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Foren-Übersicht » Das Tor zum Geist » Theosophie


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2012, 16:58 
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nur eine ZwischenANTWORT - :lol:

Die Welt besteht ja auch erst seit kurzem...das Denken - meine ich - Mensch schreibt auch noch gar nicht so lange...auf die 400.0000 Jahre gesehen...hihihi... :P


•Arnold Keyserling
Geschichte der Denkstile
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Auf alle die anderen Fragen soll schon "Der Chef" selber antworten gell......
nur das muss/soll er auch bedenken - upsdala :twisted: :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2012, 16:37 
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Ja, und die Wissenschaft hat sich ja auch erst in den letzten 200 Jahren weiterentwickelt - oder waren es doch erst 100 Jahre? :lol:

Aber irgendwann gab es ja auch Atlantis, zu der Zeit die Menschen (spirituell) weiter entwickelt waren als heute... oder irre ich da?

Sie haben "Feinde" oder "Fremde" ohne Technik auskundschaften können, (sie haben "gesehen"), sie waren wohl auch ein recht friedliches Volk und waren, wie ich mal gelesen habe, spirituell weitaus fortgeschrittener als wir heute. :idea:
:?
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2012, 09:35 
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Wenn ich mir Kriegerins Liste so ansehe ist Theosophie immer dann existent oder schon immer existent gewesen, wenn es die Möglichkeit für die Menschen gab sich global zu orientieren.

Ist Theosophie in einem kleinen Kreise wirklich vorhanden? Wenn man die Indianer nimmt. Kann man diese als theosophisch bezeichen? Andere Naturvölker? Gibt es "alte" Theosophie und eine "moderne", globalere Art? Hat sich Theosophie durch die Möglichkeit der kontinentübergreifenden Kommunikation verändert oder verbessert oder haben sich dadurch nur die Sichtweisen erweitert? Oder aber wird die Theosophie durch die Globalität die heute möglich ist einfach hinfällig?

Ich bin der Meinung es sollte keine Bezeichnung geben sondern es sollte anerkannt werden, dass das Universum, der Mensch eine Vielfalt hat, die man, wenn man unbedingt muß, nennen kann wie man möchte, man wird ihr nicht gerecht werden. Geistige Arbeit leisten viele Menschen. Von den Indianern, den alten Völkern und Philosophen, bis hin zu den Leuten in der heutigen Zeit, die gerne denken und dieses Denken für alle zugänglich und zuträglich machen. Wenn mancher ohne spritiuellen Ansatz also ohne an höhere geistige Mächte zu glauben, welche man irgendwie personifizieren und differenzieren kann, denkt und geistige Arbeit leistet, ist er meiner Meinung nach kein Theosoph aber durchaus nicht weniger relevant oder weniger interessant.

Mystik ist die bildliche Vorstellung von dem, was man nicht zur Gänze begreift, weil es zu komplex ist.



Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2012, 08:47 
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Auch DAS gehört zur Theosophie... :idea:
Ja was haben die wohl gemein(t)?

Der Tanz - die Bewegung zur Musik -
weltumfassend -
verschiedenste Namen - okay ...doch die Musik gibt uns den Rhythmus !!

Fang ma mal an, mit Indien. ;)

Code:
Obwohl die Tanzkunst Orissas als älteste Tanzform Indiens gilt, wurde Odissi erst Mitte dieses Jahrhunderts als klassischer Stil offiziell anerkannt. In der kulturellen Evolution Orissas nahm dieser Tanzstil aufgrund der engen Verbindung mit der Religion und den Tempeltraditionen einen besonderen Stellenwert ein.


