Aktuelle Zeit: Do 29. Jun 2017, 13:22
Unbeantwortete Themen | Aktive Themen

Foren-Übersicht » Das Tor zum Geist » Religion und Philosophie


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2011, 18:27 
Administrator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Di 2. Aug 2011, 17:36

Beiträge:
157
Als Dreieinigkeit verstehen Christen die Wesenseinheit von Gott-Vater, Gott-Sohn und Heiliger Geist. Alle drei Hypostasen*1 sind Gott, aber nicht als identische Personen. Ein Gemälde von Jeronimo Cosida verdeutlicht diese Vorstellung, indem Vater, Sohn und Heiliger Geist die Eckpunkte eines Dreiecks bilden. Die äußeren Verbindungslinien sind mit „non est“ beschrieben. In der Mitte des Dreiecks steht „deus“ und von dort gehen drei Linien zu den Eckpunkten, jeweils beschriftet mit „est“, so daß man aus diesem Bild lesen kann:
Der Vater ist nicht der Sohn, der Sohn ist nicht der Heilige Geist, der Heilige Geist ist nicht der Vater, Der Vater ist Gott; der Sohn ist Gott; der Heilige Geist ist Gott.
Bild
Quelle: Wikipedia; Copyright abgelaufen

Im Laufe der Zeit ist das Konzept der Dreieinigkeit von den meisten christlichen Kirchen übernommen worden, obwohl es sich nach heutigen bibelwissenschaftlichen Konsens nicht aus der Bibel ableiten lässt. Zwar gibt es Versuche, die Dreieinigkeit mit der Bibel zu begründen, doch können diese nicht überzeugen.
Verschiedene Formen der Trinitätslehren tauchen bereits in vielen vorchristlichen Lehren auf. Ihr Ursprung, oder zumindest den am weitesten zurückverfolgbaren Ursprung, findet sich in der indischen Mythologie. Dort wird die „Trinität Brahma, Vishnu und Shiva zusammengefügt zum Einen, dem Brahman (Neutrum), erschaffen und selbst schöpferisch durch Nari (die Mutter immerwährender Schöpferkraft)“. *2
Nari wiederum ist Bestandteil der ursprünglichen Trinität Brahma (göttlicher Geist) – Nara (männliches Prinzip) – Nari (weibliches Prinzip), entstanden aus Brahman-Dyaus, dem Ewigen, vergleichbar mit dem kabbalistischen En Soph. Erst aus der Verbindung dieser Prinzipien emaniert Viraj, der Sohn, der Logos oder das schöpferische Prinzip.*2
Im Christentum sind einige Elemente dieser Mythologie enthalten, allerdings sehr wahllos und offensichtlich ohne die dahinter liegende Bedeutung zu erkennen und wenn es im Johannes-Evangelium heißt: „Im Anfang war das Wort (Logos)“, so kann hier nicht wirklich vom Anfang die Rede sein, da der Logos ja erst aus der ersten Dreieinigkeit emaniert.

Warum war es für die Christen überhaupt notwendig, eine Dreieinigkeitslehre zu formulieren, mit der indischen Mythologie hatten sie schließlich nicht viel gemeinsam. Ihre Lehre hatten sie zumindest nicht direkt daraus entnommen.
Allerdings war man mit gewissen hellenistischen Vorstellungen konfrontiert. Die gebildete griechische Oberschicht war anfangs kaum für das Christentum zu gewinnen und war eher den eigenen Weisheitsschulen, insbesondere dem Neuplatonismus, zugewandt und so ist es sicher kein Zufall, daß die christliche Dreieinigskeitslehre ihren Ursprung im hellenistischen Alexandria hat und es ist anzunehmen, daß dort gewisse Einflüsse zu finden sind.

Schlüssel und Bindeglied stellt dann auch der Neuplatonismus dar, der nach Hegel eine Verschmelzung antiker abendländischer Philosophien mit orientalischen Prinzipien, nach Blavatsky durch die Kombination der Lehren Platons und Aristoteles mit der östlichen Kabbala, ein „Höhepunkt philosophischer Vollkommenheit“ war und das Göttliche im Zuge der Emanationslehre*3, allegorisch als dreifaltig beschrieb. Durch die Unzulänglichkeit der Sprache und die größtenteils selbst verschuldete Beschränktheit des Denkens ist diese Form der Mitteilung einer höheren Weisheit bis zu einem gewissen Punkt des Verstehens und gerade auch für die Masse immer noch die beste Möglichkeit eine Wahrheit zu vermitteln. Wichtig dabei ist bloß, daß man sich bewusst ist, daß hinter der äußeren Form eine innere Wahrheit liegt, die auf diese Weise offenbart werden kann, und, daß es sich in diesem Fall um Prinzipien handelt, die bloß zum besseren Verständnis personifiziert werden und keine wirklichen Personen . Zwar gibt es durchaus die Vorstellung, daß sich spätere Emanationen des Ursprünglichen auf der Erde inkarnieren können. Beispielsweise galt Krishna als Inkarnation Vishnus, allerdings ist Vishnu, wie bereits dargelegt, eine Emanation Brahmans, der wiederum durch das weibliche Prinzip Nari, ihrerseits Bestandteil der ersten Dreieinigkeit, hervorgebracht wurde. Doch kürzt die christliche Vorstellung das Ganze nun ab, vermischt es mit der Idee des Logos (Sohn) und bezeichnet das Ursprüngliche als Gott, zusammengesetzt aus den Hypostasen Vater Sohn und Heiliger Geist, wobei Jesus als Inkarnation des Sohnes gilt. Der Ursprüngliche Sinn hinter dieser Lehre, die untrennbar mit der Emanationslehre verbunden und bei den Neuplatonikern immer noch erkennbar war , ist durch die Entstellung der Lehre durch die Christen, die ihre esoterische Bedeutung offensichtlich nicht kannten, natürlich nicht mehr erkennbar.

