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 Betreff des Beitrags: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 8. Jan 2012, 19:37 
Was ist der Sinn des Lebens?

Nun, eine "Einweihung" durch Schamanen kann man natürlich auch den "Sinn des Lebens" erfahren...
Dazu müsste man sich natürlich auch fragen: "Was ist denn nun der Sinn des Lebens"?

Ich, für mich, würde mal denken, dass der Sinn des Lebens eine Schule sein könnte, in der man lernt, über den eigenen "Tellerrand" hinauszusehen, - seinen Geist auszuweiten...

Denn der Geist bzw. das „kollektive (Unter)-Bewusstsein ist ein offenes geistiges System, wie auch die Seele ein offenes System ist, und somit auch Erfahrungen zulassen kann, die im Augenblick vielleicht für den Einzelnen nicht ganz verständlich erscheinen und daher Ängste hervorrufen, weil man den Vorgang nicht unbedingt gleich verstehen kann.

Wir tendieren öfter mal dazu, schmerzhafte Erfahrungen zu unterdrücken, obwohl sie vielleicht dazu beitragen, uns den Ängsten zu stellen, um diese zu überwinden. Auch das zählt zum "Sinn des Lebens", und ist vielleicht auch einer der wichtigsten Lernprozesse...

Solche Erfahrungen entstehen, wenn wir sie durch das kollektive (Unter)-Bewusstsein hervorrufen, da wir aus diesem solche Erfahrungen zu uns heranziehen, - sich den Ängsten zu stellen und sie zu überwinden lernen. Aber auch das ist gewissermaßen Einweihung...

Der Mensch lernt nur aus seinen eigenen Erfahrungen, jede Erfahrung stellt m.E. eine kleine weitere Einweihung dar durch erneute unzählige Erfahrungen.
Ob sie nun in diesem Leben abgeschlossen werden oder in Form von „Reinkarnationen“, sei dahingestellt.

Hier jedoch würde ich auf die Reinkarnation eingehen müssen, die natürlich in einem anderen Thread behandelt werden müsste.

Da sich meine Gedanken jetzt überschlagen, höre ich lieber erst einmal auf und belasse es dabei - für heute. ;)

L.G. Solly
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Mo 9. Jan 2012, 11:56 
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:oops: ;) Um dieser Sache nachzugehen - muss ich schon sagen, ist ein schwieriges Unterfangen.
Sinnkrisen - lost my mind - kennen wir ja zur Genüge - die sich in verschiedenen Krankheiten zeigen - wer hat das wohl noch nie gehabt? Sogar eine harmlose Krankheit zeigt mir was auf.

Kinder die der Nagualwelt wesentlich näher sind, zeigen alles auf,
Bauchweh - wenn die Eltern streiten,
Schnupfen, Fieber ohne Grund..
und wir Erwachsene kompensieren alles mit unserem Logo - und entfernen uns von unseren wahren Ursprung -
verlassen das Mensch sein und fahren die Ellbogen aus.
Ist das Maß allerdings voll - zeigen sich viele Verfehlungen in Krankheiten - :( .
Da denke ich oft an das Sprichwort - "Selig sind die, die nix wissen - ob das erstrebenswert ist, ist wieder eine andere Frage.
Aber auch da zeigt es sich - egal welche Ausbildung hat,
ob Doktor, Bauer oder Hilfsarbeiter - um den Sinn des Lebens zu erkennen - benötigt man nicht nur eine schulische Ausbildung.

Ja und wenn wir glauben, den Sinn erfasst zu haben - wusch, schon wollen wir weiterdenken,
ob wir den Sinn des Lebens je erfahren können, das bedarf schon Übung - mit sich selbst zufrieden zu sein - eben meist nur in der Nagualwelt (in der Verborgenen-, Traumwelt)
.
Ich bin zeitweise von meiner Sinnerkennung so weit entfernt, doch hin und da erkenne ich ihn - den 'Sinn' und dann fühle ich mich glücklich.
Gestern - wenn ich einen Tiefschneehang runterfahre,>> Glückseligkeit pur, dass einem die Tränen runterrinnen,die Brust oder das Herz dem Zerspringen nahe -
kontrollieren kann man da nix mehr.

