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 Betreff des Beitrags: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: So 25. Sep 2011, 13:33 
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Theosophia hat geschrieben:
Castanedas hat auch eine gewisse Erklärung von der Mystik, er nannte es >>die Blase der Wahrnehmung......
erklärbar mit/in Worten, wird relativ schwierig werden/sein.

Faszinierend. Ein altes Zen-Sprichwort drückt diesen Gedanken mit folgendem Satz aus: "Wenn ein Taschendieb den Buddha auf der Straße trifft, sieht er nur dessen Taschen."*1
Erinnert mich außerdem sehr an gewisse Mithrasdarstellungen.

Bild
Quelle

Dieses Relief der berühmten Stiertötungsszene aus den Mithras-Mysterien, ehemals in Osterburken, heute im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe, zeigt links unten einen Mithraskopf in einen (wolkigen) Kreis. Mithras wird hier als Kleinkind oder Säugling dargestellt, ebenso wie in einigen Abbildungen seiner Felsgeburt, welche mit dieser Darstellung in Verbindung zu stehen scheint.

Bild
Felsgeburt des Mithras; Kultbildstütze aus Mithräum II von Güglingen. Quelle

So könnte nach Darstellung von Harald Strohm der wolkige Kreis um den Mithraskopf den "Hintergrund trüber Verschwommenheit, der die Kleinen während der ersten Lebenswochen in einem Abstand von 20 Zentimetern umgibt"*2 abbilden.
Dies wäre die erste Blase der Wahrnehmung, die jeder Mensch nach einigen Wochen, dargestellt durch die Felsgeburt des Mithras, durchbricht. Vielleicht soll die Felsgeburt aber auch dazu auffordern, die Blase der Wahrnehmung zu durchbrechen, in die wir in den folgenden Lebensjahren geraten. Ich denke, daß genau das tatsächlich der Hintergrund dieser Darstellung ist. Es gibt verschieden Möglichkeiten, diese aufzubrechen, sicher muß man nicht unbedingt wie Castanede zu Psychedelika greifen, ein erster wichtiger Schritt besteht schon darin, sich aufrichtig bewußt zu machen, daß diese Blase existiert und man sich diese selbst erschaffen hat. Als Filter besitzt diese auch eine nicht unwichtige Schutzfunktion. Man sollte sich also auch unbedingt bewußt machen, hat man die Absicht, sie aufzubrechen, daß damit auch die Schutzfunktion vernichtet wird, was zu gewissen Problemen führen kann.



*1 hier gefunden: http://www.nlp-insider.com/nlp-e-mail-training/texte/wahrnehmungsfilter.html
*2 Harald Strohm: Mithra oder Warum >Gott Vertrag< beim Aufgang der Sonne in Wehmut zurückblickte

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 16:39 
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Zitat:
Castanedas hat auch eine gewisse Erklärung von der Mystik, er nannte es >>die Blase der Wahrnehmung......
erklärbar mit/in Worten, wird relativ schwierig werden/sein.

Bild
Quelle: fg-deutschkurse.de
Wer den TON A wählt wie ein Kind was MAMA oder PAPA ruft, sieht die Blase, die den Menschen umhüllt, soweit er dieses Ei sehen kann, der A-TON (50) ergibt dieses WIR (50) sind füreinander da, und damit lockt das Kind die Eltern, ohne es zu wissen, aus der Kraft des Solaplexus also symbolisch der Sonne oder dem Licht in uns. In der Kabbala sind das die Summe der Pfade 24+26= 50 Also AIN+ NUN Wer ist das X und wer gibt den TON an, zum A-TON?




(Geändert von Grobi 18.10.2011)
Bitte bei Bildern unbedingt immer die Quelle angeben !
Es ist wesentlich mühsamer, wenn ich erst danach suchen muß, als wenn es der Beitragsersteller gleich tut.
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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: So 23. Okt 2011, 14:24 
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Die Kriegerin hat geschrieben:
Besserwisserin - auch so ein Los...da muss ich noch lernen..
Zitat:
Nr. 2 - das (Schein)Wissen
Die erste Frage, die bei einer derartigen Überschrift aufkommt, ist sicherlich, wie Wissen "Schein" sein kann. Wir sind doch in einer Zeit aufgewachsen, in der die empirischen Wissenschaften längst ihren kometengleichen Aufstieg erfahren haben. Wir vertrauen unser Leben der Schulmedizin an, wir nutzen Hightech, fahren Auto und fliegen bis zum Mars.
Castaneda nennt den zweiten Feind lediglich "Wissen", was aber leicht mißverstanden werden kann. Hier ist nicht empirisches Erfahrungswissen gemeint, sondern eher die Weigerung die persönlichen Vorurteile zu überprüfen.



