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 Betreff des Beitrags: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Sa 1. Okt 2011, 19:28 
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;) Na da ja jeder meine ZEN-Ambitionen kennt, kann und will ich diese offenbaren und nicht beiseite geben...
ZEN ist mehr als Religion, doch von Religionen geprägte Sache.
Ich lasse aber das Wort Buddhismus BEWUSST weg.
ZEN ist PHILOSOPHIE, Konfizius/Laotse hatten dazu sehr viel beigetragen,
ZEN geht von China aus - und ist auch erst später nach JAPAN expodiert geworden

ZEN - Ich würde es eher als >>DEN SINN des LEBENS begreifen zu lernen..nennen.
Doch ohne Anweisungen, geht es selbst in ZEN nicht....
gäbe es das Wort nicht, hätten wir von ZEN noch nichts erfahren.
Du brauchst keinen Tempel, keinen Priester, keinen der DIR sagt wo es lang geht...
DU benögigst nur DICH alleine.

Doch kann man Priester/Meister/Lehrer auf besonderen Wunsch, herbeiziehen
aber nicht zum Ausüben.

Denn im ZEN, kann durchaus eben auch der Schüler zum Meister werden, ein Lehrer sein..
Richtungsvorschläge gibt es sicher einige.

ZEN entstand aus verschiedernen traditionellem Gedankengut -
Konfuzius, Shintoismus vermischt mit Buddhismus,
selbst der Samuraigedanke - die Disziplin ist darin eingebracht.
war am Anfang in Japan noch vorherrschend, aber wie gesagt,
der Buddhismus, Selbstfindung..ohne Gewalt, mit Einbindung des Makrokosmos hat vieles enthärtet.
Selbst in den polytheisteischen Urreligion kann man ZEN-Gedankengut finden.

Ja ZEN ist soviel.
Jedoch - ZEN ist eine Philosophie -
Philosophie ist wiederum, die Gesetze des Sinnes zu entdecken
und zu erkennen, dass Sinne sehr wohl einem Gesetz unterstehen und wie man sie vereint.

Schwierig aber machbar.
Wie sagte Martin Luther so schön??
"Sündige tapfer, aber umso tapfere glaube"
C.G. Jung legte es so aus....'Nicht-sündigen sei oft ein Mangel an Mut und Tapferkeit'Ä.

Ind. Sprichwort:
Jede Tat wird DIR 4 x vergolten, GUT wie BÖSE -
was du aussäst...erntest du -
hier ist ZEN eine grosse Hilfe, nämlich sich >> Selbst zu betrachten lernen. :idea:

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Do 6. Okt 2011, 11:01 
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In eigener Sache...

ZEN ist nicht Buddhismus -
Buddhismus floß ein,

deshalb auch ein Interview...eines jüdischen ZEN-Meisters..

Zitat:
Bernhard Glassman wurde 1939 in Brooklyn als Sohn osteuropäischer, jüdischer Einwanderer geboren. Er ist promovierter Mathematiker und gründete die Zen Peacemaker, eine Organisation, welche den Zen Buddhismus in Bereichen wie Sozialarbeit, Wirtschaft, Umweltschutz und Friedensarbeit anwenden und verbreiten will.

http://www.3sat.de/mediathek/mediathek. ... &mode=play

ZEN heißt auch mal aktiv werden - nicht nur meditieren -
Jesus war auch nicht in den Tempeln/Kirchen zu finden, dort wird er ohnehin verehrt - (Adolf Holl...kath. Priester, der aber mit seinen Chefs des öfteren aneckte).

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 21:21 
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ZEN. Da ich mich mit genau diesem Thema noch nie wirklich befasst habe, Religionen wie Buddhismus oder andere Glaubensrichtungen und Kulturphilosophien sich mir als ein unübersichtliches Konglomerat von Geisteshaltungen und Denkweisen darstellen, würde mich jetzt interessieren, warum du gerade diese Lehre für dich gefunden und für interessant erachtet hast. Ich bin immer sehr vorsichtig, bei Lehren und Richtungen, die angeblich alle nach dem Sinn suchen.