Also auf frohgemuts - auf auf - auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. :mrgreen: ..

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Mi 11. Jan 2012, 21:03 
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Das All besteht ausschließlich aus Energie. Diese, für ungeschulte Augen unsichtbare Energie, kann in bewusste und unbewusste*1 Energie unterschieden werden. Bewusste Energie ist das, was wir als Leben bezeichnen. Diese Energie(n) entstand(en) beim sog. Urknall, den man sich wiederum als Folge einer Fluktuation, ähnlich derer im Quantenvakuum, vorstellen kann.*2
Gesellschaft für Raumzeitforschung e.V.: Quantenvakuum
Da diese Energie(n) also zwangsläufig aus einem instabilen Nichts entstand(en), kann ein Plan hinter der ganzen Sache ausgeschlossen werden. Es gibt wohl einen Grund für das Leben, aber keinen ursprünglichen Sinn, da dieser einen Plan voraussetzt, der aber durch die Zwangsläufigkeit ausgeschlossen wird.
Allerdings hat wohl das Bewusstsein einen Plan und dieser schlägt sich in der Entwicklung des Lebens nieder. Es hat den Anschein, dass es prinzipiell keine Grenze für das Bewusstsein gibt, es also potentiell allwissend und allmächtig ist. Dieses Potential freizusetzen ist sicherlich ein Ziel und somit auch Sinn des Lebens. Ob es das letzte Ziel von Bewusstsein und Leben ist, ist für uns komplett irrelevant, da es wohl nicht möglich ist, dies in nur einem Menschenleben zu erreichen. Daher stimme ich der Ansicht zu, dass es wohl unser vorrangiges Ziel ist, in diesem Leben eine gute Basis für das nächste Leben zu schaffen. Vielleicht wird uns mit der Zeit auch klar, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens ganz einfach die falsche Frage war.

*1 Bewusst und unbewusst sind sicher nicht die idealen Begriffe, bessere fallen mir aber nicht ein. Wer diese Energie(n) wahrnehmen kann, wird mir sicher bestätigen, dass es zwar irgendwie die gleiche (selbe?) Energie ist, aber doch ganz anders auf einen wirkt. Vielleicht ist „unbelebte“ Materie einfach bloß ehrlicher ? Zumindest wirkt sie nicht so verwirrend und irgendwie angenehmer. Vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen. Auch bloße Vermutungen und Spekulationen können inspirierend und somit hilfreich sein.
*2 Was uns zu der Erkenntnis führt, dass sowohl das Bewusstsein, als auch das All aus dem Prinzip der Quantenfluktuation resultiert. Wenn man nun noch versteht, dass sowohl die unbewusste und die bewusste Energie eigentlich dasselbe sind, kann man auch verstehen, dass das All und unser Bewusstsein genauso dasselbe sein müssen. Gott, Bewusstsein und All sind also genau das Selbe. Der Unterschied ist lediglich unsere Sichtweise. Da wir uns allen drei Begriffen unterschiedlich nähern, nehmen wir sie als verschieden Dinge wahr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2012, 21:38 
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Jetzt wird bei Betrachtung dieses Themas die Sache mit den weiteren Leben angesprochen. Wie kommt ihr bloß alle darauf, dass es für eine individuelle Person ein weiteres Leben zur Verfügung stehen soll nach dem Tode :?: Mit dieser Aussage komme ich nicht klar.

Energien, ja der Meinung bin ich auch, dass es sie gibt und auch, dass sie unterschiedlich wahrgenommen werden und materielles kann bis in winzigste Teilchen nachgewiesen werden, die dann als Feinstoffliches bezeichnet werden. Wenn aber doch unsere Hülle keine Energien mehr abgibt, weil sie aus dem Leben geschieden ist, wie soll das denn dann funktionieren mit dem Weiterleben?