Hallo Kriegerin !
So wie ich Castaneda einschätze, hat er hier durchaus auch empirisches Wissen gemeint. Wissen ist vergänglich. Alleine kann es nicht als spiritueller Lehrer fungieren. Daher ist alles Wissen, das frei von Erkenntnis ist, wertlos. Einzig die Erkenntnis gibt dem Wissen einen Wert als Lehrer, hebt es über die Vergänglichkeit und ermöglicht einen spirituellen Fortschritt.

Daß Wissen mit Erkenntnis verbunden ist, ist für die ersten Lebensjahre selbstverständlich. Warum fassen wir die Herdplatte an, obwohl wir gesagt bekommen, daß das weh tut ? Es ist nicht so, daß wir das nicht glauben, sondern der Drang nach Erkenntnis lässt sie uns anfassen. Hier lernen wir aber erstmal ausschließlich durch praktische Erfahrungen. Mit der Zeit sollten wir aber auch fähig sein, aus der Theorie zu lernen, schließlich soll ja nicht jede Erkenntnis mit einer schmerzlichen Erfahrung verbunden sein.
In den Mithras-Mysterien finden sich massenhaft Elemente aus den ersten drei bis vier Lebensjahren. Es überrascht, daß bisher noch kein Mithras-Forscher auf die Idee gekommen ist, daß diese Elemente allegorisch für ein späteres Heranreifen des Geistes gemeint sind. Natürlich war der Kult für seine Mitglieder nicht deshalb interessant, weil man hier die Erfahrungen der ersten Lebensjahre zelebrierte, sondern weil man durch diese Gleichnisse die Möglichkeit erfuhr, seinen Geist von einer kindlichen Stufe in höhere Bereiche wachsen zu lassen, damit man auch spirituell erwachsen würde.
Im Falle der Blase der Wahrnehmung heißt das, daß jegliche Erkenntnis diese Blase vergrößert oder an manchen Stellen durchlässiger werden lässt, je nachdem, wie man sich das vorstellen will. Je weiter wir unser Bewusstsein auf diese Weise öffnen, um so mehr verlieren einstmals wertvolle Werkzeuge, wie Dualität, Lokalität und schließlich sogar Materie ihre Bedeutung, die ja bloß durch die Trennung zustande kam und sich durch die Einheit auflöst.

Renaud van Quekelberghe (Danke Kriegerin, daß du mich auf den aufmerksam gemacht hast) kommt zu dem gleichen Ergebnis, das er so formuliert:

"Die Grenzenlose Offenheit des Bewusstseins läßt zwar Kausalität, Lokalität, Identität etc. zu; in ihrer Selbstbezüglichkeit offenbart sich aber diese Offenheit als nicht einholbar durch solche Konstrukte oder Denkmodalitäten."*1

Diese Konstrukte, die wir uns aufgrund unseres beschränkten Bewusstseins erschaffen, können uns aber durchaus helfen, die Grenzen der Wahrnehmung und des Bewusstseins zu erweitern. Wenn wir dann akzeptieren, daß sie keine absolute Wahrheit darstellen haben sie ihre Schuldigkeit getan und wir können sie ablegen, was in der Praxis allerdings fast unmöglich erscheint. Wer aber, auf welchen Weg auch immer, mit den Grenzen seines Bewusstseins in Kontakt gekommen ist, zieht sich entweder wieder zurück in die Enge seines Bewusstseins, oder er ist nicht mehr bereit, diese Enge als Gefängnis seines Geistes zu akzeptieren und versucht aus dieser auszubrechen, genauso, wie die Kleinen, die während der ersten Lebenswochen den "Hintergrund trüber Verschwommenheit" wahrnehmen und nach einer klaren Sicht streben.