So wurde die christliche Deutung der Trinität zum Dogma erhoben und die Neuplatonischen Lehren als Ketzerei verleumdet. Abweichende Deutungen innerhalb der Kirche, wie der zeitweise sehr populäre Arianismus, wurden auf das heftigste bekämpft und ihre Anhänger verfolgt und getötet.

Interessant ist noch, daß die Dreieinigkeit häufig als Dreieck mit dem Auge Gottes dargestellt wird. Das Auge selbst war in der Antike häufig Symbol für Licht- und Sonnengötter, wie beispielsweise das bekannte Auge des Horus. Auch gibt es einen Bezug zum bereits erwähnten En Soph oder Ain Soph. Ain bedeutet im Arabischen „Quelle“, kann aber auch „Auge“ bedeuten und wird auch in der Form eines stilisierten Auges dargestellt. Im Zoroastrismus wurde der allmächtige Gott Zurvan akarano auch schon Jahrhunderte vor dem Christentum symbolisch als Auge in einem Dreieck dargestellt.

*1 Hypostase siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypostase
*2 Blavatsky in „Isis“
*3 Emanation siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Emanation_(Philosophie)

_________________
x=0
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Do 15. Sep 2011, 16:20 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Also recht Bibelfest bin ich nicht und Theologie und Religionsgeschichte sind nicht gerade meine bevorzugten Gebiete.

Dennoch stelle ich mir bei deinem Thema die Frage: Warum Trinität? Weshalb spielt die Zahl drei eine Rolle. Wie kommt es dazu, dass man den Vater den Sohn und den Heiligen Geist nimmt um das ganze doch wieder in einem Ganzen nämlich Gott fest zu machen.

In anderen Religionen dargestellt ist es ja Weiblichkeit, Männlichkeit und das Göttliche.

Irgendwie ist mir das Ganze ein Rätsel und mir wirft sich die Frage auf, ob es denn nun einfach Auslegungssache ist, wie man seine Religion festigt und wie man versucht sie interessant erscheinen zu lassen.

Ich sehe da noch irgendwie willkürlich festgelegte drei Begriffe in der Trinität, denen ein gewisser Ausdruck verliehen wird.

Nun nochmal die Frage was hat es damit aufsich das Göttliche in die Trinitä aufzuteilen? Zum einen würde mich die Zahl 3 dabei interessieren und zum anderen warum in Monotheisteischen Religionen der Gott genau drei und überhaupt irgendwelche anderen irdischen Begriffe in sich vereint haben muß.

Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 17:17 
Administrator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Di 2. Aug 2011, 17:36

Beiträge:
157
Wie schon erwähnt, ist die Vorstellung der Dreieingkeit über den Neuplatonismus ins Christentum eingegangen. Der erste Christ, der die Idee der Trinität ins Christentum einbrachte, war Neuplatoniker, aber dazu mehr an anderer Stelle. Im Neuplatonismus spielt die Einteilung in drei Teile eine große Rolle. So geht man dort davon aus, das aus dem ursprünglichen to hen (das Eine), das durchaus mit dem ursprünglichen En Soph verglichen werden kann das nous (Geist, Intellekt) emaniert, woraus dann die Weltseele hervorgeht. Anfangs waren die Hypostasen im Christentum, genauso wie in ihrem Neuplatonischen Vorbild, noch nicht gleichgestellt. Aus diesen hierarchischen Komponenten stellt sich die geistige Welt zusammen.
Auch der Mensch besteht im Neuplatonismus aus drei Teilen, nämlich Körper, Seele und Geist.

Zitat:
In anderen Religionen dargestellt ist es ja Weiblichkeit, Männlichkeit und das Göttliche.


Genau. Die Ursprüngliche Trinität beinhaltete immer sowohl das männliche, als auch das weibliche Prinzip. Letzteres war das schöpferische Prinzip, welches die Christen später aber auch dem männlichen Prinzip zurechnen. Das dritte Prinzip war in der Regel das Geistige. Sowohl in der indischen Mythologie, als auch im Buch Dzyan werden sowohl die drei Prinzipien männlich-weiblich-Geist, als auch Vater-Mutter-Sohn als Trinität dargestellt. Was wir im Chistentum nun Vorfinden ist einfach eine Mischung davon. Woher diese Vorliebe für die drei kommt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, sie scheint den alten Hierophanten aber wohl wichtig gewesen zu sein. Ich denke, man muß sich dabei bewußt machen, daß hier sehr schwer fassbare und kaum mitteilbare Dinge versucht ausgedrückt zu werden. Dabei ist es vielleicht förderlich, die Dinge, wenn möglich, nicht weiter als in eine Dreiheit aufzuspalten, um das Fassungsvermögen des Adepten nicht zu überfordern. Auf dieser Stufe der Erkenntnis sollte es dann erstmal reichen, die drei als Wahrheit darzustellen, an späteren Punkten der Einweihung und des Verstehens ersetzt man diese Systeme dann durch komplexere Systeme, die man aber Anfags noch nicht lehren konnte, da dem Schüler die Grundlgen, um es zu begreifen, noch nicht bewußt waren.