Der Sinn des Lebens wird nun dadurch erklärt, dass das Bewußtsein einen Plan hat :?: :shock: :shock:

Ich meine wohl eher der Mensch selber macht sich den Plan. Der bastelt sich durch sein sogenanntes Bewußtsein so manche Geschichte zusammen, die er dann als Reinkarnation, Weiterleben nach dem Tode oder sonstiges bezeichnet. Im Endeffekt ist da aber wohl dann wieder das Nichts. Das Irdische Dasein kann als Erlebnis und als Chance das Beste daraus zu machen gesehen werden. Wir haben nur ein Leben und der Sinn ergibt sich aus dem, was man daraus macht.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 15. Jan 2012, 15:35 
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BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
Jetzt wird bei Betrachtung dieses Themas die Sache mit den weiteren Leben angesprochen. Wie kommt ihr bloß alle darauf, dass es für eine individuelle Person ein weiteres Leben zur Verfügung stehen soll nach dem Tode :?: Mit dieser Aussage komme ich nicht klar.


Ist nunmal ein wesentlicher Punkt bei der Frage nach dem Sinn des Lebens. In meinem (teilweise recht spekulativen) Beitrag gehe ich von der Reinkarnation aus, ohne wirklich selbst restlos überzeugt von zu sein.

Zitat:
Energien, ja der Meinung bin ich auch, dass es sie gibt und auch, dass sie unterschiedlich wahrgenommen werden und materielles kann bis in winzigste Teilchen nachgewiesen werden, die dann als Feinstoffliches bezeichnet werden.


Nein, Feistofflichkeit ist eine Vorstellung aus Religion und Philosophie, die von den Naturwissenschaften abgelehnt wird, da es keinen wissenschaftlich nachprüfbaren Beweis dafür gibt.
Erkenntnisse aus der Quantenphysik bringen die Vorstellung der Feinstofflichkeit zwar mittlerweile zumindest in Reichweite der Wissenschaft, von einem Beleg ist man aber noch weit entfernt. Heißt also nicht, daß die Feinstofflichkeit nicht doch irgendwann belegt werden kann. Feinstoffliches besteht nicht aus winziger Materie, sondern wird als etwas zwischen Materiellen und Immateriellen gesehen.

Zitat:
Wenn aber doch unsere Hülle keine Energien mehr abgibt, weil sie aus dem Leben geschieden ist, wie soll das denn dann funktionieren mit dem Weiterleben?


Die Frage ist, ob unser Körper uns und unsere Lebenenergie erzeugt, oder eine Energie erst unseren Körper erschafft. Die Quantenphysik weist ganz eindeutig auf zweiteres. Schon Max Planck äußerte sich dahingehend:

Zitat:
Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.

Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!
Ulrich Kutschera: Streitpunkt Evolution: Darwinismus und Intelligentes Design S. 181


Zitat:
Der Sinn des Lebens wird nun dadurch erklärt, dass das Bewußtsein einen Plan hat :?: :shock: :shock:


Natürlich verstehe ich in diesem Fall Bewusstsein nicht als individuell und erst recht nicht als etwas, das mit unserem Körper entsteht und vergeht.
In meinem Beitrag stelle ich die - zugegebenermaßen schwer vorstellbare - Behauptung auf, Bewusstsein, Gott und All seien das Selbe. Hier ist das gesamte Sein gemeint, in dem alles miteinander Verbunden und beeinflusst ist.
So wie jede Zelle DNS und RNS enthält, enthält auch jedes einzelne Bewußtsein (und darüberhinaus alles existierende) alle Komponenten des Universalbewußtseins, da die dem allem zugrunde liegende Energie immer eine Energie ist, die nie wirklich voneinander abgetrennt werden kann.

Zitat:
Ich meine wohl eher der Mensch selber macht sich den Plan. Der bastelt sich durch sein sogenanntes Bewußtsein so manche Geschichte zusammen, die er dann als Reinkarnation, Weiterleben nach dem Tode oder sonstiges bezeichnet.


