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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Mo 21. Nov 2011, 22:50 
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Hey Prom,

wow, Du haust mir Zeug um die Ohren
prometheus 141 hat geschrieben:
Zitat:
Die Berührungsäußerungen .. dynamische Form .. Emotionen dieser Klänge ...
Dies bestätigt die Hypothese eines elementaren Ursprungs der dynamischen expressiven Formen im Gehirn unabhängig vom sensorischen Ausgabemodus.

der wahn der konstruktivisten ist, sie meinen alles lässt sich erschaffen, dagegen meinen forscher wie clynes, alles war in der urform schon immere miteinander verbunden, das universum existiert in sich störungsfrei, erst die macher wollen uns davon entfernen.
das muss ich jetzt erst mal verdauen, sprich die Seite dazu lesen, ... okay, mit dem Link geht´s nur zu Clynes,... auch ned schlecht:
Zitat:
Er war in der Lage, diese Erkenntnisse und Beobachtungen für die „inneren Impulse“ verschiedener Komponisten in mathematische Parameter umzuwandeln.

Naja, um es mal ganz gradheraus zu sagen: Ich hab mir meine Meinung schon lange gebildet und ich fand schon immer den Ansatz, daß es dies Alles "einfach so" schon immer gegeben habe, eher unlogisch.

Inzwischen haben wir ja zu allen Themen Beweise, oder was man halt so dafür hält, und ich favourisiere diejenigen Hinweise, die meiner eigenen meinung entsprechen und ich kannte zwar das Wort bis heute noch nicht, aber ich glaub, ich bin dann auch ein Konstruktivist :P

(und ich hab immer gmeint, ich wär so was ähnliches wie ein Kreationist, aber die sind wahrscheinlich scho alle ausgstorben...)
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 00:16 
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prometheus 141 hat geschrieben:
das was ist zu hören ist doch viel genauer als das sehen, wenn ich stille höre, ist das nicht lichter als licht?
http://www.youtube.com/watch?v=QqVBGv2h ... re=related


Hallo @prome, ;)

zurück zur Kuh..ich denke ich verstand dich da voll...
antworte ich jetzt eh richtig :?: :?:

Na dann gehen wir mal retour zu Kuh..

gehen wir mal von einem Farbenblinden aus -
dem ist es wurscht, was die Kuh für eine Farbe hat
IHM wurde nur erzählt, die Kuh ist braun...und dann wurde im noch ungefähr erklärt - wie braun ausschaut...so ist das für ihn braun - obwohl die Kuh auch schwarz sein könnte.

Kindern bringt man die Farben bei, sowie wir sie sehen...und wieviele Farben können wir gar nicht sehen.

Das nächste Problem ist - was ist wenn man blind ist - nur Sehende können ihnen die Farben erklären,
kann aber auch falsch sein, denn dieser Sehende ist ein Farbenblinder.

So ist das auch mit der Mathematik - wenn ich sage stell dir ein Dreieck/Viereck vor - wusch hast du ein Dreieck oder Viereck vor deinen Augen - besser gesagt - im Geist sofort ein Dreieck/Viereck oder was ich halt im Geiste mir da vorstelle - ...
nachgewiesen - Kinder die noch nie einen Ball erklärt bekommen haben, wissen wie der Ball ausschaut und wie er sich anfühlt...stecken ihre Nase rein.

Die Augen - wie die Ohren sind trügerisch...es ist nix so wie es scheint....
jeder hat andere Ansichten...
Den Geschmacksinn - wenn untrainiert, der Tastsinn...kann jeder selber nachtesten, die sind am trügerischsten.

oder der Mond vorhanden, bevor ich ihn nicht als Mond deffiniere.)

Jetzt komme ich auf deinen Satz zurück - wieso weiß eher fühlt ein Kind - der Ball ist kreisrund -

Tiere auch...