Gruß
Grobi

_________________
x=0
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Sa 17. Sep 2011, 08:42 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Grobi hat geschrieben:
Dabei ist es vielleicht förderlich, die Dinge, wenn möglich, nicht weiter als in eine Dreiheit aufzuspalten, um das Fassungsvermögen des Adepten nicht zu überfordern. Auf dieser Stufe der Erkenntnis sollte es dann erstmal reichen, die drei als Wahrheit darzustellen, an späteren Punkten der Einweihung und des Verstehens ersetzt man diese Systeme dann durch komplexere Systeme, die man aber Anfags noch nicht lehren konnte, da dem Schüler die Grundlgen, um es zu begreifen, noch nicht bewußt waren.

Gruß
Grobi
Ok dass man das Verstehen der Welt, des Universums oder des Daseins immer versucht war zu erklären ist mir bekannt. Der Mensch alleine ist aber schon so Komplex, dass es mich wundert, dass man da nur auf eine Trinität kommt. Man hätte fast eine Dualität erwartet, das wäre natürlich noch viel primitiver gewesen.

Gut bleiben wir mal bei der Trinität und gehen davon aus, dass es den Menschen nach dem männlichen oder weiblichen Prinzip und dem Geiste oder der Seele gibt. Nun hast du ja schon selbst gesagt, dass da wohl etwas fehlt in den Versuchen etwas über das Universum und ggf auch über seine Entstehnung oder sein Bestehen erklären zu wollen.

Da sagtest du schon das En Soph, das Unendliche...Wenn man nun also eine Erklärung für das Dasein sucht oder dem was das Dasein ausmacht müßte zu den üblichen Trinitätsvermutungen noch zumindest die universelle "Vernetzung" kommen. Wir sind nicht nur wir alleine. Da ja Wissenschaftler mitlerweilen schon festgestellt haben, dass es KEINEN freien Willen gibt und all unser Handeln uns somit auch unser Dasein irgendwie mit allem Möglichen in Verbindung stehnen, kann man das wohl nicht nur einer Seele in uns zuschreiben oder? Ich glaube unser Körper alleine ist schon mehr als nur männliches mit weiblichem Prinzip zusammen. Da gibt es noch andere Dinge wie: ich nenne es mal das Gute und das Böse, welches man nicht in weiblich und männlich Klassifizieren kann. Dann gäbe es noch das Kranke und das Gesunde, wie im Geiste so auch im Körper.

Die Hierophanten waren wohl damals nicht besonders Einfallsreich oder sie wollten die Einfachheit. Nun frage ich dich Grobi, wenn man dann von der Trinität gehört hatte, gab es dann noch weitere Lehren, die eben noch anderes Einschließen, um dann eben die Trinität als zu einfach darzustellen?

Dann habe ich noch eine Frage, was du mit den Adepten meinst. Von welcher Lehre gehst du dabei aus? Sind wir da jetzt bei der Theosophie angelangt wie ich vermuten würde?

Deine Definition oder deine Erklärung für den "Hierophanten" würde mich auch noch interessieren. Da ich ja wie du weißt gerne mit dem Tarot umgehen (Hierpphant die Nr.V in der großen Arkana) interessiert es mich brennend, als wen oder was du den Hierophanten sehen würdest und aus welcher Lehre oder von welcher Anlehnung einer Definition du dabei aus gehst. Oder meintest du einfach nur den Hohen Priester aus der griechischen Mythologie?

Soooo nun hast dus...grins...Wer so ein schweres, Umfangreiches Thema anzettelt muß mit vielen, vielen merkwürdigen Fragen und Ausführungen rechenen ;)

Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 11:43 
Administrator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Di 2. Aug 2011, 17:36

Beiträge:
157
BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:

Gut bleiben wir mal bei der Trinität und gehen davon aus, dass es den Menschen nach dem männlichen oder weiblichen Prinzip und dem Geiste oder der Seele gibt. Nun hast du ja schon selbst gesagt, dass da wohl etwas fehlt in den Versuchen etwas über das Universum und ggf auch über seine Entstehnung oder sein Bestehen erklären zu wollen.

Da sagtest du schon das En Soph, das Unendliche...Wenn man nun also eine Erklärung für das Dasein sucht oder dem was das Dasein ausmacht müßte zu den üblichen Trinitätsvermutungen noch zumindest die universelle "Vernetzung" kommen. Wir sind nicht nur wir alleine.



Ich würde, zumindest bei der Neuplatonischen Version der Trinität, nicht unbedingt sagen, daß etwas fehlt, sondern daß es eine Vereinfachung ist. Den vernetzenden Aspekt finden wir in der Weltseele, die alles Materielle durchdringt und somit miteinander in Beziehung setzt. Die christliche Trinität hingegen ist tatsächlich unvollständig.

Zitat:
Da ja Wissenschaftler mitlerweilen schon festgestellt haben, dass es KEINEN freien Willen gibt und all unser Handeln uns somit auch unser Dasein irgendwie mit allem Möglichen in Verbindung stehnen, kann man das wohl nicht nur einer Seele in uns zuschreiben oder? Ich glaube unser Körper alleine ist schon mehr als nur männliches mit weiblichem Prinzip zusammen. Da gibt es noch andere Dinge wie: ich nenne es mal das Gute und das Böse, welches man nicht in weiblich und männlich Klassifizieren kann. Dann gäbe es noch das Kranke und das Gesunde, wie im Geiste so auch im Körper.


