb 2012, 01:22 
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Hallo Baro,

kurz gefasst: Blavatsky steht am Anfang einer Entwicklung, die mit Lanz von Liebenfels, Guido von List , Freiherr Rudolf von Sebottendorf und Alfred Rosenberg, der Thulegesellschaft , dem Germanen - und dem Neutemplerorden tief in die mystischen Wurzeln des Nationalsozialismus hineinführt.

mfg

falke
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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2012, 15:32 
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falke hat geschrieben:
Hallo Baro,

kurz gefasst: Blavatsky steht am Anfang einer Entwicklung, die mit Lanz von Liebenfels, Guido von List , Freiherr Rudolf von Sebottendorf und Alfred Rosenberg, der Thulegesellschaft , dem Germanen - und dem Neutemplerorden tief in die mystischen Wurzeln des Nationalsozialismus hineinführt.

mfg

falke


Nicht bloß viel zu kurz gefasst, sondern schlichtweg falsch. Eine geistige Nähe zwischen Blavatsky und der inneren Lehre des Nationalsozialismus, wie hier impliziert, gibt es natürlich nicht. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Auch die hier genannte Entwicklung gab es nicht wirklich. Eine solche Darstellung ignoriert beispielsweise die Vorreiter
des nationalsozialistischen Rassismus (der ja auch mehr ein äußeres Phänomen, als wirklich innere Lehre ist), wie Joseph Arthur Gobineau, Wilhelm Marr, oder Bruno Bauer, um nur ein paar Beispiele zu nennen, die schon aktiv waren, bevor Blavatsky mit ihren Schriften an die Öffentlichkeit ging. Hitler mußte nicht Blavatskys Darstellung der Wurzelrassen als Vorbild seiner Lehre des Übermenschen oder der Auserwähltheit der Arier heranziehen, die auch nicht wirklich miteinander in Einklang zu bringen sind, schließlich propagierte Blavatsky Zeitabläufe von mehreren Millionen Jahren von einer Wurzelrasse zur anderen, während Hitler die Vision des Übermenschen noch auf seine Zeit bezog. Solche Gedankengäge schloß Blavatsky unmißverständlich und kategorisch aus. Auch ist nicht nachvollziehbar, wie Blavatskys Lehre einer Bruderschaft aller Menschen mit der Nationalsozialistischen Zielsetzung einer Herrschaft der Arier zusammenpassen soll. Hitler war hier wohl eher vom Wagner-Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain beeinflusst, der seinen Rassistischen Hintergrund wiederum von oben erwähnten Joseph Arthur Gobineau bezog.
Die Ariosophie eines Guido von List schließlich ist - und hier sind sich sogar die Historiker mal einig - eine ganz üble Verfälschung der Vorstellungen Blavatskys und hat mit diesen nun wirklich gar nichts mehr zu tun.

Mal ganz allgemein möchte ich bei dieser Gelegenheit darum bitten, da dieses Forum nunmal seinen Schwerpunkt in der Theosophie hat (oder haben sollte), daß solche Behauptungen gegen Theosophen und theosophischen Gesellschaften belegt werden, was sowieso allgemein selbstverständlich sein sollte. Auch wenn ich bisher (noch) nicht jeden Blödsinn widersprochen habe, denke ich, nun langsam mal einschreiten zu müssen, damit es hier nicht überhand nimmt. Es nervt langsam ganz schön, daß alle möglichen Verunglimpfungen hier wiedergegeben werden und dabei noch nicht mal Quellen genannt werden. Wie gesagt, mal ganz allgemein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2012, 17:36 
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;) Sei nicht allzustreng...
Oft wird einfach etwas behauptet und man geht der sache nicht immer auf den Urgrund.
Du weißt selber, was im Internet so herum kreucht und fleucht..
der @falke schrieb nur was nieder - was im Internet so herumkursiert - es gibt zig solcher Seiten..
Ja ja @grobi...da müssen's dann halt herhalten...
Bei mir gehen auch jedesmal die NackenHaare hoch - wenn ich den Dalai Lama (geb. 6. Juli 1936), mit der angeblichen Hitlerflagge sehe (oh es gibt so viele Fotos im Internet)Hitler neben dem D.L.
>> lächeln würde der D.L.sagen- SWASTIKA....diese Glücksymbol hat wohl der nette Herr gestohlen.

Nehmen wir mal die HELENA - bitte wie und wo hätte die mit dem Hitler zusammentreffen sollen....
Wie hätte sich ein Hitler geistig theosophisch weiterentwickeln können.
Hätte er das getan, dann hätte er wohl begriffen, was die ARIER wirklich waren.
Eine prähistorische, indogermanische Adelsgruppe...aus Indien/Iran - kultiviert edel und fein..
na war der HERR das, wohl eher das Gegenteil...

Aber nichts desto trotz, die Blavatskaya hat halt mal von Tibet und ihrer geistigen Erfahrung berichtet - sie wurde auch später Buddhistin - Tibet hatte Probleme und so luden sie halt Mitglieder des NAZI-Regime (hingen sehr wohl an den okkutitischen Vorstellungennach) zum LosarFest ein - Tibet hatte da schon China im Genick, Sowjetunion wusste auch nicht so recht, die verfolgten die Buddhisten (Mongolei) >>die lieben Engländer hielten sich bedeckt und als China sich behaupte in Lhasa ...von den übrigen Regierungen aus Europa kam keine Hilfe ...
vielleicht doch mal "7 Jahre in Tibet" vom Harrer..nachlesen oder sich den Film anzuschauen.

Also die Blavatskaya kannte einen Hitler nicht...was sich der daraus zusammenzimmerte - dafür kann sie nix.
Wäre dann ungefähr so - "Schuld was aus dem Christentum geworden ist - IST NUR DER JESUS"
jajaj -Schuldzuweisungen hat man schnell bei der Hand, doch dem wahren Hintergrund nachzugehen, müsste man doch was lesen und recherchieren..oft nicht möglich, da man eben auch oft die Hintergründe gar nicht ahnen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die lächelnde Blavatsky ?
BeitragVerfasst: Mo 13. Feb 2012, 15:56 
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Mi 25. Jan 2012, 09:48

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Hallo Grobi,

ja das ist so verkürzt, das es schon wieder falsch ist, wie Du richtig sagtest:

Gemeint habe ich folgendes:
Zitat:
Die Ariosophie verknüpft einige theosophische Gedanken Helena Petrovna Blavatskys über Kosmologie, Symbolik und menschliche Evolution (Wurzelrassen) mit der Rassentheorie Arthur de Gobineaus und okkultem Runenglauben. Dabei werden Teile des Gedankenguts Blavatskys von ihrer zentralen Position abgetrennt, wonach die Begründung einer „Bruderschaft der Menschheit ohne Unterschied der Rasse“ angestrebt und die Höherentwicklung der Menschheit in der Verschmelzung aller Rassen gesehen wird. Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Ariosophie


Blavatsky ist also nicht in die Nähe des Nationsalsozialismus zu bringen, wenngleich sich Ariosophen schon von ihren Ideen bedient haben.

Ich hoffe Du verzeihst mir noch einmal meine Schlamperei, Grobi. Es kommt nicht wieder vor.

mfg

falke
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