PS: dieses Forum ist sehranspruchsvoll - :geek:
und oft ist das Licht beim ausgehen. :?:
gehts nur mir so? :?:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 00:58 
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Die Kriegerin hat geschrieben:
Die Augen - wie die Ohren sind trügerisch...es ist nix so wie es scheint....

nun, wenn ich als 4,5 monate alter fötos schon musik und die stimme meiner mutter hören kann, ist da eine prägungsmöglichkeit die weit über das sehen hinausgeht. so ist es ja auch einfach 30 verschiedene instrumente in einem konzert zu unterscheiden, was bei farben so nicht möglich ist. trotz all dieser forschungen, die wir heute betreiben, ist uns der plan zur besseren kooperation noch nicht wirklich gelungen, und hier ist nicht der ansatz der konstruktivisten denen es um verbesserung geht zu favorisieren, sondern was die hirnforscher wie jaak panksepp in bezug auf das zentrum für glück herausgefunden haben. kinder wie ratten, die viel miteinander gelacht und miteinander gebalgt haben, sind unfähig sich später gegensseitig zu töten. so war es dem lacharzt madan kataria möglich in indischen gefängnissen schwerstkriminelle durch diese art von berührung wieder zu sozialisieren, weil er bereiche bei ihnen stimuliert hat, die sie durch ihre sozialisation überhaupt nicht aktivieren konnten, die jedoch in uns im stammhirn angelegt sind, also immer vorhanden waren. neue landkarten heißt jedoch man kann einen menschen mit guten eigenschaften erzeugen, das ist eine grauenhafte vorstellung und hilft nur der richtung, die uns klonen wollen. was dabei herauskommt erfahren wir schon durch genprodukte, und pestizide bienen sterben...
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 08:31 
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Hey Prometheus,

interessante Gedanken sprichst Du hier an...
prometheus 141 hat geschrieben:
nun, wenn ich als 4,5 monate alter fötos schon musik und die stimme meiner mutter hören kann, ist da eine prägungsmöglichkeit die weit über das sehen hinausgeht.
Was Du hier schreibst, ist für mich absolut nachvollziehbar, nur stellt sich mir die Frage, "mit was dieser Fötus eigentlich hört". Denn ich bezweifle, daß ein Fötus mit 4,5 Monaten, bei dem das Gehirn mit allen seinen Schaltstellen noch gar nicht "verknüpft" ist, tatsächlich schon die irdisch-organischen Möglichkeiten hat, Musik in unserem Sinn zu hören, da das ja doch ein recht komplexer Vorgang ist, der eben erst gelernt ("verknüpft") werden muss. Ich würde also vermuten, daß ein Fötus im Mutterleib noch über die Sinne der Seele verfügt, welche ja unabhängig sind von organischen "Einrichtungen". Und ich vermute weiter, daß mit der irdischen Konditionierung diese "seelischen Sinnesorgane" mehr und mehr von den irdischen Organen ersetzt werden, bis wir dieses zuerst wahrnehmende "innere Kind" in uns so richtig schön gefesselt und versteckt und somit nur noch unsere irdischen Organe zur Verfügung haben.

Zitat:
trotz all dieser forschungen... ist uns der plan zur besseren kooperation noch nicht wirklich gelungen, und hier ist nicht der ansatz der konstruktivisten denen es um verbesserung geht zu favorisieren, sondern was die hirnforscher wie jaak panksepp in bezug auf das zentrum für glück herausgefunden haben. kinder wie ratten, die viel miteinander gelacht und miteinander gebalgt haben, sind unfähig sich später gegensseitig zu töten. so war es dem lacharzt madan kataria möglich in indischen gefängnissen schwerstkriminelle durch diese art von berührung wieder zu sozialisieren, weil er bereiche bei ihnen stimuliert hat, die sie durch ihre sozialisation überhaupt nicht aktivieren konnten, die jedoch in uns im stammhirn angelegt sind, also immer vorhanden waren.
Auch das sind interessante Ansätze, hab davon noch nichts gehört; diese Methode "durch Berührung brachliegende Bereiche zu stimulieren" erinnert mich an neuere Verfahren wie "Body talk"...

Könntest Du benennen, wo dieses "Zentrum des Glückes" ist? Meinst Du damit vielleicht die Zirbeldrüse oder den Hypothalamus?

Und über die "Konstruktivisten" muss ich mich scheinbar noch genauer erkundigen, bevor ich mich zu deren Lager rechne :lol:

Zitat:
neue landkarten heißt jedoch man kann einen menschen mit guten eigenschaften erzeugen, das ist eine grauenhafte vorstellung und hilft nur der richtung, die uns klonen wollen. was dabei herauskommt erfahren wir schon durch genprodukte, und pestizide bienen sterben...
Einerseits geb ich Dir recht: das Erzeugen von Menschen mit "guten" Eigenschaften hört sich schlimm an, aber hier ist doch von einer (Re-)Sozialisierung durch Berührung und Aktivierung rudimentärer, "seelischer" Bereiche gemeint, oder habe ich das nun aus dem Kontext gerissen?
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 08:56 
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Hallo Leute, man scheint zu wissen, dass Föten etwas hören können und es auch verarbeiten. Die Entwicklung dessen ist fortschreitend. Hirnreifung beginnt also schon im Mutterleib.