Der Sinn des Lebens stellt sich wohl jedem irgendie anders da. Jedem sind andere Dinge wichtig. Kann es einen allgemeinen Sinn geben? Ich denke nein. Warum sucht man ständig nach dem Sinn?

Ergibt sich der Sinn nicht einfach dadurch, dass man geboren ist und versucht sein Leben lang so zu leben, dass man weder sich noch andere schädigt und sich einfach wohl fühlt? Natürlich möchte der Mensch so viel wie möglich erfahren und lernen und verstehen können.

Früher ging es ums nackte Überleben. Heute geht es um Arbeit und Existenzerhaltung. Das Schöne im Leben ergäbe sich aus dem Erkennen des Wertes des Lebens. Heute ist eine Werteverschiebung das Problem. Lebenswert ist die Liebe. Lebenswert ist es sich wohl zu fühlen. Lebenswert ist es sich selbst zu mögen, um andere mögen zu können. Eigentlich sind dem Menschen viele Emotionen wichtig. Welche Emotionen hätten wir noch, wenn wir ALLES wüßten, wenn wir den Sinn ergründet hätten? Heute fasziniert mich der Sternenhimmel noch. Wenn ich zu jedem Planeten unterwegs sein könnte, wüßte wie das Universum wirklich funktioniert, wäre ich doch gelangweilt. So habe ich immer noch eine Faszination alleine durch das Leuchten eines Sternes.

Was wäre wenn ich wüßte was der Sinn des Lebens wäre, wenn es denn einen allgemeinen gäbe? Würde ich dann noch ein emotionaler, interessierte Mensch sein?

Ich denke die Suche nach dem Sinn ist ein Spiel. Dieses Spiel wird dadurch reglementiert, dass der Mensch nicht alles verstehen kann und ihm einiges verborgen bleibt.


Dieses Spiel wird dann durch verschiedene philosophische Richtungen unterstützt.

Der eine nennt das Spiel Theosophie, der andere Zen, wieder ein anderer Buddhismus, andere sehen die Freimaurerei als die befriedigende Variante.

Jetzt spiele ich auch ein wenig. Aber ich spiele anders. Ich gehöre keiner Glaubensbewegung an. Ich finde meine Fähigkeiten und meine Möglichkeiten sehr interessant. Ich spiele auf die Magie an. Die Magie beschäftigt sich mit der Umwelt und den Individuen, und den Kräften( Sinnen) die uns geboten werden. Wir magischen Leute können bewegen gut wie negativ und finden unsere Kraft möglichst ohne große Beeinflussung in uns selbst und aus uns selbst.
Zen und die anderen Spiele richten sich eher nach innen bieten oder forumulieren Denkweisen geben Hilfsmittel an die Hand. Und das Resutlat? Immer noch die Suche. Hamsterradähnlich.

Man konzentriet sich auf sich. Egozentrisch wäre ein wenig übertrieben. Selbstfindend ja, wenn ich mich verloren habe.

Was ich bei diesen Spielen vermisse ist der Nutzen und der Sinn für die ANDEREN. Da der Mensch zu individuell ist, sollte er nach seinen eigenen Sinnen ohne Beeinflussung über eine Lehre suchen und wenn er diese Sinne gefunden hat, sollte er sie nicht für die Allgemeinheit nutzen? Er sollte aber nicht versuchen, sie der Allgemeinheit als Lehre zu präsentieren.
Allgemeingültigkeit ist dahingehend nicht angebracht.

Ich freue mich über Erklärungen und evtl. Die Beantwortung meiner laienhaften Fragen.