http://odissi.masterdesign.at/index.php?id=5
Weiters
Code:
Die Eurythmie soll geistige Inhalte durch Körperbewegungen und Gesten (Sinn-, Laut-, Satz-, Ton- und Motivgebärden) darstellen. Dazu werden Texte und Musik mit Hilfe einer breiten Palette an interpretatorischen Grundregeln und Stilmethoden in Bewegungen umgesetzt. Die Möglichkeit des Ausdrucks auch von Sprache und Lauten unterscheidet Eurythmie dabei von vielen anderen rhythmischen Darstellungsformen. Zwar gibt es auch andere Bewegungsinszenierungen, die auf Sprache aufbauen, aber keine davon hat die Ausdrucksmittel für Lyrik und Prosa in einem vergleichbaren Maße formalisiert. In der Eurythmie besteht ein großer Teil der Inszenierungen aus dieser sogenannten Sprach- bzw. Lauteurythmie

http://de.wikipedia.org/wiki/Eurythmie

Wer kennt die tanzenden Derwische nicht?
http://de.wikipedia.org/wiki/Derwisch
Code:
Der ekstatische Trancetanz (sema), der im Mevlevi-Orden der Türkei ausgeübt wird, gilt als eine der körperlichen Methoden, in religiöse Ekstase (majdhb, fana) zu verfallen und mit Allah in Kontakt zu kommen (siehe auch dhikr).

Die Bektashi, die geschichtlich eng mit den Janitscharen verknüpft sind, praktizieren (oft jedoch nur nach außen hin) unislamische Bräuche, wie beispielsweise den Genuss von Alkohol oder Gottesdienste ohne geschlechtliche Trennung.

Die Sanussiya in Nordafrika wiederum sind in ihrem Glauben vergleichsweise orthodox. Andere Orden und Untergruppen singen Koranverse, trommeln oder tanzen intensiv, gemäß ihren jeweiligen Traditionen. Einige praktizieren die stille Meditation (z. B. Naqschbandi), wie die meisten Sufiorden in Südasien, manche sind vom Chishti-Orden beeinflusst. Jede Vereinigung hat ein eigenes Ordensgewand und besondere Methoden der Aufnahme und der Initiation, einige von ihnen mit strenger Observanz.


Die Tänze der Indianer?

Code:
Der Adler war eine Art heiliges Wappentier für fast alle Indianer. In zahlreichen symbolischen Tänzen, Riten und Zeremonien wurde dies ausgedrückt. Der Adler galt als Symbol der Unantastbarkeit, Glücksbringer neben anderen Tieren und Bote der Gottheit.
http://www.indianerwww.de/indian/taenze.htm

Brasilien/Südamerika/Karibik...
sie haben ihre eigen Rhythmen - die Stile sind auch in unsere Musik eingeflosssen >>Reggae

Code:
Die Candomblé-Musik, ein wesentlicher Teil des Rituals, leitet sich von der afrikanischen Musik ab und hat einen starken Einfluss auf andere populäre (nicht-religiöse) brasilianische Musikstile.
Den Hula dürfen wir nicht vergessen !!
Hawaii
Einer der berühmtesten Vertreter !!
Bruddah IZ
http://www.youtube.com/watch?v=C_17vGYa81s

Code:
Traditionelle hawaiische Volksmusik ist ein bedeutender Teil des musikalischen Erbes des Staates. Hawaiis Ureinwohner bewohnten die Insel jahrhundertelang und erhielten einen Großteil ihres musikalischen Wissens. Die Musik ist von Natur aus sehr religiös und beinhaltet Sprechgesang sowie Tanzmusik. Hawaiische Musik hatte einen enormen Effekt auf die Musik anderer polynesischer Inseln; der Musiker Peter Manuel bezeichnete den Einfluss der Musik Hawaiis als „vereinenden Faktor in der Entwicklung moderner pazifischer Musik“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hawaiimusik

Wie ihr nun seht - der Tanz, gekennzeichnet durch die Musik - weltumfassend...
noch ein Gedankenspiel...die Kinder - der Ringelreihen...
<schön ist so ein Ringelspiel...
werden wir hier nicht oft zu Kinder?
http://www.youtube.com/watch?v=xDstDky3uQk

Und das alles wurde in unseren Breitengraden - nicht allzu gefördert.
Oder könntet ihr euch vorstellen, vor einem Kampf (bildlich gesehen) - einen Kriegstanz aufzuführen?? Wohl kaum...