"Die grenzenlose Offenheit des individuellen Bewusstseins "tunnelt" sich durch die realen und imaginären Begrenzungen. Wenn jemand diese Tunnelung in seinem Selbstbewusstsein spürt, kann er nicht umhin, sich gegen jegliche, vorzeitig abgeschlossene Bewusstseinspsychologie zu wehren: Das Bewusstsein ist nur das oder jenes, etc. In der Sprache des Pseudo-Dionysius klingt das in etwa so:
Das Bewusstsein hat keine Form oder Gestalt, keine Qualität, Quantität oder Gewicht, hat keine lokalisierbare, sichtbare oder fassbare Existenz. Es ist weder sinnlich noch wahrnehmbar,...es erleidet keine Veränderung, keine Teilung, Entbehrung,etc.
Darüber hinaus: Das Bewusstsein ist weder ewig noch zeitlich, weder Bewegung noch Ruhe, weder Eins noch Einheit, weder falsch noch wahr etc. ...Die offene Weite des Bewusstseins ist vollkommen frei von jeglicher Begrenzung und ein für alle Mal unfassbar."

Wenn wir uns mit moderner Wissenschaft, insbesondere der Quantenphysik, und älteren Mystikern, wie z.B. Pseudo-Dionysius oder auch Meister Eckhart beschäftigen fallen uns häufig solche Übereinstimmungen auf. So stellt Quekelberghe einigen Aussagen der modernen Physik ein paar erstaunliche Aussagen Meister Eckharts entgegen. *2

"Der Diskurs des Pseudo Dionysius spiegelt m.E. Erfahrungen wieder, die jeder Bewusstseinsträger schon als Kind mit drei oder vier Jahren erlebt hat. Dh., lange vor dem Abschließen der formal operativen Stufe nach Piaget, gerade wenn das "Ich" noch nicht fest einprogrammiert ist, kann die Dreamtime-Modalität des Bewusstseins entdeckt werden."*1

Das ist sehr interessant im Zusammenhang mit meiner Behauptung zu den Mithras-Mysterien. Der Erwachsene wird aufgefordert, die Erfahrungen, die er bereits als Kind machen mußte, nun auf der nächsten Stufe noch einmal zu machen. Was als Kind für uns eine Zwangsläufigkeit war, machen wir nun scheinbar freiwillig, wobei man darüber streiten kann, ob man denn wirklich noch eine Wahl hat, wenn man erstmal ein wenig rübergeschaut hat. Wer sich dafür entscheidet, aus "Selbstschutz" in die Enge seines Bewusstseins zurückzukehren, wird niemals wirklich das Gefühl haben, sich noch selbst verwirklichen zu können, wogegen, derjenige, der mutig und neugierig aus seinem Gefängnis ausbricht, zwar gewisse Gefahren auf sich nimmt, aber weiß, daß er gar keine Alternative hat. Alles andere wäre, da Leben Bewegung ist, Stillstand und somit Rückschritt.

Weiter führt Quekelberghe aus:
"Erwachsene Psychologen neigen dazu, in den kindlichen Bewusstseinsträgern nur die "magische Stufe" zu sehen, nur die Bühne für Ödipusprojektionen u.ä.m. Mitunter werden noch heute schamanische Denkansätze und Praktiken pauschal mit magischen-kindlichen Entwicklungsstufen gleich gestellt, wenn nicht sogar von vielen Ethnologen bis zu Beginn der 70er Jahre des 20. Jh. als psychopathologisch deklariert.

Sobald wir aber in der Lage sind, im Bewusstsein ein unbegrenztes Können anzuerkennen, kann eine reduktionistische Sicht von Schamanen, Mystikern oder Quantenphysikern als obsolet betrachtet werden."*1

Und hier schließt sich der Kreis. Das Primitive, das der moderne Mensch gerne diesen Lehren unterstellt, ist alles andere als primitiv, sondern notwendig, um höhere Erkenntnisstufen zu erreichen. Primitiv sind somit die, die diese Voraussetzungen und jegliche daraus ziehbaren Erkenntnisse als überflüssig oder illusorisch erachten. Die Grenzenlose Grenze des Bewusstseins (Untertitel von Quekelberghes Transpersonale Psychologie und Psychotherapie) durchstößt die Blase der Wahrnehmung schließlich auch nur in einem kindlichen Bewusstsein.
Im Bewusstsein, wirklich Kind zu sein,
im Bewusstsein, nichts zu wissen,
im Bewusstsein, lernen (Sw Erkenntnis) zu müssen,
im Bewusstsein, potentiell alles erfassen zu können.