Ich glaube nicht, daß sich die momentane Tendenz, den freien Willen vollkommen in Abrede zu stellen, langfristig durchsetzen wird. Durchdrungen von der Weltseele, dem Heiligen Geist, oder wie immer man das nennen will, bestehen wir zum guten Teil, wenn nicht sogar komplett, aus Möglichkeiten, was ja einen freien Willen voraussetzt. Je weniger wir uns dessen bewußt sind und je größer unsere Trennung davon, desto geringer fällt natürlich der freie Wille aus.
Das Gute und das Böse als absolute und objektive Begriffe sind auch bloß Vereinfachungen, die es so nicht gibt. Genauso wie das Kranke und das Gesunde sind sie nur scheinbare Formen, die letztendlich auf Irrtum und Erkennen zurückgehen. Die Vorstellung vom Guten und Bösen ist bis zu einem bestimmten Punkt durchaus nützlich, kann aber auch mißbraucht werden, ebenso, wie die Vernunft.

Zitat:
Die Hierophanten waren wohl damals nicht besonders Einfallsreich oder sie wollten die Einfachheit. Nun frage ich dich Grobi, wenn man dann von der Trinität gehört hatte, gab es dann noch weitere Lehren, die eben noch anderes Einschließen, um dann eben die Trinität als zu einfach darzustellen?


Och, ich finde schon, daß die alten Hierophanten einfallsreich waren. Das muß man wohl auch sein, wenn man es schafft, so komplizierte Abläufe und Zustände in so einfacher Form wiederzugeben, daß es dem Adepten erlaubt, darüber Erkenntnisse über höhere Dinge zu erlangen.
Die weitergehenden Lehren, die du ansprichst gab es und gibt es zumindest teilweise noch heute. Die bekannteste Schrift dürfte dabei wohl das Sefer Jetzira sein, das mir allerdings weit weniger authentisch zu sein scheint, als das durch Blavatsky bekannt geworden Buch Dzyan (http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/dzyan.htm).
Zu den darin verwendeten Zahlen gibt Blavatsky zu bedenken:
"Im Buche des Dzyan, wie in der Kabalah, sind zwei Arten von mathematischen Ausdrücken zu studieren – die Figuren, die oft einfach Blenden sind, und die heiligen Zahlen, deren Werte den Occultisten insgesamt durch Initiation bekannt sind. Die ersteren sind bloß konventionelle Glyphen, die letzteren die Grundsymbole vom Allem. Das heißt, die einen sind rein physisch, die andren rein metaphsysisch, und beide stehen zu einander im Verhältnis von Materie zu Geist – den äußersten Polen der Einen Substanz."


Zitat:
Dann habe ich noch eine Frage, was du mit den Adepten meinst. Von welcher Lehre gehst du dabei aus? Sind wir da jetzt bei der Theosophie angelangt wie ich vermuten würde?

Deine Definition oder deine Erklärung für den "Hierophanten" würde mich auch noch interessieren. Da ich ja wie du weißt gerne mit dem Tarot umgehen (Hierpphant die Nr.V in der großen Arkana) interessiert es mich brennend, als wen oder was du den Hierophanten sehen würdest und aus welcher Lehre oder von welcher Anlehnung einer Definition du dabei aus gehst. Oder meintest du einfach nur den Hohen Priester aus der griechischen Mythologie?


Der Hierophant ist einfach als eingeweihter Lehre und der Adept als Schüler dieser Einweihungslehren gemeint.
Daß wir bei Untersuchen dieser Lehren direkt bei der Theosophie angelangt sind, sehe ich auch so.

Zitat:
Soooo nun hast dus...grins...Wer so ein schweres, Umfangreiches Thema anzettelt muß mit vielen, vielen merkwürdigen Fragen und Ausführungen rechenen ;)

Gruß

Baroness


Ich will mich ja auch gar nicht beschweren. Hoffe meine Antworten kontten behilflich sein.

Gruß
Grobi

_________________
x=0
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: So 18. Sep 2011, 17:48 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Sooo nun haben wir also festgestellt, dass die Trinität ansich eine Vereinfachung von Komplxen Dingen wie dem gesamten Universum sind.

Nun bin ich noch nicht ganz im Bilde darüber, ab wann genau man in der Theosophie gelandet ist. Kannst du dich an unsere damalige Diskussion im Eso erinnern? Da waren wir uns so garnicht wirklich einig darüber WAS genau Theosophie ist.

Da du ja selbst beschrieben hast, dass sie aus mehrern Einflüssen besteht aber dann doch ablehntest, dass eigentlich jeder Mensch der ein bißchen weiter als bis zum Tellerrand blickt Theosoph sei, würde ich dich bitten uns deine Sicht um die Beschreibung der Theosophie noch einmal mitzuteilen.

Dafür hätten wir zwar einen anders Forum hier, wenn es not tut kann man den Beitrag dann ja verschieben oder man kann dann nochmal die Trinität mit einbauen.

Ich bin gespannt.

Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 15:49 
Administrator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Di 2. Aug 2011, 17:36

Beiträge:
157
BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
Sooo nun haben wir also festgestellt, dass die Trinität ansich eine Vereinfachung von Komplxen Dingen wie dem gesamten Universum sind.


Richtig. Diese eigentlich ganz banale Erkenntnis bleibt allerdings vielen Gläubigen ihr ganzes Leben verwehrt.

Zitat:
...Da du ja selbst beschrieben hast, dass sie aus mehrern Einflüssen besteht aber dann doch ablehntest, dass eigentlich jeder Mensch der ein bißchen weiter als bis zum Tellerrand blickt Theosoph sei, würde ich dich bitten uns deine Sicht um die Beschreibung der Theosophie noch einmal mitzuteilen.