Doch genau dieses Thema gehört auch zum Thema Weisheitsfindung.
Musik stimmuliert.
Sie ist eine ganz besondere Form um Harmonie herbeizuführen - wühlt aber auch bis zur Exstase
auf..(Marschmusik).
Sie kann aufregen !!!
Auch beruhigen !!
Doch die Ton Schwingungen sind im normalFall sehr harmonisch - sie haben keinen Anfang aber auch kein Ende...
hin und da kommt die Tonfolge aus dem Gleichgewicht (Misstöne) ...ist doch im körper auch?? gell.
Das Ohr sträubt sich dagegen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2012, 09:35 
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So jetzt haben wir hier in mannigfachen Beiträgen gelesen was Theosophie alles IST und das Forenübergreifend in vielen Themen.

Langsam fühle ich mich bestätigt in meinen Gedanken, dass Theosophie ALLES ist. Und wenn Theosophie ALLES ist, gibt es sie nicht. Weill man das GANZE einfach universell sehen muß. Ohne Richtungsvorgabe ohne Bezeichnung die fest steht. Lediglich zum Diskutiern und Austausch muß man manche Dinge benennen, welche aber jeder wieder individuell benennt. Weil das alles so komplex ist und ALLES MIT ALLEM in Zusammenhang gebracht werden kann oder sogar muß, wird hier der Gespächssoff nicht ausgehen. Bunt ist das Denken, vielschichtig ist es auch.

Nun bin ich mal gespannt ob mir bitte der Grobi erklären kann, wodurch sich Theosophie genau darstellt? Sind wir nicht alle ein wenig Theosophie? Ich bin entweder zu doof das noch zu kapieren oder schon so weit, dass ich keine Lehre mehr brauche. Das zu beurteilen überlasse ich jetzt mal euch. :mrgreen: Was ich aber durchaus brauche und möchte ist die Philosophie. Die frühen und die zeigenössischen Ansätze, welche sich ergänzen und ebenso in Zusammenhang zu bringen sind, sind für mich sehr interessant. Da kann ich mich in Vielem wiederfinden aber auch in Einigem garnicht. Ist Theosophie die Philosophie mit Religionsverbundenheit?

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2012, 12:28 
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BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
Langsam fühle ich mich bestätigt in meinen Gedanken, dass Theosophie ALLES ist. Und wenn Theosophie ALLES ist, gibt es sie nicht.


Alles andere lasse ich den @grobi erklären.
Nur noch kurz...es gehört alles global gesehen zusammen - Matrix
...und schon wieder ZEN...
wie soll ich jetzt schreiben...
"Das Nicht Im Etwas - oder das Etwas im Nichts".
"In der Leere ist die Fülle - Die Fülle liegt im Leeren :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 09:59 
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Ich hatte ein ganz lustiges Erlebnis - zwecks meinen Zeichen auf der Hand.
Als ich erklärte - "Ich bin Theosophin" fragte man mich....
:?: Was ist das....

und so versuchte ich - es so verständlich zu erklären...waren alles Uneingeweihte...Arzt und Kschwester.

Um wenigstens ein AHA zu bekommen ;)
Theosophie ist ein Weg sich auf einen
geistigen -
philosophischen -
wissenschaftlichen -
sowie spirituellen Weg sich dem "ALLWESEN" nahezubrinegen.

Und die moderne Wissenschaft nahm uns ja oft den Weg uns dem Unterbewusstsein zu öffnen.
Doch nun ist die Zeit wieder mal reif für Veränderungen - der Buddhismus, Veden und und und und waren da wesentlich offener.

Bemerke nebenbei - die Physiker (Ernst Mach z. B.) öffneten sich dem Buddhismus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: So 29. Apr 2012, 12:06 
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BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:

Nun bin ich mal gespannt ob mir bitte der Grobi erklären kann, wodurch sich Theosophie genau darstellt?