*1 R. van Quekelberghe: Transpersonale Psychologie und Psychotherapie Kapitel I, 10

*2 Beispielsweise:
Aussage aus der modernen Physik:
"Alles, was messbar ist, das hängt vom Quantenvakuum ab und das Quantenvakuum hängt von nichts ab...Das Quantenvakuum hat alles, was es hat, in sich, in seinen Fluktuationen, es ist Eins in sich selbst."
Meister Eckhart (Predigt 22):
"Alles, was Zahl ist, das hängt vom Einen ab und das Eine hängt von nichts ab...Gott hat alles, was er hat, im einen, es ist Eins in ihm."

oder:

Aussage aus der modernen Physik:
"Das Quantenvakuum birgt in sich die unendliche Fluktuationsfülle. So wie das Quantenvakuum diese Fülle in sich trägt, so kann es kein beobachtendes, aus der Fluktuation entsprungenes System wahrnehmen"
Meister Eckhart (Predigt 22):
"Gott hat alle Dinge in sich in einer Fülle; darum sucht er nichts außerhalb seiner selbst, sondern nur in der Fülle, wie es in Gott ist. So wie es Gott in sich trägt, so kann es keine Kreatur begreifen."

R. van Quekelberghe: Transpersonale Psychologie und Psychotherapie Kapitel I, 9

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: So 23. Okt 2011, 18:14 
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Werde dir antworten - aber bitte schau dir das an...

gehört irgendwie dazu.

Ist mir einfach - ein Verlangen - dir dies mitzuteilen.

http://www.hughwalker.de/leseprobe.html :ugeek:

Besserwisserin - weißt eh...

Ich denke da auch an - was man als Kind alles weiß und wenn dir als Kind die Phantasien durchgehen...
die Eltern bremsen dich ein, sie wissen es auch nicht besser..argh... :?
Obwohl - ich meine, da weiß man noch alles und verliert es ....die Blase zieht sich zusammen - wir expandieren nicht, wie das Weltall.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 09:09 
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Um die Sache abzurunden - will ich das noch einfügen

Wahrnehmung...

Zitat:
Ursache dafür ist nach Meinung von Psychologen, dass die Nahtod-Erfahrung dem Menschen einen kleinen Einblick in das „Wesen seines Geistes“ gibt: Im Normalfall erlebt der Mensch sein bewusstes Selbst als in seinem Körper verankert und durch ihn begrenzt. Diese Einheit von Körper und Selbst kann in bestimmten Ausnahmesituationen vorübergehend aufgeweicht werden. Die Betroffenen erleben dann den schwer fassbaren Prozess der Ablösung vom Ich-Modell und den Übergang zum Zustand des Nichtseins.

http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fer ... 1.2F1993-8

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: Do 29. Dez 2011, 17:22 
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Habe einige Beiträge ins Esoterik-Forum verschoben weil sie hier absolut OT waren. Hier geht es ausschließlich um den Mithras-Kult und die These, daß dort verwendete Kindheitsdarstellungen allegorisch für ein späteres Heranreifen des Geistes gemeint sind. Sorry, wenn das in meinen Beiträgen nicht deutlich zu erkennen war.
(Grobi 29.12.2011)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: Do 26. Jan 2012, 16:24 
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;)Ich will einmal Stellung dazu nehmen, warum ich Castaneda nie las...wozu auch,
ich wusste das schon alles aus einer anderen Erzählungen...sorry grobi...
auch schön, schon alt diese links...doch brauchen nie erneuert werden, denn sie sind noch immer präsent - nix hat sich geändert. Jaja

:ugeek: Hermann Keyserling - wurde auch schon mal bei Müller erwähnt...
http://www.schuledesrades.org/palme/doc ... 25/0/0/1/5
Zitat:
Der entscheidende Durchbruch zum New Age geschah als Folge der Erkenntnis, daß das menschliche Bewußtsein viel reicher ist, als die akademische Psychologie und Philosophie angenommen hatte.