Habe dafür mal ein Thema im Theosophie-Forum aufgemacht: klick

Und nun zurück zur Dreieinigkeit:

Wie bereits erwähnt lässt sich das Konzept der Dreifaltigkeit nicht aus der Bibel ableiten. Allerdings hindert dies Theologen nicht daran, es trotzdem zu behaupten. So wird Jesus Aussage in Joh.10,30 „Ich und der Vater sind eins“ gerne als Hinweis auf die Dreifaltigkeit (naja, zumindest auf 2/3 davon) angegeben, doch schon allein die Tatsache, daß hier nicht „einer“, sondern „eins“ steht, sollte misstrauisch machen. Letzte Zweifel, daß Jesus sich hier nicht auf eine göttliche Dreifaltigkeit bezogen hat, werden noch im gleichen Evangelium ausgeräumt. In Joh. 17,20-22 sagt Jesus nämlich: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir.“

Weiter ist unter Vertretern der christlichen Lehre der Hinweis auf den Anfang des Johannes-Evangeliums beliebt. Hier heißt es: „Im Anfang war das Wort, /und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.“ (Joh. 1,1). Weiter heißt es in Joh. 1,14: „Und das Wort ist Fleisch geworden / und hat unter uns gewohnt, / und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, / die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, / voll Gnade und Wahrheit.“ Wieder geht es hier ausschließlich um das Verhältnis zwischen Jesus und Gott, vom Heiligen Geist ist keine Rede. Auch ist die Schlussfolgerung Gott=das Wort=Jesus sehr fraglich. Was hier als Gott übersetzt wird, ist das griechische Wort „theos“, allerdings heißt „theos“ alleine genommen nur soviel wie „ein Gott“. Wenn „der Gott“ gemeint ist, steht in der Übersetzung „ho theos“. Und so steht im Johannes-Evangelium auch stets „ho theos“, wenn von dem einen Gott die Rede ist. Nur an der Stelle, die mit „und das Wort war Gott“ übersetzt wird, findet sich der Begriff „theos“ ohne ein „ho“ davor. Außerdem erlauben sich die Übersetzer noch eine andere Freiheit, indem sie den Satzbau umdrehen, so daß der Vers besser mit „und ein Gott war das Wort“ übersetzt wird, was man auch als „göttlich war das Wort“ verstehen kann. Allerdings ist auch die Übersetzung von „logos“ mit „Wort“ nicht ganz korrekt, doch würde das für diese Betrachtung zu weit führen. Es sei aber noch angemerkt, daß sich schon Goethe mit der sehr zweifelhaften Übersetzung der Christen beschäftigt hat. In seinem Faust lässt er den Protagonisten sagen:
Zitat:
Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“
Hier stock’ ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muss es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Dass deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh’ ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!


Die sogenannte Taufformel schließt auch den Heiligen Geist ein. In Mat. 28,19 sagt Jesus: „Darum geht zu den Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Dies als Hinweis auf die christliche Dreieinigkeit zu werten, ist allerdings nicht nachvollziehbar. Wenn ich sage, ich bin hier im Namen von Fred, Willi und Heidi, sagt dies auch in keiner Weise aus, daß Fred, Willi und Heidi Bestandteil einer einzigen Person sind. Außerdem gibt es gute Gründe, an der Authentizität dieses Verses zu zweifeln. Es ist die einzige Stelle im gesamten Neuen Testament, in der diese Taufformel genannt wird. In der Apostelgeschichte wird mehrfach von der Taufe „im Namen Jesu Christi“ und „im Namen des Herrn Jesus“ gesprochen. Da nicht anzunehmen ist, daß Jesu Jünger sich einfach über seine Anweisungen hinwegsetzten, erhärtet sich der Verdacht, daß sich dieser Vers erst nachträglich eingeschlichen hat.
Zwar enthalten alle heute bekannten Handschriften des Matthäus-Evangeliums die trinitarische Taufformel, doch wird von Eusebius auch eine andere Variant zitiert. So zitiert er Mat. 28,19 mehrmals sowohl mit, als auch ohne diese Taufformel. Es ist aber bezeichnend, daß Zitate mit der Taufformel ausschließlich in Schriften vorkommen, die Eusebius nach 325, dem Jahr in dem das erste Konzil von Nicäa stattfand, veröffentlicht hat. In allen Schriften, die er davor veröffentlichte gibt es keine trinitarische Taufformel in diesem Vers.
Auch der syrische Kirchenvater Aphraates zitiert den Vers ohne jegliche Taufformel. Bei ihm heißt es einfach: „Macht zu Jüngern alle Völker und sie werden an mich glauben".

_________________
x=0
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Sa 1. Okt 2011, 10:34 
Offline

Registriert:
Fr 30. Sep 2011, 12:50

Beiträge:
85

Wohnort:
bei Regensburg
Tja, an der Dreieinigkeit schieden sich die Geister, könnte man wohl sagen, zumindest 325 n.C. schied sich damals die arische Christenheit von den "apostolischen Christen", wenn ich das noch richtig im Kopf hab.

Dieses Thema berührt eine ganze Menge und Grobi hat dazu ja schon einiges gesagt. Bevor ich nun ein paar meiner Gedanken zur Dreieinigkeit vorstelle, möchte ich eine Frage in den Raum stellen:
"Ist die Dreieinigkeit ein Konzept oder eine Realität?"

Meine Meinung dazu ist, daß wir "aufgeklärten Menschen" uns oft schwer tun, Tatsächlichkeiten/die Wirklichkeit zu verstehen, weil wir meist andere, komplizierte Konzepte im Kopf tragen, welche uns den Blick auf die "Wahrheit/Wirklichkeit" verstellen.