Das Bewusstsein an sich scheint ein wenig schizophren zu sein. Auf der einen Seite strebt das einnmal angeregte Bewusstsein nach ständiger Erweiterung, andererseits, wohl als Schutzmechanismus, tut es sich aber auch mit Neuerungen schwer und verbleibt gerne in einmal gefestigten Vorstellungen, was die von dir angesprochen Gefahr beinhaltet, einfach an Illusionen zu glauben.
Ich denke, es liegt einfach an uns selbst, unser Bewusstsein ständig zu erweitern (wobei man sich gerade zu Anfang, aber auch später noch, nicht zu viel auf einmal zumuten darf) um immer mehr Wirklichkeit erfassen zu können. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dürfen nie als absolut und endgültig aufgefasst werden und haben bloß eine temporäre Gültigkeit. Mit fortschreitender Schulung verläßt man irgendwann das rein wörtliche Denken und erreicht ein rein bildhaftes Denken. Unsere Gesellschft fördert dies im Alltagsleben leider nicht, so daß dieses Denken alleine gelernt werden muß. Wer gelegentlich meditiert übt sich schon darin. Schließlich geht das Denken aber auch über diese Form hinaus und erreicht eine Formlosigkeit, die schwer zu beschreiben ist. Oftmals ist es sehr schwierig, Erkenntnisse aus diesem Denken wieder in Form und Sprache zu bringen, insbesondere bei neuen Erkenntnissen.

Was ich damit sagen will ist, auch wenn wir nie die absolute Gewissheit haben, ob unsere Vorstellungen der Wahrheit entsprechen oder bloß eine liebgewonnene Illusion sind, gibt es doch Möglichkeiten, sich immer weiter einer gewissen Objektivität zu nähern.

Zitat:
Im Endeffekt ist da aber wohl dann wieder das Nichts.

Aber verstösst die Vorstellungen eines absoluten Nichts nicht gegen all unsere Erkenntnisse ? So etwas wie wirkliche Auflösung ist meines Wissens noch nie beobachtet worden. Es gibt lediglich stetige Wandlung. Da wir nicht aus dem absoluten Nichts gekommen sind, warum sollten wir dahin gehen ? Ich glaube, so etwas wie das Nichts im absoluten Sinn gibt es nicht. Selbst das beobachtbare Nichts steckt voll unendlicher Möglichkeiten ( :arrow: Quantenvakuum).
So stellt sich für mich weniger die Frage, ob etwas mit uns nach dem körperlichen Tod geschieht, sondern was. Reeinkarnation ist wohl erstmal die nahliegendste, aber nicht die einzige Möglichkeit.

Die Philosophie des Westens unterscheidet sich insbesondere von der des Ostens, indem der Westen vom Sein ("ich denke also bin ich"), der Osten von der Leere oder vom Können ausgeht. Es gibt auffallend wenig westliche Philosophen oder Mystiker, die man davon ausnehmen kann. Außer Schopenhauer, der allerdings die vedischen Schriften studierte und somit nicht von selbst darauf kam, fallen hier lediglich Pseudo-Dionysius, Meister Eckhart und Nikolaus von Kues auf. Pseudo-Dionysius gilt als von indischen Lehren beeinflusst und beeinflusste wiederum die Lehre Meister Eckharts und über diesen Nikolaus von Kues, was wiederum darauf schließen läßt, daß das westliche und östliche Denken von Grund auf nicht verschiedener sein könnte. Die meisten westlichen Darlegungen östlichen Denkens können somit als recht wertlos erachtet werden, sofern sie die Leere als Basis dieses Denkens nicht angemessen darlegen. Nikolaus von Kues näherte sich diesem Denken, indem er erst ein "Können-Sein" postulierte, bevor er schließlich in seiner letzten Schrift bloß noch vom "Können" sprach.
Das "Sein" ist demnach bloß eine äußere Erscheinung der Leere, die keinesfalls mit dem Nichts im absoluten Sinn verwechselt werden darf, eine Erscheinung des potentiell unbegrenzten Können oder "Können allen Könnens" oder des "höchst virtuellen Ursprung des Bewusstseins" (Quekelberghe),das vergleichbar mit den virtuellen Teilchen im Quantenvakuum ist.
So stellt man sich natürlich auch im Osten etwas anderes unter Reinkarnation vor, als wir im Westen das gemeinhin tun.

