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 Betreff des Beitrags: Was hat der Glaube mit dem Berg Ararat zu tun?
BeitragVerfasst: So 20. Nov 2011, 17:44 
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Untertitel: Inwieweit könnte die Entdeckung des Wrack´s der Arche Noah auf dem Ararat eine Rolle bei der unterschiedlichen weiteren Entwicklung des islamischen und christlichen Glaubens gespielt haben?

Vorgeschichte: Die ersten, die die Arche fanden, waren laut diesem Bericht keine Christen, sondern natürlich Türken, aus http://rsanoa.home.comcast.net/~rsanoa/ark_summary.htm
Zitat:
Stories came out of Turkey in 1840 when a mammoth earthquake and eruption struck the mountain and spewed huge rocks, mud and debris over everything near the base of the mountain...

Shortly after this calamity, reports began surfacing that the Ark of Noah had been sighted high up, in the glacier, on Ararat.

The Turkish government had sent a crew of geologists up the mountain to determine what had really taken place and the extent of damage in the area. They reported in their official findings that they had found a large manmade wooden structure high up in the edge of the glacier, badly damaged, but with an opening in front through which they had entered and found what appeared to be pens or cages.

When these stories were printed and circulated in newspapers of the day,
they were greeted with much ridicule and amusement.
So much so that the authorities just finally pretended it never happened.
grob übersetzt: 1840 gab´s am Ararat ein Erdbeben, bei dem grosse Teile des Gipfels herunterbrachen und Schäfersleute sahen dann oben ein Wrack und verständigten die Regierung, die dann Expeditionen hochschickte und die fanden einen "grossen Kasten aus Holz mit einer Luke und innendrin so etwas wie lauter Käfige". Als das türkische Gouvernment diese Nachricht an die internationale Presse weitergab, war die Reaktion nur ein grosses Gelächter, woraufhin das Gouvernment ihre Aussage zurückzog. Und weiter heisst es: Um 1900 schickten die Russen unter Zar Nikolas eine Expedition zum Ararat, die Bolschewiken waren aber schneller und der Zar erfuhr den Tod eher als die Nachricht von der erfolgreichen Mission.

So, nun, ... das türkische Gouvernment konnte ja nix dafür, daß es von der Weltpresse ausgelacht wurde, aber wieso sollten die "Türken", nun als Muslime verstanden, dieses Wissen vor "ihren eigenen Leuten" verheimlichen? Weil ja auch die Muslime an Noah glauben und mit dem Beweis der Sintflut und des Überlebens Noah gewinnen alle anderen Bibel-, resp. Korangeschichten eine ganz andere Tragweite.

Immerhin waren gerade zwischen 1850 und 1900 in der "aufgeklärten Christenwelt" die allermeisten Bestrebungen, den Glauben an sich zu zerstören, angefangen schon mit Newton über Darwin hin zu Koch und später Steiner und dann das 3. Reich.

Wenn aber die Muslime von Kindesbeinen an wissen und erklärt bekommen, daß die Arche wirklich sichtbar auf dem Ararat liegt, dann wäre verständlich, warum ihnen das Glauben an sich viel leichter fällt, obwohl sie ja auch "wissenschaftlich aufgeklärt" sind.

Erstes Übrigens: Seit die Arche frei liegt, schiebt sich jedes Jahr ein Gletscher drüber, sie hat also die letzten 150 Jahre sehr unter den Gezeiten gelitten und sie existiert nicht mehr in dem Zustand von vor 150 Jahren, aber Teile von ihr liegen eben immer noch oben...

Zweites übrigens soll dieses Thema nix mit Islamismus oder Schuldzuweisungen zu tun haben, ich hab heute nur ein paar alte Themen in die Finger bekommen und beim Lesen über den Ararat ist mir dann dieser Gedanke gekommen, der aber natürlich wertneutral ist.

Ich würde es so sagen:

Jeder Moslem und Jude und Andersgläubige ist mein Bruder,
zwar nicht im Glauben, aber im Leben,
und das ist ja erstmal das Wichtigste, nichwahr?
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 Betreff des Beitrags: Re: Was hat der Glaube mit dem Berg Ararat zu tun?
BeitragVerfasst: Mo 21. Nov 2011, 12:18 
Zitat:
Untertitel: Inwieweit könnte die Entdeckung des Wrack´s der Arche Noah auf dem Ararat eine Rolle bei der unterschiedlichen weiteren Entwicklung des islamischen und christlichen Glaubens gespielt haben?


Der Islam hat nur einen Gott, der von den Gläubigen erwartet, dass jeder Sohn für denselben stirbt. Das Christentum glaubt an einen Gott, dieser erwartet nicht von jedem Sohn der für ihn stirbt, sondern dieser eine Gott brachte seinen Sohn auf die Erde, damit er für die Söhne für uns gestorben ist.

Weiter ist es so, im Christentum ist es möglich zu jeder Zeit und Stunde sich zu Gott zu bekehren, durch Jesus der Christus.
Dies ist im Islam nicht möglich.

Im Islam wird Jesus der Christus verleugnet.

Es steht sogar im Koran, ich versuche es einmal mit meinen Worten:

Die Christen nennen Jesus den Christus als den Sohn Gottes, Allah schlage sie alle tod, diese verfluchten Menchen.
Die Christen erlauben sich sogar ihn den Sohn Gottes frei auszusprechen. Diese Menschen, wie können sie nur so fehlgeleitet sein.

So oder ähnlich steht es im Koran.