http://www.focus.de/gesundheit/baby/new ... 16828.html


Dann habe ich dazu gleich einmal eine Frage an den Loki: Was bitte sind denn die Sinne der Seele? WEISST du, dass es eine Seele gibt oder glaubst du es? Bisher ist ALLES was mir unter dem Begriff Seele untergekommen ist eher eine Definition der Psyche.

Nun und die Konstruktivisten werden auch noch angesprochen..grins..Wieviele Themen wollt ihr hier noch ansprechen?

Über Konstruktivismus haben wir hier bereits ein Thema und wer darüber posten möchte bitte in den: Die erfundene Wirklichkeit Thread überwechseln.

Für Das Thema in wieweit ein Fötus gehirntechnisch entwickelt ist oder inwieweit wir kommunikativ unterentwickelt sind, würde ich bitten auch in einem gesonderten Thread zu behandelen.

Wieder on Topic,

Das Hören kann sicherlich trügerisch sein und das Gehörte kann dann auch bei jedem andere Reaktionen auslösen. So ist das mit dem Wissen und dem Glauben so eine Sache und sicherlich haben wir da die wichtigen Hinweise der Konstruktivisten. Jeder hat seine eigene Wahrheit, sein eigenes Wissen und seinen eigenen Glauben. Dennoch gibt es sowohl in Forschung, als auch in der Gesellschaft gewisse Allgemeingültigekeiten. Wenn diese nicht existent wären, funktionierte unsere Gesellschaft und vieles Andere nicht.
Kulturelle, bildungstechnische Prägungen machen Wissen und Glauben also zu etwas qualitativ und quantitativ Unterschiedlichem.

Wie man absolutes Wissen definiert ist mir immer noch ein Rätsel. Allerdings kann man schon davon aus gehen, dass manche Dinge der Wissenschaft fundiert sind und nicht mehr widerlegt werden. Auch gewisse Werte und Normen haben sich etabliert. Diese wieder zu druchbrechen verursacht dann wiederum recht komplizierte Gesellschaftsstrukturen. Generell versucht der Mensch ja sich zu verbessern. Fast jeder wünscht sich eine bessere Welt. Deshalb wird immer wieder wissenschaftlich und gesellschaftlich an Wissen und Glauben geforscht und getestet und sicherlich vermischt sich dabei beides ab und an. Aber gewisse Grundfeste haben eben Bestand und werden auch kaum noch angezweifelt.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 10:16 
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;) Leute ihr brings mich ständig auf neue Ideen - bessser gesagt, was ich schon mal gehört habe..

Jetzt kommen mein (Ka)hunas ins Spiel...

Zitat:
Alle drei sind zwischen Aka und Mana, Bildevermögen und magische Kraft. Doch das sprechende Selbst ist von beiden abgeschlossen, bis es sich ihnen öffnet. Der Weg geht zuerst hinunter. Nur das Kind hat Zugang zum weisen Alten, kann ihm (ihr) Kraft, Mana senden, damit er heilend durch seine Bildfähigkeit Aka in das irdische Geschehen eingreifen kann.
:!:
http://www.schuledesrades.org/palme/boo ... 1/0/0/1/13


Sicher können Fötuse schon hören, mein 2. Sohn war ganz hellhörig, auf Mathe - da sprang er im Bauch herum - na Mathe mag er jetzt zwar nicht so gerne , eventuell die Stimme des Vortragenden.. ich weiß nicht was...aber alle Anwesenden beobachteten meinen Bauch und jeder wollte fühlen - wie es sich anfühlte...
Warum verliert dann der Fötus das Gefühl - richtig zuzuhören??

Ist es doch unsere schnelllebige Umwelt?
Die Erziehung man weiß auch - Medien :?:

auf klassische entspannte Musik, da reagieren die Fötuse ganz entspannt.