Zitat:
In Amerika brachten die Bücher von Castaneda eine Wandlung der Einstellung. Bisher hatten Ethnologen «wilde» Stämme aus der westlichen nationalistischen Auffassung heraus untersucht, also in der Absicht der Entmythologisierung. Der künftige Lehrer von Carlos Castaneda, der indianische Medizinmann Don Juan, drehte jedoch den Spieß um: Er lockte Castaneda in eine schamanische Ausbildung, die Welten eröffnete, die für eine ganze Generation zum Ansatz einer anderen Lebenserwartung wurde:


Zitat:
Niemand wußte tatsächlich Bescheid über die indianische Tradition, da sie dem europäischen Geist durch ihre selbstverständliche Einstimmung in die Natur zu fremd war. Sie schien vielen als ein offenbares Überbleibsel der durch die Aufklärung überwundenen animistischen und magischen Weltauffassung. Nun jedoch stellte es sich heraus, daß die indianische Weltsicht und der indianische Zugang zur Natur das menschliche Erleben erweitert. Die für die indianische Kultur charakteristische Verwendung von Naturdrogen dient keineswegs nur der Herbeiführung von Halluzinationen; sie dienen vielmehr dazu, dem Menschen Tore zu anderen Welten zu öffnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: Do 26. Jan 2012, 17:48 
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Vergaß noch diesen Satz einzubringen :oops:
Wie sagte der Der Yaqui-Meister Don Juan -
"Der Krieger weiß worauf er wartet – er wartet auf seinen Willen".

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: So 12. Feb 2012, 14:50 
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;) @grobi, vielleicht gehe ich OT...doch die Wahrnehmungen kann man nicht auf ein Thema zusammengeben - meine Meinung
Nehmen wir mal den Buddhismus, - Suchender der Gottesweisheit (Theosophie) ist hier zu integrieren..
Blavatskaya erkannte das auch, wie Spalding (schloß den Buddhismus auch ein) - der eben das wahre Christussein nie AUSSCHLOSS . und nehmen wir Don Juan..- die Welt des Imaginalen her...Im Grunde lehren diese Lehren alles dasselbe - ich nehme mal den Buddhismus her...okay.
Buddhismus hier im westlichen Gedankengut
1. wird immer beliebter
2. kann man wunderbar in der Physik finden
3. andere philosophische Richtung verneint er nicht
KURZ und Bündig
Eine gute Glaubenrichtung FÜR die Zukunft.
Die Wissenschaft findet man da stets - exoterisch nachzuweisende Naturgesetze.

Zitat:
Buddhismus untersucht die Natur des Geistes und der Erscheinungswelt aus sich selbst, aus dem Geist, heraus. Man betrachtet den Geist und findet daraus die Natur der Dinge. Physik geht den Weg des Messbaren, versucht zu objektivieren, den Einfluss des Beobachtenden auszuschalten.
Ja und hier wurde schon öfters - in verschiedensten threads diskutiert -
MATERIE
Zitat:
Dass dies nicht der Fall ist, belegen Erkenntnisse der Physik. Materie kann sich auflösen, entstehen, und sie kann sich in andere Materie verwandeln: Beim Zerfall von Atomkernen wird ein Teil der Materie aufgelöst. Sie wird zu der Bewegung der Bruchstücke, das heißt die Bruchstücke bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit voneinander weg. Ein weiterer Teil der Materie löst sich dabei in "Licht" (elektromagnetische Strahlung) auf.

http://www.buddhismus-heute.de/archive. ... _7.de.html

http://www.paranormal.de/paramirr/gedanke/gtext.html
Zitat:
Gedanken, Energie, Licht, Materie sind unterschiedliche Zustände von Elektronen. Weil Elektronen die Substanz von Licht, Licht und Elektronen daher identisch sind, sprechen die aufgestiegenen Meister von elektronischer Lichtsubstanz, als der Substanz, die alle Formen aufbaut. Und da Du die verschiedenen Zustände von Wasser kennst, verstehst Du auch in Analogie die verschiedenen Zustände elektronischer Licht-Substanz.