Gruß
Grobi

Edit 26.01.2012 (bösen Schnitzer im letzten Satz verbessert)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 15. Jan 2012, 16:31 
Zitat:
Ist nunmal ein wesentlicher Punkt bei der Frage nach dem Sinn des Lebens. In meinem (teilweise recht spekulativen) Beitrag gehe ich von der Reinkarnation aus, ohne wirklich selbst restlos überzeugt von zu sein.

Und so ist auch meine Theorie: Ich kann eine Reinkarnation nicht beweisen oder wirklich nachvollziehen, da sie mir zu grausig bzw. unmenschlich erscheint.

Aber wenn ich den "Sinn des Lebens" in Betracht ziehe, wäre eine (freiwillige) Reinkarnation für mich durchaus nachvollziehbar bzw. möglich.

Besweise könnte ich allerdings nicht anbringen. ;)

Ich hoffe, dass es diese Reinkarnation trotzdem nicht gibt und es einfach nur eine "Höllenbeschreibung" aus der Religion ist.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Mi 18. Jan 2012, 19:07 
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Hmmm Grobi, ist schon recht spannend was du da schreibst. Ich gehe jetzt nicht über Zitate deines Beitrages vor, sondern versuche einige Aspekte zu diskutieren und auch evtl. zu verbinden.

Nun die Sache mit der Materie ist ja schon länger so ein Knackpunkt. Es behaupten einige Leute es gäbe sie nicht. Das mit den Feinstoffen ist selbstverständlich noch nich bewiesen, wenn man jedoch davon ausgeht, dass anno dazumal das Atom für das kleinste Teilchen gehalten wurde und man nun bereits die Quanten entdeckt hat und Quarks usw usw. dann sollte man nicht darauf bestehen, dass es feinstoffliches nicht gibt.


Wenn man dann wiederum davon aus geht, dass alles "materielle" recht vergäglich scheint, kann man den Sinn des Lebens durchaus nur als Zwischenstation erkennen oder aber man ist pragmatischerer Ansicht. Es ist halt vorbei wenn es vorbei ist.

Die Sache mit dem Bewußtsein einzelner Zellen kann ich so nicht wirklich nachvollziehen. Zellen funktionieren über Ladung und sicher haben da Quarks auch irgendwie eine Verbindung, aber Bewußtsein ist meiner Meinung nach etwas was eigentlich nur in einem Gehirn stattfinden kann. Eigentlich.

Wenn man dann aber davon ausgeht, dass ein Gehirn auch wieder irgendwie aus einzelnen Zellen besteht, die aber durch Elektroimpulse und chemische Vorgänge funktionieren, wird es dann schon kompliziert mit dem Entstehen von Bewußtem.

Wieso lebe ich und lerne und bewege mich und folge meinen Insinkten? Wieso habe ich einen bewußten Überlebensdrang? Evolution? Auch irgendwie ein komisches Thema. Der Sinn des Lebens ist die Evolution bis hin zur Erkenntnis über das feinstoffliche Dasein? Das überfordert meine momentanen philosophischen und naurwissenschafltichen Ansätze :mrgreen:


Richtig überlegt wäre es schon zu banal, das irdische Leben. Alles was wir so erleben und unsere Entwicklung über die Jahrhunderte, das wäre alles für die Katz nach dem Tod? Oder ist es im gesamten Universum wirklich so, Entstehung und Vergänglichkeit sind die Regel? Oder Entstehung und Umwandlung oder aber gar Schöpfung und Umwandlung oder: Was war das Universum bevor die Planeten sich materialisierten oder ist Materie wirklich eine Illusion?