Gruß

Baroness





Zen...das Wort alleine hattest du irgdenwann schon einmal erklärt. Ich bitte dich das doch noch einmal hier zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: So 16. Okt 2011, 19:01 
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Sah ich erst heute - hast eh Zeit zum Lesen...ist etwas länger dieser Beitrag. ;)
BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
ZEN. Da ich mich mit genau diesem Thema noch nie wirklich befasst habe, Religionen wie Buddhismus oder andere Glaubensrichtungen und Kulturphilosophien sich mir als ein unübersichtliches Konglomerat von Geisteshaltungen und Denkweisen darstellen, würde mich jetzt interessieren, warum du gerade diese Lehre für dich gefunden und für interessant erachtet hast. Ich bin immer sehr vorsichtig, bei Lehren und Richtungen, die angeblich alle nach dem Sinn suchen.

Warum wohl?
In einem, es ist Philosophie...keine Religion, also ohne Dogmen...
(man versucht - bewusst LEER zu werden - schwierigste Aufgabe)


Wird erst wieder zu einer Religion, wenn man stur danach handelt.
Doch das ist auch nicht ZEN.
ZEN - ist meditieren, mit offenen Augen und das Augenmerk - ist auf den eigenen Körper gerichtet,
der Körper - bewusst mit dem Sinn zu vereinen - LEER im Herzen zu sein, den Buddha zu töten, der dich beherrscht...ja das ist auch ein Buddha - das westliche Gedankegut.
Also ohne Zwang
ohne Priester, ohne irgendeinem Gebäude,
ohne einem Lehrer, der dir sagt wo es lang geht...der dich nicht schlägt....es schlägt dich eh das Leben - wenn du weißt, was ich meine.

ZENgedanke - offen auch für Änderungen, denn - das Leben ist ständig einer Änderung unterworfen.
sicher ist ZEN - in jedem Zeitabschnitt - einem Kulturkreis unterworfen...ZEN erobert zur Zeit auch den Westen...
Da der Buddhismus für Geisteshaltung relativ offen ist - hatte er auch seine Einflüsse, jedoch vermischt auch mit der japanischen Tradition >>>Shintoismus = eine polytheistische Religion,
mit dem Samuraitum >>hier kommt eben diese Disziplin, die ja jeder Krieger in sich haben muss und die bedingslose Treue zum Herren und Meister.....(Arbeitswelt)
und der Konfuzianismus - aus China, Gelehrtentum...nur dem Adel vorbehalten.

Zitat:
Ergibt sich der Sinn nicht einfach dadurch, dass man geboren ist und versucht sein Leben lang so zu leben, dass man weder sich noch andere schädigt und sich einfach wohl fühlt? Natürlich möchte der Mensch so viel wie möglich erfahren und lernen und verstehen können.
Das ist zuwenig weit gedacht...
man ist geboren - man wird älter....plötzlich fängt das Kind - selbständig zu denken an...
und je älter man wird, umso mehr erinnert man sich...will auch wissen...
wo komme ich her
warum bin ich hier - gerade hier?
wohin gehe ich - wenn ich mein Sein -erfüllt habe,
habe ich es überhaupt alles erfüllt...
es kommen dann schon Gedanken auf...(gebe dann was von Castaneda rein)
Zitat:
Früher ging es ums nackte Überleben.

Heute nicht mehr? - Doch ich leite die Entscheidung größtenteils selbst ein..
Wenn ich an die Reinkarnation denke - (hier kommt sehr wohl der Buddhismus durch) -
ICH BIN

Zitat:
Was wäre wenn ich wüßte was der Sinn des Lebens wäre,

Der Sinn des Lebens ist für jeden ein Anderer...
es scheint oft nur so, dass jeder denselben Sinn hat..
Ist es aber nicht, den jeder fühlt SEIN LEBEN, für sich - selbst im Tod.

Zitat:
Dieses Spiel wird dann durch verschiedene philosophische Richtungen unterstützt.
Der eine nennt das Spiel Theosophie, der andere Zen, wieder ein anderer Buddhismus, andere sehen die Freimaurerei als die befriedigende Variante.