Ich habe mir ja schon einige Mühe mit diesem Versuch gemacht... Vielleicht hilft es ja weiter, wenn du dir erstmal nur die sophia, also die Weisheit ohne die Göttlichkeit vorstellst. Weisheit ist ja auch keine Lehre und veränderlich ist sie auch nicht. Man eignet sie sich nicht an, sondern tritt ein in sie. Jeder Mensch zu einem unterschiedlichen Grad. Natürlich gibt es verschiedene Wege, sich der Weisheit zu nähern und es gibt unterschiedliche Auffassungen, was denn nun weise ist. Doch leitet sich Weisheit direkt von der Erkenntnis ab und unterschiedliche Sichtweisen resultieren einfach aus dem individuellen Stand von Erkenntnis und Irrtum, und nicht etwa, weil man die Weisheit nach Lust und Laune definieren kann.
Das ist es, was auch den Theosophen ausmacht, eben die Suche nach Erkenntnis. Hier gibt es etliche unterschiedliche Wege; Blavatsky nahm bekanntlich viele Elemente der östlichen Philosophie in ihre Herangehensweise mit auf, doch kann man auch Erkenntnis erlangen, wenn man noch nie etwas von östlicher Philosophie gehört hat. Der Weg ist es nicht, der die Theosophie definiert, sondern das Ziel. Und dieses ist für alle Zeiten unveränderlich, wie auch immer Menschen es benennen mögen.

Zitat:
Sind wir nicht alle ein wenig Theosophie?


Natürlich. Und selbst die Menschen, die das von sich in Abrede stellen würden, da Menschen von Natur aus nach Erkenntnis streben, heute manche mehr und manche weniger. Fragst du einen Biologen, Physiker oder Mathematiker, ob er Theosoph sei, wird er es vielleicht verneinen, aber Wissenschaft ist Theosophie und Theosophie ist Wissenschaft.

Zitat:
Langsam fühle ich mich bestätigt in meinen Gedanken, dass Theosophie ALLES ist. Und wenn Theosophie ALLES ist, gibt es sie nicht. Weill man das GANZE einfach universell sehen muß. Ohne Richtungsvorgabe ohne Bezeichnung die fest steht.


Theosophie ist nicht alles, sie ist aber jegliche Bestrebung zur Erkenntnis. Daher enthält jede Religion und jede Lehre genau soviel Theosophie, wie in ihr Erkenntnis steckt.

Die Schlussfolgerung Alles ist Nichts und Nichts ist Alles ist m.E. zwar letztenendes richtig, doch finde ich nicht, dass man sie auf Alltagsdinge beziehen sollte. Dieses Alles, das in letzter Konsequenz tatsächlich Nichts ist, wie es ja auch aus dem Nichts hervorgeht, umfasst nämlich wirklich alles im Sinne des Wortes, auch Raum und Zeit und jegliche anderen Dimensionen. Für den Alltagsgebrauch denke ich, ist diese Erkenntnis nutzlos.
Es ist wohl ähnlich, wie mit der Mechanik. Die Quantenphysik belegt, dass sie letztenendes falsch ist, trotzdem beschreibt sie die Dinge genau so, wie wir sie wahrnehmen. Mechanische Berechnungen stimmen (solange man keinen Fehler macht). Nicht bloß meistens, sondern absolut immer. Irgendwie faszinierend, dass wir mit etwas Falschem richtige Ergebnisse erhalten,

Zitat:
Lediglich zum Diskutiern und Austausch muß man manche Dinge benennen, welche aber jeder wieder individuell benennt.


Der Begriff Theosophie ist natürlich austauschbar. Als es diesen Begriff noch nicht gab, gab es trotzdem bereits Theosophen. Bloß wurden diese entweder anders benannt oder man brauchte dafür keinen Begriff, da es ganz selbstverständlich war, weitestgehend nach Erkenntnis zu streben und die Weisheit allseits gegenwärtig war.