Angeblich glauben die Islamisten sogar, dass Jesus nicht gekreuzigt wurde, sondern ein Doppelgänger für ihn am Kreuz starb. Jesus entkam sozusagen der Kreuzigung.
So steht ungefähr im Koran, also wortgemäß:
Der Jesus wurde nicht von ihnen gekreuzigt oder getötet, sondern es war wie eine ERscheinung für sie, dieselbe ist gelogen. Jeder der anderes sagt oder meint ist voller Selbstzweifel und ihm fehlt die ERkenntnis.

Wenn wir uns die Moscheen ansehen, dann erkennen wir ein Halbmond ähnliches Dach, dies hat den folgenden Grund:

Allah wurde von weit über hundert Wüstengeistern von Mekka Bewohnern ausgewählt als Mondgott verehrt.
Mohamed erkannte in Allah den alleinigen Gott, also nur Allah und so muss ein Moslem von der ersten Stunde an diesem Gott sich unterwerfen.

Auch wird ein Moslem niemals Allah sehen, auch nicht im Paradies. Für uns Christen ist es so, dass wir Gott sehen werden Angesicht zu Angesicht, weil er uns in seinem Bilde erschaffen hat.

So kann man erkennen, wie unterschiedlich diese beiden Glauben sind.
Weil dem so ist, versuchte das zweite vatikanische Konzil eine Bemühung um einen Dialog.
Es geht um den Gott des Islam, den sie als einzigen Gott anbeten und sich ihm unterwerfen, wie Abraham sich Gott unterwarf. Sie wissen um die Macht des einen Gottes, den sie Allah nennen. Obwohl sie Jesus nicht als Sohn Gottes bezeichnen, ihn aber als Propheten ansehen. Maria schenken sie die Würde und beten sie auch zuweilen an.
Da es große Probleme zwischen den Christen und dem Islam gab, erbittet und ermahnt die Heilige Synode darum, alles Vergangene zu vergessen und diese aus dem Grunde:
Um sich zu bemühen einander zu verstehen, füreinander einzutreten, für den Schutz und die Förderung sozialer Gerechtigkeit und dies für alle Menschen der Welt.

Anzumerken wäre noch, der Koran wurde von Mohamed diktiert, durch Gott und dieser Mohamed ist die letztendliche Autorität.

Wenn wir nun auf den Glauben mit dem Berg Ararat zurück kommen wollen, dann kann man sagen, dass der Islam und das Christentum beide an Noah Urvater glauben.
Bei den Moslems geht es um Noah, der nicht nur seine Familie überzeugen konnte und mit in die Arche nahm, sondern auch alle die Gläubigen.
Bei den Christen geht es um die Mitnahme aller Tiere und um seine Familie, die er überzeugen und mitnehmen konnte.

Es wird allerdings am 10. Tag des Monats Muharrem ein Fest gefeiert. Der Tag ist der erste Monat im Jahr des islamischen Kalenders.
An diesem Tag feiern die Moslems und es dürfen keine Auseinandersetzungen geben. Sie gedenken den Menschen zur Zeit des Noah und kochen eine bestimmte Suppe, die sich Aschura nennt. Diese Suppe wird nach alter Tradition gekocht. Es handelt sich nachdem Noah mit seiner Arche wieder festen Boden unter den Füßen hatte, sollte dies ein Tag zum Feiern sein. Sie suchten alles zusammen was noch essbares auf der Arche war. Daraus wurde eine Suppe gekocht und durch Gottes Gnade bekam jeder genügend zu essen und wurde damit satt, weil die Suppe durch ihn sich nicht leerte sondern vermehrte.

Es geht hier um abrahamitische Religionen, aus einer Legende heraus, wo Noah mit dem Christentum, dem Judentum und dem Islam feierte. Sie dankten somit Gott für ihr Überleben.
Da alle auf der Arche gleich waren und die Aschure von dergleichen Vielfalt der Lebensmittel dennoch köstlich schmeckt. Dies soll die Versöhnung der Vielfalt der Menschen und an ihren Glauben erinnern. Soweit mein Kenntnisstand.

Was also hat der Berg mit Glauben zutun?

Fazit:
Ob nun die Arche gefunden worden ist dort am Berge Ararat oder nicht, das Ergebnis wie wichtig die Mahnfunktion der Berg und auch die Arche für alle Menschen einnimmt. Es sollte zumindest Ernst genommen werden, wie die Feierlichkeit doch zum Ausdruck bringt:
Wir Menschen sollen, egal welchen Glaubens oder sogar nicht Gläubigen, mit Vernunft handeln, schonend mit unserer Erde umgang pflegen damit unsere Zukunft, das sind unsere Kinder und Kindeskinder und so weiter noch in Würde leben können.

Das sehe ich als Thema an, wenn wir von Glaube und Berg sprechen. Vielleicht habe ich das Thema verfehlt, doch ich denke, der lange Rattenschwanz zuvor ist wichtig, um das Verständnis für die verschiedenen Religionen zu bekommen und doch zu erkennen, wie alle Menschen sich eines Wünschen:

So hoch wie der Berg Ararat über die Dinge des Geschehens nicht hinwegsehen sondern beobachten, dies kann man wunderbar von einem hohen Berg aus und...
das jeder Glaube, so unterschiedlich er auch ausgelegt ist zu akzeptieren um in Frieden und Freiheit leben zu können.
Schritte aufeinander zu tun, ob nun Islam, Judentum, Christentum oder Menschen die aus diesen Geschichten schlau geworden und danach handeln, ohne Gläubig zu sein.


In diesem Sinne lieber Loki

wünsche ich uns eine gute gemeinsame Zeit hier im Forum

Corazon
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