Das ist durchaus klar, darf auch jeder seinen Weg - SELBST - suchen..muss ja nicht jeder ZEN machen.
Zitat:
Jetzt spiele ich auch ein wenig. Aber ich spiele anders. Ich gehöre keiner Glaubensbewegung an. Ich finde meine Fähigkeiten und meine Möglichkeiten sehr interessant. Ich spiele auf die Magie an. Die Magie beschäftigt sich mit der Umwelt und den Individuen, und den Kräften( Sinnen) die uns geboten werden.


Magie ist im ZEN wenig - bis gar nicht vorhanden, doch dieKräfte entwickeln sich...da bin ich sicher, haben wir auch eine Vorgeschichte.
Bin mir sogar sicher - auch ein Kahuna- Voodoopraktizierer - macht ZEN....(nennt es aber ganz anders)....den aus der Leere, kommt dann auch die schlummernde Fähigkeit...da bin ich fast sicher...
Ich denke da nur an Sport - 10 min vorm Start....Kraftmobilisation.
Zitat:
Was ich bei diesen Spielen vermisse ist der Nutzen und der Sinn für die ANDEREN. Da der Mensch zu individuell ist, sollte er nach seinen eigenen Sinnen ohne Beeinflussung über eine Lehre suchen und wenn er diese Sinne gefunden hat, sollte er sie nicht für die Allgemeinheit nutzen? Er sollte aber nicht versuchen, sie der Allgemeinheit als Lehre zu präsentieren.
Allgemeingültigkeit ist dahingehend nicht angebracht. .


ZEN vorneweg...macht man am Anfang am besten in der Gruppe...bis man ganz gut Bescheid weiß - doch selbst in der Gruppe, übt jeder für sich allein...hier geht es um richtiges sitzen...Rückgrat gerade halten und solche Sachen, doch deine Gedanken soll keiner manipulieren mit Texten....
gefährlich in den Kirchen....
Der Sinn für die Anderen...hier bringe ich eine Text von Jesu ein..

Geht es dir gut - geht es deinen Mitmenschen gut...bist du in Frieden., wie könntest du anderen Menschen etwas antun...

Hoffe alles irgendwie zur Zufriedenheit erklärt zu haben...

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2011, 09:50 
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Ja wenn du das so beschreibst leuchtes es mir durchaus ein.

Der Sinn des ZEN, sich gedanklich innerlich einfach auch einmal leer zu machen, wird wohl immer mehr benötigt.

Der Mensch denkt zuviel, zuoft und zwar so, dass Ängste und gezwungenen Handlungen entstehen. Der Mensch funktioniert sehr gut, um zu überleben aber er wird dadurch zunehmend überfordert, weil die Ansprüche steigen. Man treibt die Gesellschaft in eine Gefahrenzohne der überforderung, uns somit hin zur körperlichen und geistigen Überlastung. Irgenwo muß mal Schluß sein.

ZEN ist da mit sicherheit eine Stütze, Meditation sowieso.

Ich bin aber verucht zu sagen, dass wir Gefahr laufen, dass das Übel damti nicht beseitigt wird, sondern, dass man nur versucht den Schaden in Grenzen zu halten.

Man nehme ein Beispiel aus meinem Beruf:

In Rehakliniken und sei es auch nur in rein orthopädischen, wird den Patienen ein Stressbewältigungsseminar und Strategien dazu an die Hand gelegt. Es ist ein Psychololge vorhanden. Im Laufe meiner 11 jährigen Arbeit dort ist mir aufgefallen, dass der Druchschnitt der sehr belasteten Leute zunimmt.

Jetzt sollte man wohl auch einmal darauf achten, dass die Arbeitswelt und die Gesellschaft so strukturiert sind, dass man es nicht nötig hat, sich solchen Prozeduren zu stellen.