Deine Frage Grobi und auch meine Frage nach dem Nichts ist schon berechtigt. Bisher ist die Entstehung des Universums nur eine Theorie und ob das aus einer anderen Dimension kommt oder ob es wirklch ein Nichts gab, ist und bleibt ein Rätsel.

Die Philosophen, wie auch die Wissenschaflter, haben dazu soviele Ansichten, dass mir schwindlig wird.

Irgendwie bin ich jetzt verwirrt. Vielleicht wird das wieder wenn ich morgen nocheinmal darüber sinniere. :mrgreen:

Ich sollte mir vorerst an MEINE Theorie halten: Das Leben ist eine Chance es redlich und zufrieden zu absolvieren. Ich sollte meine Energie und meine Gedanken meinen Mitmenschen und mir widmen, sodass ich es gut bis zum Ende bringe. Wenn mir dabei dann noch ein anderer Sinn einfällt, werde ich darüber berichten. Sollte sich der Sinn für mich erst nach dem Tode ergeben, werde ich versuchen, das irgendwie den dann Lebenden zuzusenden. Adelige spuken ja gerne mal ne?;)

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 22. Jan 2012, 15:25 
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Hi Baro !
Ich denke, wenn gesagt wir, Materie gäbe es nicht, meint man damit in der Regel, daß Materie nicht das ist, was wir uns allgemein darunter vorstellen. Sieht man sich die Materie genauer an, fällt schonmal auf, daß sie keineswegs kompakt ist, auch wenn sie so scheint. Betrachtet man dann noch den Aufbau von Atomen, wo zwischen Atomkern und Elekronen ein relativ großer Raum ist, kann einen schon dämmern, daß das, was wir meinen zu sehen, so nicht existiert.
Alte östliche Lehren bezeichnen Materie als vergängliche Illusion und sehen, wie wohl später dann Max Planck, eine geistige Kraft als Realität und Urkraft der Materie. Ob Bewusstsein oder Materie: Das Sein ist bloß eine äußere Erscheinungsform des Könnens.

Vom Bewußtsein einzelner Zellen habe ich nichts geschrieben. Mit dem Satz
"So wie jede Zelle DNS und RNS enthält, enthält auch jedes einzelne Bewußtsein (und darüberhinaus alles existierende) alle Komponenten des Universalbewusstseins, da die dem allem zugrunde liegende Energie immer eine Energie ist, die nie wirklich voneinander abgetrennt werden kann."
meinte ich, daß jedes (scheinbar) individuelle Bewusstsein im Grunde die Fähigkeiten des Universalbewusstseins besitzt. Die DNS in den Zellen diente hierzu lediglich als Vergleich.

Wenn ich nun meinem eigenen Geschreibsel folge, ist es natürlich auch zwangsläufig, daß ich davon ausgehe, daß Bewußtsein kein Gehirn benötigt, sondern andersrum.
Wenn ich vom Sein als äußere Form des Könnens ausgehe, erübrigt sich auch die Frage nach dem Entstehen von Bewusstsein, zumindest von individuellen Bewusstsein.

Ich bin Nichts. Und Nichts ist unbegrenztes Können.

Zitat:
Wieso lebe ich und lerne und bewege mich und folge meinen Insinkten? Wieso habe ich einen bewußten Überlebensdrang?

Wie ich bereits in meinem ersten Beitrag in diesem Thema behauptet habe, ist das Sein, sowohl das Virtuelle oder Geistige (hier noch als Übergang zwischen Können und Sein) als auch das Materielle, eine Zwangsläufigkeit. Eine nachvollziehbare Alternative gibt es nicht.
Der Überlebensdrang resultiert vielleicht bloß aus der Trennung von der Einheit und der Angst, wahrhaft und komplett zu sterben, oder zumindest der Unsicherheit, daß es so sein könnte. Vielleicht ist es auch einfach an einem frühen Punkt der Evolution eingebaut worden und an einem späteren Punkt verschwindet es wieder. Beide Möglichkeiten schließen sich auch nicht gegenseitig aus.

Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist, aber Evolution in Verbindung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens zu bringen, ist für mich schon nachvollziehbar und kann als etwas allgemeinerer Sinn allen Lebens durchaus auch mit einem spezielleren Sinn individuellen Lebens, sich seinem geistigen Ursprung bewusst zu werden, in Verbindung gebracht werden. Sobald wir das menschliche Dasein gemeistert haben, suchen wir vielleicht neue Herausvorderungen und die dazu benötigten Körper, die mehr Möglichkeiten zur Entfaltung bieten, liefert uns die Evolution. Keine Ahnung ob es wirklich so ist, vorstellbar wäre es aber.

Wie und warum nun das Universum entstand, erklärt mein Link ( :arrow: Quantenvakuum) sehr anschaulich. Zumindest sollten danach keine Fragen mehr offen sein.

Zitat:
Deine Frage Grobi und auch meine Frage nach dem Nichts ist schon berechtigt. Bisher ist die Entstehung des Universums nur eine Theorie und ob das aus einer anderen Dimension kommt oder ob es wirklch ein Nichts gab, ist und bleibt ein Rätsel.

Schade. Ich dachte eigentlich, mit meinen Beiträgen und dem Link hätte ich genau diese Frage aufgegriffen, Anregungen und mögliche Antworten gegeben.

Zitat:
Die Philosophen, wie auch die Wissenschaflter, haben dazu soviele Ansichten, dass mir schwindlig wird.

In solchen (und auch einigen weiteren) Fällen empfehle ich ja gerne den Quekelberghe (Renaud van Quekelberghe: Transpersonale Psychologie und Psychotherapie: Grenzenlose Grenze des Bewusstseins). Auch wenn bisher noch niemand meiner Empfehlung gefolgt ist, gebe ich noch nicht auf.

Gruß
Grobi

Edit 24-01.2012

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Do 26. Jan 2012, 07:04 
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Di 4. Okt 2011, 18:12

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42
der sinn des lebens für simon rattle
http://www.youtube.com/watch?v=fYB8ySWj ... re=related
Zitat:
Sei immer auf der Reise, aber glaube nicht, dass Du ankommst. Sobald Du denkst Du hast es, hast Du schon verloren. Denn es ist immer größer als das was man hat.

der sinn des lebens ist leben, das genügt schon. der sinn des sterbens ist sterben, und wenn weinen und lachen eins ist ist leben pur. meine übung dazu war jeru kabbal hier der vorspann seiner anregungen
http://www.youtube.com/watch?v=k44sri_9Q2M
http://www.youtube.com/watch?v=ynV9kRT9nog
diese übungen dazu habe ich mal ein jahr jeden tag eine stunde praktiziert mit totalen einsatz....
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Do 26. Jan 2012, 16:17 
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Fr 23. Sep 2011, 17:03

Beiträge:
3599
prometheus 141 hat geschrieben:
Sei immer auf der Reise, aber glaube nicht, dass Du ankommst. Sobald Du denkst Du hast es, hast Du schon verloren. Denn es ist immer größer als das was man hat.

Ja da sind wir wieder - wie kommt man in der Fülle zum Nichts und vom Nichts in die Fülle.
Zugegeben ein etwas schwieriger Weg. Doch genau dies wussten unsere Vorfahren auch schon und haben dies wohl irgendwie niedergezeichnet...mit verschiedene Hilfsmittel -
nach dem Denken entwickelten sich verschiedene DenkStile, nicht jeder für jeden geeignet - doch - wenn man so umschaut - jede Glaubensrichtung (ich nenne es mal so) - untererichtet - von dem SichSelbstEndecken...und das passiert nur durch die Liebe - so würde man zur Selbsterlösung kommen - aber unser EGO bremst :?
Wir wissen es - doch lassen es nicht zu...
Beide Seiten in uns anzuerkennen - wir leben nun mal in der Dualität - und könnten wir den Schatten in uns erkennen, würden wir wohl auch das Licht sehen.

War mal meine Antwort:

Zitat:
Ja und wenn wir glauben, den Sinn erfasst zu haben - wusch, schon wollen wir weiterdenken,
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