Zitat:
Was ich aber durchaus brauche und möchte ist die Philosophie. Die frühen und die zeigenössischen Ansätze, welche sich ergänzen und ebenso in Zusammenhang zu bringen sind, sind für mich sehr interessant. Da kann ich mich in Vielem wiederfinden aber auch in Einigem garnicht. Ist Theosophie die Philosophie mit Religionsverbundenheit?


Der Übergang von Philosophie und Theosophie ist fließend und die Unterschiede gering. Anfangs scheint es tatsächlich bedeutende Unterschiede zu geben, schon alleine weil in dem einen Begriff göttlich vorkommt und im anderen nicht. So kann man in Versuchung kommen, in der Theosophie eher etwas religiöses zu sehen, als in der Philosophie. Allerdings verlieren die Begriffe Gott und göttlich umso mehr ihre religiöse Bedeutung, je weiter man in die Erkenntnis eintritt, wie man an christlichen Mystikern, wie Pseudo-Dionysius, Meister Eckhart und ganz besonders bei Nikolaus von Kues, der immerhin nach dem Papst der zweithöchste Mann im Kirchenstaat war und diesen praktisch leitete, sehen kann. Deren Gottesbeschreibungen haben nichts mehr zu tun mit der katholischen Auffassung eines persönlichen Wesens im Äußeren.
Der einzige Unterschied, der mir einfallen möchte ist, dass Philosophen ein wenig mehr vom logisch-analytischen Denken geprägt und eher theoretisch sind, während Theosophen mehr praxisorientiert sind und daher zwangsläufig mehr zum geistig-intuitiven Denken tendieren.

Gruß
Grobi

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: Sa 2. Jun 2012, 10:56 
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Grobi hat geschrieben:
Der einzige Unterschied, der mir einfallen möchte ist, dass Philosophen ein wenig mehr vom logisch-analytischen Denken geprägt und eher theoretisch sind, während Theosophen mehr praxisorientiert sind und daher zwangsläufig mehr zum geistig-intuitiven Denken tendieren.


Das lasse ich mal so stehe, obwohl ich davon null überzeugt bin.
Eher soll ein Theosoph wohl auch Philosoph sein - oder.
:( Theosoph, was verbirgt sich wirklich dahinter?
Jetzt versteh ich oft die Befürchtungen einiger weisen Menschen - ja

Und so habe ich für mich festgestellt - da ich nun einige Ansichten der Theosophen kenne
"Will ich überhaupt ein Theosoph sein ?"
Da sind ja genau solche Fundamendalisten/Fanaten zu finden, wie in den herkömmlichen Glaubensrichtungen/Religionen/Sekten.
Kastastrophal.

Sind wir nicht auf der Suche nach der Heilslehre -
gesund zu werden - in
allen 3 Teile eines manifestierten Menschen
im GEIST, SEELE, KÖRPER....

Doch wenn ich einige Antworten lese, da stehen mir die Haare zu Berge.
Ganz arg sind da die Leser von Blavatsky - die unterliegen doch auch einem Hierarchiedenken...
in einer Situation, die ihnen nicht passt - mit dem gehobenen Zeigefinger.

"Ach ich bin ja viel besser - du machst das nicht richtig....
da ist genauso eine Hackrangordnung, Militärgedanke da -
und nur der höchste Meister erreicht "Weisheit", ist unfehlbar und das niedrige Volk muss kuschen.
Ist das die Lehre der Theosophen ?

SOKRATES wird da des öfteren den Kopf schütteln,
denken - die machen immer noch dieselben Fehler.

Nur ich frage mich ehrlich - was passiert mit den anderen Völkern,
die nicht all die "Heiligen Bücher" lesen, lesen wollen ?
Müssen da alle ab ins Verderben???
Ist das die Sache - was wir aus der Theosophie lernen...