Sollte man dahingehend nicht mehr Druck aufbauen, anstatt immer mehr und immer öftern nach Ausgleich zu suchen, der schon bald nicht mehr helfen wird. ZEN zur Prophylaxe ok, auch um WIEDER besser in seiner Körpermitte zu sein..aber wozu?

Damit man in der Blüte seines Lebens noch mehr leisten kann und das auch tut, um dann doch mehr Burnoutfälle zu haben OBWOHL viele Leute heute mit ZEN und anderem versuchen zu retten was zu retten ist. Kinderpsychologen haben vermehrt Patienten...

Der "Markt" für Wellness und andere wohltuenden Dinge boomt..und doch werden die Leuts immer gestresster.

Da verläßt sich der Arbeitgeber auf: Workbalanceschulungen innerhalb des Betriebes, damit seine Mitarbeiter wissen, wie sie bei den Mißtänden, die im Bereich der Arbeitsbedingungen bestehen helfen können, anstatt für gesundes Arbeitsleben zu sorgen. Nein da wird die Verantwortung wieder abgegeben, die aber nicht mehr vollends aufgenommen werden KANN.

Das ist alles pervers. Wie könnte ZENN dazu führen, dass Chefs und Führungskräfte für ihre Mitarbeiter Gutes tun?

Gibt es zuwenig Chefs und Führungskräfte, die sich mit z.B ZEN beschäftigen?...Nein das glaube ich nicht...Es gibt immer mehr Manger, die sich ihre Auszeit in einem Kloster oder auf Meditationseminaren holen und wozu führt das? Die bekommen eventuell etwas später ihre Herzinfarkte und ihre Burnouts. Veränderungen im Arbeitsalltag gibt es dadurch kaum.

Zen und die anderen Methonen helfen nur dann, wenn sie nicht als Alibi benutz werden.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2011, 17:59 
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;) ZEN - ist doch nur ein Wort, um etwas zu beschreiben..
nimm von mir aus, 'Autogenes Trainig' 'Meditation'...oder sonst ein Wort.
ZEN - im erweiterten Sinn, ist in China entstanden, danach sind buddhistische Einflüsse wohl reingekommen...und und und...

Doch die Alten (damit meine ich diejenigen - die ZEN [sitzen und nur still dasitzen])


- wußten sich durchaus zu helfen - oder denkst du - die hatten nicht auch Stress? :?:
Ich denke da an einen sehr alten Mann - geboren vor 1900 - der saß auf der Hollywoodschaukel und sinnierte...
wurde fast 95 Jahre alt - können wir das noch, sitzen und an nix denken,
oder das Getratsche auf der Hausbank...
oft wurde getratschten oder
saßen nur da...oft zu Dritt - ohne Worte...

Die konnten mit Stress umgehen - nur halt einen etwas anderen Stress - aber es war auch Stress.
Ist das Leben nicht immer wieder mit Unannehmlichkeiten bestückt? ....
Diese netten Situationen, die wir uns auch durchaus selbst einbrocken -
sicher von der Aussenwelt kommt da schon auch einiges auf uns zu - doch den meisten Stress machen wir uns selbst... 8-)
Wenn wir keinen Weg finden, es zu reduzieren, dieses saublöde Gefühl/Problem zu ändern,
wer weiß wo wir dann landen.
Doch Mensch hat Kräfte in sich...und die soll der Mensch ruhig aktivieren, ist doch kein Verbrechen...
mit Hilfe von sinnieren und sitzen und man wird auf einmal ruhig...
und die Gedanken machen auch mal halt.
Aber !!!
ich muss mir schon auch die Zeit geben, diese Gefühl zuzulassen, zu erlernen...
was viele nicht können - meine Wenigkeit ist da auch nicht vollkommen ausgenommen...
denn bei dem Wort Geduld, habe ich nicht zugehorcht und hier geschrieben. Ich bin eher eine Hektikerin - wüßte nicht was ich ohne ZEN machen würde...ICH HALT.
MIR zuliebe und der Umwelt und den Mitmenschen gegenüber, soll ich nicht immer allzu empirisch denken.