Da ist hören noch hören,
werde ich Erwachsen...sehe, höre, ich wie ich meinen Geist einstelle...(Logo-geprägt)
und muss erst wieder lernen - wie @prome schon anführte - nur in der Stille, Leere.
schmecken und tasten ist dann völlig aus dem Gleichgewicht geraten.
Sehe ich deshalb auch die UV-Strahlen nicht?
:?:
Hat man schon untersucht, ob Fötuse Infralicht sehen können?? :?:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 17:36 
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prometheus 141 hat geschrieben:
Solly hat geschrieben:

Der Hirnforscher Gerhard Roth vertritt die Auffassung, dass die erlebte ›Wirklichkeit‹ unserer Welt (einschl. Farben und Musik) nur die durch unser Gehirn interpretierte Realität ist.
Zitat:
und sogar die Musik ist gar nicht da,
also leben wir in einer laut- und farblosen Welt, nichts hat feste Konturen und alles ist miteinander verbunden.

Ganz einfach.


gerhard roth ist radikaler konstruktivist, der natürlich mit seiner hypothese zu diesen ansichten kommen muss
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Roth_%28Biologe%29
ich gebe zu bedenken andere forscher kommen zu anderen ergebnissen zum beispiel der biophysiker manfred clynes http://www.mozart-science.org/index.php ... om_id=&L=0
Code:
...Die Berührungsäußerungen wurden weiter in einen Klang der gleichen dynamischen Form umgewandelt (sowohl was Amplitude als auch Frequenz angeht), und durch Experimente im Anschluss konnte gezeigt werden, dass die Emotionen dieser Klänge von amerikanischen und australischen Gruppen richtig erkannt wurden (1982). Jetzt wurde ein ähnliches Experiment mit australischen Ureinwohnern in einem Reservat in Zentralaustralien durchgeführt und zeigte, dass diese Gruppen ebenfalls die Klänge, die durch die Berührung weißer Städter erzeugt wurden, richtig erkannten. Dies bestätigt die Hypothese eines elementaren Ursprungs der dynamischen expressiven Formen im Gehirn unabhängig vom sensorischen Ausgabemodus.

der wahn der konstruktivisten ist, sie meinen alles lässt sich erschaffen, dagegen meinen forscher wie clynes, alles war in der urform schon immere miteinander verbunden, das universum existiert in sich störungsfrei, erst die macher wollen uns davon entfernen.


Ich glaube hier wird gerade etwas verwechselt, was die Konstruktivisten anbelangt. Roth war nicht radikaler Konstruktivist, sondern eher der Vertreter des Erlanger Konstruktivismus. Auch sagen Konstruktivisten nicht, dass man alles erschaffen kann, sondern man kann individuell Denken auch und gerade in der Wissenschaft. Dass das Universum insich Störungsfrei funktioniert, stimmt wohl. Dass natürlich der liebe Mensch die Umwelt und somit auch ein wenig das Universum beeinflußt durch z.B. Umweltverschmutzung usw. ist klar. Die Verbindung des Gesamten Universums ist irgendwie logisch.

Die Experimente bestätigen doch nur den Konstruktivismus. Der Mensch ist durch Urinstinkte und Urerlebnisse geprägt. Dennoch ist niemand gleich im Denken und Handeln und auch nicht in der gehirntechnischen Verarbeitung, auch wenn es gewissen Gemeinsamkeiten gibt. Die Absolute Wahrheit, der alle Menschen zustimmen gibt es selten. Und je komplexer die Ansprüche sind, z.B. in der Forschung, umso schwieriger wird es Wahrheiten zu finden. Ein paar Töne, die irgendewas erkennen lassen oder irgendetwas auslösen, sind ja recht banale Dinge im Gegensatz zu z.B. der Quantenphysik..grins..

Je primitiver die Themen, umso größer und einfacher ist die Chance für eine allgemeine Realitätsdefinition.

Auch hat man im Konstrukrivismus versucht, Wissen zu definieren. Also einerseits meinen Konstruktivisten der alten Schule, dass sich jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit erschafft und Realität niemals genau zu defienieren sei, weil sie jeder anders interpretiert. Das was Solly dazu zitierte, dass das Gehirn uns die Realität baut würde das ja bestätigen, denn jedes Gehrin arbeitet mit verschiedenen Informationen, je nach Erlebtem, je nach Interessen usw.

Die Erlanger Konstruktivisten sind der Meinung, dass man durch wissenschaftlicher Methodik zu mehr allgemeingültigen Wahrheiten findet, wobei man dann immerwieder bei der eigentlichen Forschung z.B. in der Astrophysik über den Konstruktivismus versuchen muß, sprachliche und kognitive "Fehler" aufzuspüren.