Zitat:
Erkenne dies - Gedanken sind elektronische Licht-Energie, Elektronen auf unterschiedlichen Vibrations-Stufen, reine Energie, reiner Geist, unzerstörbar, unteilbar und ewig - im Gegensatz zu Atomen, die keine ewige Lebensdauer besitzen und nach bestimmten Zeiträumen zerfallen. Zu unterschiedlichen Zeiten prägte man unterschiedliche aber äquivalente Worte für die gleiche elektronische Licht-Substanz. Man nannte sie - Geist, Licht, Feuer, Energie, Prana, Orgon, Chi, Vibration.
Und schon sind wir wieder bei der Matrix - Wahrnehmung unserer Sinnesorgane, merkt ihr wie die Themen sich ineinanderfügen.

Zitat:
Es gibt Bewußtseinsinhalte, die nicht als Bewußtseinszustände betrachtet werden können. Zu diesen gehören die Sinneseindrücke oder sinnlichen Qualitäten. Sie bilden den Gegenstand der äußeren Wahrnehmung; die Bewußtseinszustände, hingegen, die Gefühle, Empfindungen, Wahrnehmungen, Vorstellungen sind Gegenstand der inneren Wahrnehmung. Wie wir aus den Sinneseindrücken die äußere Welt der Körper aufbauen, so setzt sich aus den Bewußtseinszuständen die innere Welt des Ich zusammen. Man wird zugeben müssen, daß die sinnlichen Qualitäten der Farbe, des Geschmacks und Geruchs als Bewußtseinsbeschaffenheiten nicht aufgefaßt werden können. Das Bewußtsein ist doch nicht grün oder blau, es schmeckt nicht sauer oder bitter. Aber der Anerkennung dieses unzweifelhaften psychologischen Tatbestandes stehen schwerwiegende erkenntnistheoretische Bedenken entgegen. Sind die sinnlichen Qualitäten, die wir den Dingen in der äußeren Wahrnehmung beilegen, Sinneseindrücke und nicht wirkliche Eigenschaften der Dinge, so scheint es müssen sie auch als Bewußtseinszustände oder Bewußtseinsbeschaffenheiten aufgefaßt werden.


http://www.gleichsatz.de/b-u-t/spdk/uphues/gku_we0.html


Zitat:
Frage: Besteht ein Unterschied zwischen dem Geist der Asiaten und dem der Abendländer?
Antwort: Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied. Äußere Sitten und die Sprache mögen verschieden scheinen, aber der menschliche Geist hat natürliche Eigenschaften, die bei allen Menschen gleich sind. Begierde und Haß sind dieselben in einem östlichen und einem westlichen Geist. Das Leiden und das Ende des Leidens sind für alle Menschen gleich.
http://www.palikanon.com/diverses/ajahn_chah/ajahn_chah.htm

übrigens in Sri Lanka findet man auch den Löwenfelsen...dazu später - was in der Mithraskultur

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 Betreff des Beitrags: Re: Mithrasmysterium und die Blase der Wahrnehmung
BeitragVerfasst: So 20. Mai 2012, 13:56 
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Zitat:
Vielleicht soll die Felsgeburt aber auch dazu auffordern, die Blase der Wahrnehmung zu durchbrechen, in die wir in den folgenden Lebensjahren geraten.


Einen weiteren Beleg hierfür meine ich in Platons Höhlengleichnis gefunden zu haben.

Zitat:
Die Höhle versinnbildlicht die Welt, die sich den Sinnen darbietet, die normale Umgebung des Menschen, die man gewohnheitsmäßig mit der Gesamtheit des Existierenden gleichsetzt. Der Aufstieg ans Tageslicht entspricht dem Aufstieg der Seele von der Welt der vergänglichen Sinnesobjekte zur „geistigen Stätte“, der intelligiblen Welt, in der sich das nur geistig Erfassbare befindet.
Wiki: Höhlengleichnis

Die Mithras-Forschung geht davon aus, daß Platons Lehren den Mithras-Kult beeinflusst haben. So ist es m.E. eindeutig, daß die Felsengeburt des Mithras genau das Gleiche ausdrücken soll wie Platons Höhlengleichnis.

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