Noch der link zum 'Autogenen Trainingf'
einmal WIKI

http://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training


Code:
Das Autogene Training (von gr. αὐτό, "selbst" und lat. gen-, "erzeugen") ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Es wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt, 1926 erstmals vorgestellt und 1932 in seinem Buch Das autogene Training publiziert.[1][2] Heute ist das autogene Training eine weit verbreitete und (z.B. in Österreich auch gesetzlich[3]) anerkannte Psychotherapiemethode.


http://www.onmeda.de/arztbesuch/alterna ... ining.html

Zitat:
Autogenes Training besteht zunächst aus sechs Übungen: der Schwereübung zur Entspannung der Muskeln, der Wärmeübung zur Entspannung der Blutgefäße in den Armen und Beinen, der Herzübung zur bewussten Wahrnehmung der Herztätigkeit (v.a. des Herzrhythmus), der Atemübung zur bewussten, aber passiven Wahrnehmung der Atmung, der Bauch- oder Sonnengeflechtsübung zur Durchblutungssteigerung (bzw. Wärmeempfindung) im Bauch- und Unterleibsbereich sowie der Stirnkühleübung zur Regulation der Durchblutung.



'Gehts mir gut - bin ich zufrieden mit mir' - warum soll ich dann Druck auf andere ausüben...
Der Jesus hat schon gewusst - was er tat...und Buddha auch...wie ich im Urzustand ja auch weiß, worauf es ankommt...oder nicht?

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Do 20. Okt 2011, 20:23 
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Ok Kriegerin, das hab ich jetzt schon verstanden. Ich bin auch der Meinung, man solle sich hin zu seiner eigenen inneren Mitte begeben. Ich bin ein sehr zufriedener Mensch. Stress kenne ich selbstverständlich auch und wenn es zuviel wird muß man etwas dagegen tun. Meditation ist sicher eine gute Art sich zu festigen, sich gesund zu erhalten.

Was ich aber wie in meinem Vorpost zu bedenken gebe ist die Alibisituation, die solche Entspannungstechniken und Selbsthilfemaßnahmen sein können.

Die Arbeitswelt und die Gesellschaft wird immer irrer. Trotzdem, dass diese Meditationsgeschichten u.ä. immer mehr propagiert und angewendet werden.

Wie siehst du da den Zusammenhang? Was passt nicht?

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Sa 22. Okt 2011, 10:44 
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BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
Was ich aber wie in meinem Vorpost zu bedenken gebe ist die Alibisituation, die solche Entspannungstechniken und Selbsthilfemaßnahmen sein können.

;) Das habe ich schon gelesen - ich würde es nicht so nennen - wieso auch.
ZEN war und ist eine Entspannungstechnik - EINE - von vielen...und nur wenigen vorbehalten, wie soviel anderes auch - WENIGEN
und früher war es nur der etwas gehobenen Klassen zugänglich -
ein Anderer kam eben fast nie rein in so einen Kreis/Kaste.
Da musste er schon Tricks ?? anwenden oder einen Fürsprecher haben.

Sicher gehen eben gestresste Menschen diesen Entspannungstechniken nach, meist aber erst - wenn sich in ihrem Leben eine nicht normale Situation ergeben hat und sie über sich nachdenken müssen.
Sagen wir - Menschen erinnern sich halt - ja da war ja noch was !!! Was war das und niedergeschrieben war es ja....
aber man muss hier in unsren Breitengraden - des Lesen und auch des TUNS - mächtig sein.
Lesen darüber, nützt nix.