So, und was ist nun dran an der Dreieinigkeit?
Um die Spannung noch ein wenig zu erhalten, möchte ich mal sagen, daß an der Dreieinigkeit ALLES UND NICHTS dran ist :P

Ahh, ich höre den geneigten Leser rufen:
"Na toll, das ist ja nu mal ne fundierte Antwort",
also werd ich wohl nun erklären müssen, was ich damit meine...

Vorneweg:
Viele Wahrheiten sind von "Kirchenvätern" verdreht worden, um die Wahrheit zu verschleiern und Erkenntnis zu verunmöglichen.
Die Anfänge dazu waren schon vor dem ersten Konzil in Niccäa, und wurden mit diesem erst "amtlich".

Grobi hat den arischen Glauben schon angesprochen, meines Wissens nach waren die Vandalen der letzte Stammesverband, der diesem Glauben angehörte. Schon hier sieht man die Wahrheitsverdrehungen der ersten "Kirchenväter und Geschichtsschreiber", denn die Vandalen waren um einiges besser als ihr Ruf und vor allem waren sie m. E. damals die letzten echten Christen, weil sie keinen "intellektualisierten, kirchlichen-apostolischen" Glauben, sondern den LEBENDIGEN GLAUBEN hatten.

An der Dreieinigkeit vollzog sich die "Kirchenspaltung", weil eben die ersten Päpste auf dem Konzept der Dreieinigkeit bestanden.

Deswegen meine Bitte:
Verwechselt nicht das tatsächliche EINS-SEIN von Gott, Jesus und Hl. Geist mit dem Konzept der Dreieinigkeit!

Ich erkläre das mal soo:
Der Mensch ist eine Einheit aus Seele, Geist und Körper, also ist auch der Mensch eine Dreieinigkeit (Zwischenruf: "muss er ja auch sein: Wie oben, so unten, der Mensch ist nach dem Ebenbilde Gottes geschaffen...")
Die Kirchenväter haben dieses Konzept jedoch verdreht, und haben Jesus von Gott und vom hl. Geist getrennt, und das ist genauso, als würde ich nun mit Grobi sprechen und ein Zuseher sagt: "Loki hat mit dem Körper von Grobi gesprochen".
Versteht Ihr, was ich meine?
Ich kann Grobi nicht "trennen" in Körper, Geist und Seele, denn um mit ihm zu sprechen muss "mein Geist durch meinen Körper fliessen" = ich muss sprechen, und im besten Falle vermittelt mein Geist durch meinen Körper Botschaften meiner Seele. Und beim Zuhörer ist das genauso: Der Körper empfängt sinnlich die Botschaft, die dann vermittels des Geistes der Seele einverleibt werden kann.

Man kann also nicht trennen zwischen Seele, Geist und Körper, und genausowenig kann man Gott in Vater-Hl.Geist-Sohn auftrennen, obwohl es eine "Realität" ist, daß diese Drei Eins sind.

Der Vater ist die "All-Seele",
der Geist ist das, was aus dem Vater wirkt, also das WORT,
und das Wort ist Fleisch/Körper geworden in Jesus Christus.

Noch ein Zwischenruf, bevor ich noch etwas tiefer in dieses Mysterium eindringe:
Bitte denkt aufgrund der vielen Worte, die ich hier mache, nicht, daß das Alles so schwer zu verstehen ist. - ich will damit sagen, daß das Alles eigentlich total einfach und logisch ist, wenn man nicht irgendwelche aufoktroyierten Denkkonzepte und Worthülsen im Kopf hat.

Gut. Warum aber DREIeinigkeit?

Denkt mathematisch/geometrisch, und es wird klar:

1 . ist Gott, der Punkt/die Einheit, wo Alles enthalten ist.
2 _ ist der Geist, ein zielgerichteter Strich, der Wille, Logos
3 A ist die erste Räumlichkeit, der "Körper der Dreieinigkeit",
und aus dieser Dreieinigkeit entstand dann die
4 die materielle (Mater = Mutter) Schöpfung und in dieser die
5 das magische Wesen, der Mensch...

eine - vielleicht die grösste - Frage bleibt noch...

... wo war der Körper der Dreieinigkeit vor der Fleischwerdung in Jesu?

Wer genau aufgepasst hat, weiss es :P

Zwischenruf: An dieser Stelle erscheint es mir geeignet, eine Annäherung an die Unendlichkeit Gottes zu machen gg

Notabene: Ich sag Euch nun "die Wahrheit", soweit ich sie bisher begreifen konnte:

Dieses gesamte Universum, in dem wir leben, erscheint relativ gross, ist aber begrenzt, ähnlich einer Zelle im menschlichen Körper. Und - wie oben so unten - diese ganze "Universum-/All-zelle" (Hülsenglobe, -> J. Lorber) ist nur eine von unzähligen anderen All-Zellen, die wiederum zusammen, - wie die Körperzellen eines Menschen, einen grossen Engel ausmachen, nämlich Lucifer, den gefallenen Engel, bzw. der Engel, der sich so weit von Gott entfernt hat, daß er in die Materie fiel, das bedeutet: Lucifer ist diese Materie, da sein Lichtkörper "gefroren ist" -> A. Einstein: "Materie ist eigentlich nichts anderes als gefrorenes Licht."