"Armes Allwesen"
;) ich begebe mich ab nun auf die Suche - nach der "Heilslehre" - was bin ich dann - Theosoph, Philosoph :?: oder sogar Atheist :!: :?:

:roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Theosophie ?
BeitragVerfasst: So 3. Jun 2012, 14:06 
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Die Kriegerin hat geschrieben:
Das lasse ich mal so stehe, obwohl ich davon null überzeugt bin.
Eher soll ein Theosoph wohl auch Philosoph sein - oder.


Natürlich. Und ich hatte ja auch geschrieben, dass die Unterschiede gering sind. Allerdingd denke ich, daß in der Praxis der Theosoph mehr Philosoph ist, als der Philosoph Theosoph. Ich würde im Groben sagen, der Grundpfleiler der Philosophie ist der Verstand und die Grundpfeiler der Theosophie sind Verstand und Intuition. Aber wie gesagt, die Übergänge sind fließend.

Zitat:
:( Theosoph, was verbirgt sich wirklich dahinter?
Jetzt versteh ich oft die Befürchtungen einiger weisen Menschen - ja

Und so habe ich für mich festgestellt - da ich nun einige Ansichten der Theosophen kenne
"Will ich überhaupt ein Theosoph sein ?"


Ich denke, wer in verschiedenen Lehren nach Erkenntnis, Weisheit und Überbleibsel der alten universellen Weisheitsreligion sucht, ist schon als Theosoph zu bezeichnen, egal ob man unterschiedliche Ansichten zu anderen Menschen, die sich Theosophen nennen, hat.

Zitat:
Da sind ja genau solche Fundamendalisten/Fanaten zu finden, wie in den herkömmlichen Glaubensrichtungen/Religionen/Sekten.
Kastastrophal.


Theosophie ist undogmatisch und die TG und ihre Ableger sollten es auch sein. Lediglich den vier Grundregeln sollte ein Mitglied der TG zustimmen. Das Interesse am Studium der Geheimlehre ist den Mitgliedern der TG gemein, darüberhinaus gibt es eigentlich keine Regeln, sofern man gewillt ist, sich geistig weiterzuentwickeln.
Zitat:
Es ist mehr als nur nutzlos, zu denjenigen zu gehen, die wir für fortgeschrittene Studierende halten, und sie bitten, uns eine "Interpretation" der G.L. zu geben. Sie können das nicht. Und wenn sie es versuchen, ist alles, was sie geben können, abgeschnittene und vertrocknete exoterische Auslegungen, die auch nicht im entferntesten der WAHRHEIT ähnlich sehen. Wenn wir eine derartige Interpretation annehmen, bedeutet das, daß wir uns an fixen Ideen verankern, während doch die WAHRHEIT jenseits aller Ideen liegt, die wir formulieren oder ausdrücken können. Exoterische Interpretationen sind durchaus sehr nützlich und sie [HPB] verurteilt sie nicht, solange sie nur als Wegweiser für Anfänger betrachtet und nicht als mehr angesehen werden. Viele Personen, die jetzt der T.G. angehören oder ihr in Zukunft angehören werden, sind freilich unfähig, über den Bereich der gewöhnlichen exoterischen Auffassungen hinauszuschreiten. Aber es gibt andere und wird sie auch künftig geben, und für diese zeigte sie den folgenden wahren Weg des Herantretens an die G.L. auf.
aus: R.Bowen: Theosophy in Irland Jan.-März 1932