Zitat:
Die Arbeitswelt und die Gesellschaft wird immer irrer. Trotzdem, dass diese Meditationsgeschichten u.ä. immer mehr propagiert und angewendet werden.
Wie siehst du da den Zusammenhang? Was passt nicht?

Eben Herzinfarkt, Burnout und dergleichen.
Dann macht man sehr brav Entspannungstechniken und wenn es dir wieder besser geht - schwupsti - ist man wieder im alten Fahrwasser drinnen...
ich eingeschlossen....und es ist schwer,
wieder in diese Erholungsphase zurückzukommen.
Deshalb machen auch viele Manager, stressgeplagte Menschen keine Abenteuerurlaube mehr -
sondern schwupsten sich in einen Entspannungsurlaub.

Nach einer Saison - bin/nein wäre :o - ich auch sehr erholungsbedürftig....aber nein, da wartet ja schon wieder einen neue Arbeit auf dem Schreibtisch...
mitgehangen, mitgefangen - ich bin prädestiniert dazu - Kümmerin mein
2. Nachname - :mrgreen:
doch ich mache immer wieder dieselben Fehler, bis es mich mal zerbröseln wird....

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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Mo 24. Okt 2011, 21:17 
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Hey Kriegerin,

möchte auch ein bißerl was zum ZEN beitragen, obwohl Du ja schon so viel charakteristisches drüber erzählt hast :P

Mir fielen seinerzeit die Parallelen zwischen Don Juan´s Anweisungen und dem ZEN auf. Don Juan erklärte Carlos sinngemäss:

"Die alltägliche Wahrnehmung wird durch den ständig ablaufenden inneren Dialog aufrechterhalten, und wann immer es uns gelingt, diesen inneren Dialog anzuhalten, werden wir die Welt so sehen, wie sie wirklich ist."

Im ZEN gibt es ein Koan, also eine Frage, die man sich immer wieder vorsagen soll, sie lautet:
"Wenn du anhältst Sinn und Tun, was hörst du dann?"

Auch das ist ein Versuch, den Verstand/inneren Dialog zum Verstummen zu bringen, genauso wie die Tänze der Derwische oder die verschiedenen Kampftechniken (= absolute Konzentration = Anhalten des inneren Dialoges) usw.

Don Juan spricht vom TONAL, der alltäglichen Welt, und vom NAGUAL, der Traumwelt, in die sich ein Zauberer aber bewusst begeben kann, indem er eben gelernt hat, seinen inneren Dialog anzuhalten und die Anderwelt zu betreten.

ZEN ist für mich eher eine "Lebensaufgabe", denn eine "Philosophie", denn neben den meditativen Techniken auf der einen Seite gehört auf der anderen Seite der andauernde Versuch dazu, gegenwärtig zu sein, und alles was man macht, und sei es der kleinste Schritt eines Weges, mit 100%iger Aufmerksamkeit und Bewusstheit zu machen.

Dies aber ist ein Ideal, das m.E. heute nicht mehr zu erreichen ist,
und ZEN-Praxis ohne Fundament/wahren Glauben könnte (wiederum m. E.) sogar gefährlich werden, weil es in ungünstigen Fällen auch das Auftreten von Psychosen und psychosomatischen Krankheitsbildern auslösen kann...

LG
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 Betreff des Beitrags: Re: ZEN - ist Philosophie, die Gesetze der Sinne zu erkennen
BeitragVerfasst: Mo 24. Okt 2011, 21:21 
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Hallo Baronesse,

BaronessDeBerjaraque hat geschrieben:
ZEN zur Prophylaxe ok, auch um WIEDER besser in seiner Körpermitte zu sein..
aber wozu?
...

Mißtände... anstatt für gesundes Arbeitsleben zu sorgen.

alles pervers.

Zen und die anderen Methonen helfen nur dann, wenn sie nicht als Alibi benutz werden.

wozu ZEN?
...und ich würd sogar weiter fragen: geht ZEN heutzutage noch?