Also: Dieses gesamte Universum ist nur eine winzige Zelle im "All-Menschen", und dieser All-Mensch ist die Gesamtheit der "Materie", des "gebundenen Feststoffes" und ja: Gott scheint Vielfalt und exponentiale Steigerungen wirklich zu lieben ;-)
Denn Lucifer war/ist zwar ein Erzengel, hatte also einen seehr grossen Lichtkörper aus dem Materie entstehen konnte, aber er war ja nur einer von vielen Erzengeln und Lucifer fiel ja aus einer geistig-himmlisch-feinstofflichen Welt hinaus, und nun kann man beginnen, sich eine ungefähre Vorstellung von der Grösse der geistigen Schöpfung zu machen ;)

So, nicht daß Ihr noch meint, ich hab total den Faden verloren :P
aber ich war ja grad bei der Frage, wo denn nun der Körper Gottes vor der Fleischwerdung in Jesu war. Weil: Vor der Fleischwerdung in Jesu war der Körper Gottes die Gesamtheit aller geistigen und materiellen Schöpfung, und von dem her fiel es Ihm auch schwer, sich mit seinen Geschöpfen zu unterhalten, weil Er einfach zu gewaltig war. Im AT sprach Er ja noch durch Metatron, das "Sprachrohr Gottes".
Dies Bild zeigt es eigentlich ganz gut:
Bild
Die Dreieinigkeit/geistige Schöpfung ist oben, und die (rechteckige) materielle Schöpfung ist unterhalb, hierher fiel Lucifer, der Adam Kadmos, und hier inkarniert der Adam Anthropos (Mensch), und hier inkarnierte auch Gott selbst.

Und weil Er inkarnierte, hat Er seitdem auch einen (feinstofflichen) Körper, mit dem Er sich seinen Geschöpfen "von Angesicht zu Angesicht" mitteilen kann!
Das war nämlich der Sinn der ganzen Sache.


und jetzt kommts auf den Nachsatz au nimmer drauf an :D
Die Dreieinigkeit als "geistig-himmlische" Welten gedacht und
nach unten gespiegelt als "menschlich-höllische" Welten dazu
sind wir bei der Merkaba und der materiellen Welt innerhalb der nach oben und nach unten gerichteten Pyramiden, innerhalb der Polaritäten, aber das ist dann ein wirklich anderes Thema :-)
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Sa 1. Okt 2011, 18:16 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Ich weiß nicht ob ich mit meiner Antwort deinem ausführlichen Post hier gerecht werden kann. Ich möchte da einmal einige Begriffe herausfiltern und um Erklärung und Ansichten bitten.

Zunächst möchte ich einmal über den arischen Glauben reden. Da sollen die Vandalen die letzen gewesen sein, welche diesen lebten? Soweit ich weiß beschäftigen sich die Theosophen heute noch damit.


Als nächstes würde mich interessieren wie du darauf kommst, dass das Universum begrenzt sei? Der Körper ist in seiner materiellen Hülle begrenzt. Beim Geiste und eventuell in der Esoterik und gar wenn du beschreibst: "der Mensch das magische Wesen", sieht es schon anders aus mit Begrenzung. Meiner Meinung nach gibt es keine wirkliche Begrenzung. Grenzen gibt es die man sich selbst setz und manches mal auch setzen sollte, damit keine negativen Extreme bestehen aber ansonsten sind Begrenzungen eher für und von den Menschen erdache "Hilfslinien" um noch ein wenig Orientierung zu behalten ;)


Kommen wir nun zum Kernpunkt der Dreieinigkeit.

Alleine schon deine Beschreibung:
Zitat:
1 . ist Gott, der Punkt/die Einheit, wo Alles enthalten ist.
2 _ ist der Geist, ein zielgerichteter Strich, der Wille, Logos
3 A ist die erste Räumlichkeit, der "Körper der Dreieinigkeit",
und aus dieser Dreieinigkeit entstand dann die
4 die materielle (Mater = Mutter) Schöpfung und in dieser die
5 das magische Wesen, der Mensch...
ist so dargestellt, dass TRINITÄT eben nicht gegeben ist.

Wenn du damit die Dreidimensionalität ansprechen möchtest, läßt du aber ausser Acht, dass es evtl. noch mehr Dimensionen gibt.

Grundsätzlich ist mir die Trinität. egal wie sie bisher beschrieben wurde und versucht wurde sie zu erklären, ein wenig kurz gegriffen. Grobi meinte dazu schon, sie wäre eine einfach Zusammenfassung und Erklärung für Adepten.

Genausowenig wie es reine Dualität gibt, gibt es Trinität. Man kann sich Trinität zusammenbasteln, wie immer man sie auslegen möchte. Die Motive sind wohl verschiedenartiger Natur.

Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Christliche Dreieinigkeit
BeitragVerfasst: Sa 1. Okt 2011, 23:42 
Offline

Registriert:
Fr 30. Sep 2011, 12:50

Beiträge:
85

Wohnort:
bei Regensburg
Hallo Baronesse,

Zitat:
... möchte da einmal einige Begriffe herausfiltern und um Erklärung und Ansichten bitten.
na, mal sehen, was ich dazu sagen kann ;-)

Zitat:
Zunächst möchte ich einmal über den arischen Glauben reden. Da sollen die Vandalen die letzen gewesen sein, welche diesen lebten? Soweit ich weiß beschäftigen sich die Theosophen heute noch damit.
Ich meinte ja nicht, daß der arische Glaube ausgestorben ist, ich schrieb nur, daß die Vandalen "der letzte Stammesverband" im Sinne einer Gemeinschaft war, und die darüberhinaus den Glauben auch noch wirklich lebten, im Gegensatz zu heutigen Theosophen, die sich m. E. eher intellektuell damit beschäftigen.
Wär schön, wenn ich mich da irre :-)

Zitat:
Als nächstes würde mich interessieren wie du darauf kommst, dass das Universum begrenzt sei? Der Körper ist in seiner materiellen Hülle begrenzt.
Ich denke sehr wohl, daß unser Universum begrenzt ist, es ist ja "auch nur ein materieller Körper", bzw. eine Zelle davon.
"Wie oben, so unten":
Ein Atom ist in seinen Abmessungen begrenzt,
genauso ein Molekül, eine Zelle, ein Organ, ein Wesen, ein Planet, jedes Sonnensystem und jede Galaxie und jedes Universum.