Wenn man es sich überlegt, sollte man irgenwann einmal eine Definiton finden, ab welchem Zeitpunkt etwas für realistisch zu halten ist. Also wieviele Jahre oder Jahrzehnte eine Lehrmeinung oder ein Forschungsergebnis nicht widerlegt werden konnte, bis man es als Wahrheit bezeichnen kann. Allerdings entwickeln sich ja ,wie schon in meinem vorigen Beitrag erwähnt, Wissenschaft sowie der Glaube an etwas ständig weiter. Alte Ergebnisse bilden die Basis für neue Erkenntnisse und manchmal werden alte Ergebnisse total widerlegt, aber eher ist ersteres die Regel.

Wir brauchen also Basis um Wissen weiterzuführen. Was gestern Realität und Wirkllichkeit war, ist heute überholt.

Und immernoch finde ich die Denkansätze der radikalen Konstruktivisten nicht so falsch: Jeder hat seine eigenen Wahrheiten. Ich denke das ist auch gut so, sonst wäre ja unser Dasein nur schwarz oder weiß. Bunt ist mir lieber. Auch wenn bei der lila Reklamekuh klar ist, dass Kühe nicht lila sind. Diese Erkenntnis hat sich über Jahrhunderte etabliert und kann wohl erst widerlegt werden, wenn es Wissenschaftlern gelingt, Fellfarben genmanipulativ auf Lila zu polen. Wird aber wohl nix werden, glaube ich.

Nochmal mein Hinweis, wir haben einen Thread zum Konstruktivismus: Die erfundene Wirklichkeit...Und wer Watzlawick gelesen hat, wäre dort gut aufgehoben. Dies ist ein interessantes Thema und beinhaltet auch das Topic von diesem Thread hier Vermischung von Wissen und Glauben könnte man als Konstruktivismus bezeichnen.

Gruß

Baroness

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Di 22. Nov 2011, 20:05 
Wenn es wirklich so ist wie Solly es erlebt, also regelrechte Geister und so weiter...
dann müssen es noch mehr Menschen erfahren haben.
Und wenn dem Glauben geschenkt werden würde, dann hätte sich die Wissenschaft doch schon lange damit befasst.
Warum tun sie dies nicht?

Wir sind doch alle daran interessiert ob es zum Beispiel noch einen oder mehrere Planeten gibt, wo Leben ist.
Bisher haben wir noch nichts lebendiges auf anderen Planeten ausgemacht.

Die Menschheit ist aber an diesem Thema wirklich interessiert, also denke ich wäre es doch logisch, wenn man dem Glauben schenken kann, dass sich die Wissenschaft damit befasst.

Es muss zu erfassen sein. Oder zumindest die Erfahrung damit an Wissenschaftler weiter geben zu können wäre eine Möglichkeit.
Warum wird darüber geschrieben und warum wird dort nicht geforscht, gerade bei Menschen wie bei Solly und Loki.

Sie haben diese Erfahrung gemacht, so können sie es doch auch weiter geben, wenn da eine Möglichkeit wäre.

Und es kann eben nicht jeder kommen und erzählen er habe Geister oder Dämonen gesehen oder gehört oder sonstwas...
Auch wenn ich selber nicht daran glaube, so versuche ich zu verstehen.

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist richtig...oder ..die Vermischung von Wissen/Glau
BeitragVerfasst: Mi 23. Nov 2011, 08:42 
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Also um mal alles hier wieder ein wenig zu sortieren, in diesem Thread geht es nicht um Geisterscheinungen sonderm um die Vermischung von Wissen und Glaube. Wenn du meinen vorgigen Post und den davor nicht ignoriert oder genauer gelesen hättest, wüßtest du, dass wir gerade die Zusammenhänge oder die Differenzierung von Glaube und Wissen analysieren.

Dass du nun das Geistwesenthema hier als Beispiel bringst, schön und gut. Aber wie siehst du da den Zusammenhang, zwischen Glauben und Wissen.

Deine Behauptungen Wissenschaftler würden sich nicht mit diesen Phänomenen befassen stimmt nicht. Es gibt Institute die parapsychologische Forschung betreiben. Und es gibt Wissenschaftler in der Astrophysik z.B. die zugeben, dass der Mensch merkwürdiges erleben kann und dass man nicht alles, was noch nicht genau bewiesen ist als Humbug abtun kann. Dazu haben die Leuts noch viel zu viele Ungereimtheiten auf allen möglichen Gebieten der Wissenschaft z.B. auch der Neurowissenschaft.