Ich denke: Nein. "Richtiges" ZEN mit "andauernder Versenkung" geht heute gar nicht mehr, dazu ist der Sumpf unserer Umwelt, und unsere Verstrickung darin, zu gross.

Aber die praktische Übung, unseren "inneren Dialog" anzuhalten, bzw. mit "positiven Assoziationen", z. B. a la Rüdiger Dahlke zu beruhigen, kann m. E. nur sinnvoll sein, weil nur dann unsere innere Stimme/Intuition wieder zu uns durchdringen kann.

Zitat:
Die Arbeitswelt und die Gesellschaft wird immer irrer. Trotzdem, dass diese Meditationsgeschichten u.ä. immer mehr propagiert und angewendet werden.

Wie siehst du da den Zusammenhang? Was passt nicht?

Das ist wohl wahr, ich habe bei Menschen, die sehr lange auf buddhistische Art meditiert hatten, auch eine tiefinnere Unzufriedenheit bemerkt, ganz abgesehen davon, daß ihnen von ihren Lehrern wichtige Grundsätze der Meditation vorenthalten worden waren. ich hatte das Gefühl, daß ihnen ein "Anker"/Fundament fehlte, und daß ein einfältiger, "gottergebener" Bauer weit mehr Erkenntnis und Zufriedenheit besitzt als jeder dieser langjährig Meditierenden.

Also gebe ich Dir Recht, Baronesse, wenn Du von der möglichen, kontraproduktiven Alibifunktion des Meditierens sprichst.

Ich würde inzwischen sogar sagen, daß "Meditation" und "Versenkungspraktiken" Zeitverschwendung sind, und daß bessere Ergebnisse mit regelmässigem Gebet erreicht werden können. Wenn man schon ein "Medium" braucht, kann ich das Vater-Unser auf Aramäisch empfehlen: Abwun d´bwaschmaja, Hörbeispiel z. B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=MAEIrp4M ... ure=fvwrel

Zu Deinen Ausführungen betreffs der "Irrheit der Leut"...

ich hab lachen müssen über folgenden Deiner Sätze:
Zitat:
Der "Markt" für Wellness und andere wohltuenden Dinge boomt..
und doch werden die Leuts immer gestresster.

weil: seit 20 Jahren beschäftige ich mich (auch) mit Prophezeiungen und den Mühlhiasl mag ich besonders, und so ein Spruch, wie der von Dir, ... der könnt vom Mühlhiasl sei :P

Und vom Sepp Wudy gibt´s auch so Sprüch, da such ich jetzt mal für Dich, - augenblick...
aus http://www.j-lorber.de/proph/seher/wudy ... %20Ursache :
Zitat:
Der Anlaß wird sein, daß die Leute den Teufel nimmer erkennen, weil er schön gekleidet ist und ihnen alles verspricht.

Ich verstehe auch die Leut nicht, daß sie gar kein Herein (Genügsamkeit) haben, und sie werden alleweil schlimmer und gottloser, so daß es kommen muß, und, wie gesagt, es wird wieder sein wie vor hundert Jahren.

Mit dem Glauben geht es bergab, und alles wird verdreht. Kennt sich niemand mehr aus.

Die Oberen glauben schon gar nichts mehr, die kleinen Leut werden irre gemacht.

Es wird alles kommen, wie es der Mühlhiasl gsagt hat, aber er hat nicht alles gesagt, oder sie haben ihn nicht verstanden. Denn es kommt viel schlimmer.

Bauer sag es deinen Kindern, sie sollen dem Berg zu rennen, wenn es kracht.

Sehen tät ich noch mehr, aber ich kann es nicht begreifen und nicht sagen, ich bin nur ein Knecht und ich weiß nicht, ob es ein guter oder ein böser Geist ist, der mir diese Sachen vormacht. Aber ich weiß, daß es einmal wahr werden wird.


Aber dieses Thema ist einen eigenen Thread wert...

LG
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