Das ist schon eindeutig. Lehrer und Lehren im Sinne von richtigen Interpretationen können bloß anfangs nützlich sein. Das ist aber nichts der T.G. eigenes. In praktisch allen Weisheitsbewegungen fungiert der Lehrer dazu, den Schüler selbst zur Erkenntnis zu führen, ihn Hilfestellung zu geben, nicht aber ihm einfach zu sagen, wie etwas gemeint sei. Das wäre der Erkenntnis abträglich und somit nicht Sinn der Sache.
Wenn es nun trotzdem Menschen gibt, die sich Theosophen nennen und meinen, weil sie ein kleines Stück des Weges gegangen sind, seien sie schon kurz vorm Ziel, so ist das nur menschlich und es ist die Schuld des Menschen, nicht der Theosophie oder der T.G..
Im Übrigen ist es auch genau der Punkt, an dem das gnostische Christentum gescheitert ist. Zielsetzung und Voraussetzungen sind sehr ähnlich, auch wenn die Ziele der T.G. wohl ein wenig bescheidener sind. Bekannt sind die Klagen des Irenäus aus dem zweiten Jahrhundert, der sich über die Valentinianer beschwert, daß sie voller Arroganz und überheblichkeit herumstolzieren, als hätten sie die vollkommenen Erleuchtung erfahren, nun gottgleich seien und auf ihre Mitmenschen arrogant herabblicken.
Ich denke, das Problem hat irgendwann jede Heilslehre oder Bewegung, daß einzelne sich schon vor dem Start am Ziel wähnen und meinen ihre Ansichten als höhere Wahheit verbreiten zu müssen. Davon sollte sich der wahrhaft Suchende nicht irritieren lassen, schließlich ist der Weg noch genauso gut wie vorher.

Zitat:
Sind wir nicht auf der Suche nach der Heilslehre -
gesund zu werden - in
allen 3 Teile eines manifestierten Menschen
im GEIST, SEELE, KÖRPER....

Doch wenn ich einige Antworten lese, da stehen mir die Haare zu Berge.


Zum Beispiel ?

Zitat:
Ganz arg sind da die Leser von Blavatsky - die unterliegen doch auch einem Hierarchiedenken...
in einer Situation, die ihnen nicht passt - mit dem gehobenen Zeigefinger.

"Ach ich bin ja viel besser - du machst das nicht richtig....
da ist genauso eine Hackrangordnung, Militärgedanke da -
und nur der höchste Meister erreicht "Weisheit", ist unfehlbar und das niedrige Volk muss kuschen.
Ist das die Lehre der Theosophen ?



Zumindest ist es nicht das, was Blavatsky lehrte. Mein obiges Zitat von R.Bowen ist diesbezüglich doch eindeutig.

Zitat:
Nur ich frage mich ehrlich - was passiert mit den anderen Völkern,
die nicht all die "Heiligen Bücher" lesen, lesen wollen ?
Müssen da alle ab ins Verderben???
Ist das die Sache - was wir aus der Theosophie lernen...


Die universelle Weisheitslehre, auf deren Suche Blavatsky ihre Leser schickt, hat wohl bei allen Völkern Spuren, auch in Schriftform, hinterlassen. Daher ist es gar nicht nötig und wäre sogar hinderlich, wenn alle Völker aus der selben Schrift schöpfen müßten.
Zitat:
Kommt zur G.L. (so sagt sie [HPB]) ohne irgendeine Hoffnung, die endgültige WAHRHEIT das Daseins aus ihr zu erhalten, oder ohne irgendeinen anderen Gedanken als denjenigen, zu versuchen, wie weit sie ZUR Wahrheit hin führen könne.
aus: R.Bowen: Theosophy in Irland Jan.-März 1932


Zitat:
"Armes Allwesen"
;) ich begebe mich ab nun auf die Suche - nach der "Heilslehre" - was bin ich dann - Theosoph, Philosoph :?: oder sogar Atheist :!: :?:

:roll:


Die Suche nach der Wahrheit ist ein Entmystifizieren und das bedeutet auch eine Entmystifizierung Gottes. In gewisser Weise würde ich schon sagen, daß man dann neben Theosoph, was den Philosophen bereits beinhaltet, auch Ateist ist/wird. Sobald die Romantik der Esoterik weiteren Erkenntnissen Platz macht, schwindet meines Erachtens auch jeglicher Glaube, der ja sowieso ausschließlich als Weg zur Wahrheit nützlich ist. Schreitet man auf diesem Weg voran, verliert der Glaube seine Bedeutung.

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