Dass man einigen Leuten Realitätsverlust oder gar Betrug unterstellen kann ist klar. Dennoch habe ich bei Leuten, die meinen Absolutismen vertreten zu müssen und die Behauptung: Geistwesen kann es nicht geben, ist ein Absolutismus, so meine Bedenken. Das ist ein wenig borniert und arrogant zugleich zu behaupten alles was ich nicht kenne oder noch nicht erlebt habe wäre Humbug. Ob man etwas Glaubt oder sich bei Behauptungen Anderer es gäbe dieses oder jenes Phänomen gleich mit Augenrollen abwendet ist dann wieder jedem selbst überlassen.

Allerdings erwartet man dann auch, dass die Zweifler sich zumindest informiert haben. Und wenn ich von dir Coracon lesen, es gäbe keine Literatur über dieses von dir hier wieder eingeleiteten Beispiel mit den Geisterscheinungen oder es gäbe keine Forschungen darüber, sagt mir, dass du dich nicht informiert hast.

Ich bitte nun gerade Solly ein paar Buchvorschläge oder auch aus dem Net ein paar Links zu posten, bei denen man sich bei echtem Interesse durch die Thematik finden kann. Aber bitte in dem entsprechenden Thread den der Loki ja für uns hier eröffnet hat.


Nun nocheinmal meine Frage an dich Corazon, wie stehst du zu dem eigentlichen Threadthema: Vermischung von Glaube und Wissen?

Gruß

Baroness

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BeitragVerfasst: Mi 23. Nov 2011, 08:45 
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@ Corazon :Also um mal alles hier wieder ein wenig zu sortieren, in diesem Thread geht es nicht um Geisterscheinungen, sondern um die Vermischung von Wissen und Glaube. Wenn du meinen vorgigen Post und den davor nicht ignoriert oder genauer gelesen hättest, wüßtest du, dass wir gerade die Zusammenhänge oder die Differenzierung von Glaube und Wissen analysieren.

Dass du nun das Geistwesenthema hier als Beispiel bringst, schön und gut. Aber wie siehst du da den Zusammenhang, zwischen Glauben und Wissen?

Deine Behauptungen Wissenschaftler würden sich nicht mit diesen Phänomenen befassen stimmt nicht. Es gibt Institute die parapsychologische Forschung betreiben. Und es gibt Wissenschaftler in der Astrophysik z.B. die zugeben, dass der Mensch merkwürdiges erleben kann und dass man nicht alles, was noch nicht genau bewiesen ist als Humbug abtun kann. Dazu haben die Leuts noch viel zu viele Ungereimtheiten auf allen möglichen Gebieten der Wissenschaft z.B. auch der Neurowissenschaft.

Dass man einigen Leuten Realitätsverlust oder gar Betrug unterstellen kann ist klar. Dennoch habe ich bei Personen, die meinen Absolutismen vertreten zu müssen und die Behauptung: "Geistwesen kann es nicht geben" ist ein Absolutismus, so meine Bedenken. Das ist ein wenig borniert und arrogant zugleich zu behaupten alles was ich nicht kenne oder noch nicht erlebt habe wäre Humbug. Ob man etwas glaubt oder sich bei Behauptungen Anderer es gäbe dieses oder jenes Phänomen gleich mit Augenrollen abwendet ist dann wieder jedem selbst überlassen.

Allerdings erwartet man dann auch, dass die Zweifler sich zumindest informiert haben. Und wenn ich von dir Coracon lesen, es gäbe keine Literatur über dieses von dir hier wieder eingeleiteten Beispiel mit den Geisterscheinungen oder es gäbe keine Forschungen darüber, sagt mir, dass du dich nicht informiert hast.





Ich bitte nun gerade Solly ein paar Buchvorschläge oder auch aus dem Net ein paar Links zu posten, bei denen man sich bei echtem Interesse durch die Thematik finden kann. Aber bitte in dem entsprechenden Thread den der Loki ja für uns hier eröffnet hat.viewtopic.php?f=18&t=81







Nun nocheinmal meine Frage an dich Corazon, wie stehst du zu dem eigentlichen Threadthema: Vermischung von Glaube und Wissen?



Ich bitte nun alle on Topic zu bleiben ansonsten muß ich abtrennen und dann wird es unübersichtlich. Baroness/Mod.

Gruß

Baroness

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