Im Vergleich zu Adam Anthropos, dem Menschen, ist unser Universum ganz schön gross, im Vergleich zu Adam Kadmos dagegen ist es sehr sehr klein.

Zitat:
Beim Geiste und eventuell in der Esoterik und gar wenn du beschreibst: "der Mensch das magische Wesen", sieht es schon anders aus mit Begrenzung.

m. E. gibt es auch beim Geist Grenzen - und wenn es nur Grenzen der Erkenntnisfähigkeit sind - die aber alle überwunden werden können und sollen ;-)

Zitat:
Meiner Meinung nach gibt es keine wirkliche Begrenzung.

Eines meiner Lieblingbilder zur Veranschaulichung:
Bild
Dies Bild/die Spirale zeigt die exponentialen Steigerungen und die ewig neuen, grösseren "Räume", die beschritten werden können, wenn die dazwischenliegenden Grenzen gemeistert wurden.

Zitat:
Alleine schon deine Beschreibung ... ist so dargestellt, dass TRINITÄT eben nicht gegeben ist.

Das meinte ich oben: Die Dreieinigkeit "ist gegeben", aber eben so selbstverständlich, daß man nicht drüber reden muss.
Nochmal:
Im Idealfall schreiben die Finger meines Körpers das, was mein Geist als die Stimme meiner Seele wahrzunehmen vermeint.

Wenn Du diesen Text liest, dann lesen Deine (körperlichen) Augen, und Dein Geist ent-scheidet, wohin diese Information fliessen kann, ob sie also nur bis zu Deinem Intellekt durchdringt, oder ob Du vermagst, Gelesenes bis zu Deiner Seele durchdringen zu lassen.

Das hat was mit "rechter und linker Hirnhälfte", mit "Verstand und enterischem Nervensystem" und mit "Ego und Überbewusstsein" zu tun, und würde den Rahmen dieses Threads nun sprengen.

Auf jeden Fall lässt sich nicht trennen, ob nun mein Körper, mein Geist oder meine Seele gerade schreibt, weil ich eine "Einheit" aus diesen Dreien bin. Und genauso untrennbar ist der Vater mit dem Alles durchwirkenden Geist und mit dem Körper, Jesus Christus, verbunden.

Zitat:
Wenn du damit die Dreidimensionalität ansprechen möchtest, läßt du aber ausser Acht, dass es evtl. noch mehr Dimensionen gibt.
Es gibt nicht nur eventuell noch mehr Dimensionen, sondern ganz sicher, - jedoch: Sie haben m. E. mit der Dreieinigkeit nix zu tun, weil die Dreieinigkeit über den Dimensionen steht, oder genauer: Sie ist die allerhöchste Dimension, weit über der 4., 5., 6... hinaus.

Zitat:
Grundsätzlich ist mir die Trinität... ein wenig kurz gegriffen. Grobi meinte dazu schon, sie wäre eine einfach Zusammenfassung und Erklärung für Adepten.
Dem würde ich widersprechen.

Der Begriff LOGOS kommt nicht von ungefähr, denn es steckt ein hohes Maß an Ordnung/Logik/Geometrie in der Schöpfung. Und dieser Logos wirkt durch unterschiedliche Kräfte. Du sagst zwar:
Zitat:
Genausowenig wie es reine Dualität gibt, gibt es Trinität.

Aber wieder möcht ich widersprechen

Kennst Du die Merkaba?
Bild
und weisst Du, daß durch die ständige Bewegung der zwei "Dreiecke" (pyramidenförmige Magnetfelder) umeinander sich sekündlich aufs Neue die Trinität in der Dualität in Dir ausdrückt?

Zitat:
Man kann sich Trinität zusammenbasteln, wie immer man sie auslegen möchte. Die Motive sind wohl verschiedenartiger Natur.

Es geht hier nicht darum, etwas im Nachhinein hinzubiegen bis zum Brechen, sondern darum, die Wahrheiten zu erkennen, - egal, ob sich diese Wahrheit im Yin-Yang-Symbol der Dualität oder im Sechsstern oder als heilige Zahl 7 zeigt: alle diese Symbolik sagt das Gleiche:

Auf dieser Erde sind wir den Einflüssen einer hellen und einer dunklen Macht ausgesetzt und es liegt am Geist des jeweiligen Menschen selber, wohin er sich wendet.

Und noch was: Wenn Ihr meint, "diese Geschichte der Dreieinigkeit" wär vielleicht einfach ne Vereinfachung für Adepten, - dann zieht doch bitte auch mal in Betracht, ob Ihr vielleicht zweifach kompliziert denkt :P

LG

P.S.: So/Mo Kurzurlaub, werd nicht so schnell wieder zum Antworten kommen, deswegen...
schöne Tage
:D
Nach oben
  Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Foren-Übersicht » Das Tor zum Geist » Religion und Philosophie


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron