Aktuelle Zeit: So 20. Aug 2017, 20:08
Unbeantwortete Themen | Aktive Themen

Foren-Übersicht » Reich des Äskulap » Medizin


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: So 11. Dez 2011, 10:38 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Ich habe vor kurzem einen interessanten Vortrag über Burn out gehört.

Dort wurde unter anderem erwähnt, dass das echte Burn out nur Leute bekommen, die eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur aufweisen, denn viele anderen Leute hätten auch Distress, der schädigen würde aber nur wenige bekämen Burn out.

Was allerdings schon klar ist, ist die Tatsache, dass viele Leute eben anders mit Stress umgehen und somit eventuell auch andere Krankheiten entwickeln.

Unser Körper ist auf kurzzeitigen Stress und dessen Verarbeitung gut eingestellt. Wenn aber Dauerstress ihn bombardiert, haben wir vermehrte permanente Ausschüttung von Stresshormonen und "vergiften" uns selbst.

Uns sollte deshalb bewußt sein, dass unser Gehrin heutzutage einm Dauerbombardement von Reizen ausgesetzt ist.

Ich möchte hier ein paar Faktoren nennen, die mir bisher auch nicht wirklich so bewußt waren.

In dem Vortrag von Professor Golling war folgendes zu verstehen:

°1 Jahr ohne Emails ist genauso stressig wie ein Emailtag heutzutage.
° Der Konsumzwang und seine Folgen Verpflichtungen Schulden sind Stressoren
° Trennungen, Ehescheidungen stehen an erster Stelle bei Belastungsfaktoren
° Arbeitsplatz(durchaus nicht an erster Stelle der Stressfaktoren zu sehen)
° Kinder
° Freizeitsegmentpartner( zum Tennis mit Herrn X,ausgehen mit Herrn A, chatten mit P,Q,R, und S...usw. usw. Erklärung: Es ist nicht gut für uns mit zu vielen Leuten im ständigen Austausch zu sein. Wir sind am gesündesten in kleinen, bleibenden Verbänden.


Fazit: Wir müllen unsere Seele und unsere Psyche selbst zu, wir gehen zuviele Kontakte ein und wir machen uns das Leben selbst schwer, sodass es zunehmend zu psychischen Folgen kommt.

Da mir das nun bewußt ist, bin ich froh nur einen kleinen aber feinen nicht immer präsenten Bekanntenkreis zu haben. Hobbys genieße ich in Maßen nicht in Massen und ich habe keinen Job, der mit Büroarbeit und Emails zu tun hat. Mein Emailpostfach wird nicht übermäßig strapaziert. Face book und Co hatten mich noch nie interessiert, mein Handy wird auch nur mäßig eingesetzt. Mir geht es noch relativ gut.

Ich werde versuchen, dass das auch so bleibt und meine Kinder tun es mir hoffentlich, bis jetzt klapt es noch, gleich.

Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Mi 14. Dez 2011, 18:59 
Offline

Registriert:
Di 4. Okt 2011, 18:12

Beiträge:
42
wenn ein baum in einer stadt wohnt kann es sein, dass die umweltgifte ihn krank machen, warum sollte es menschen anders ergehen, wir sind im intersein und sind deshalb untereinander zuständig und da ist zu beobachten, dass die westliche sichtweise gerne das problem individualisiert. es gab einen arzt der sah sich die akten von schizofrenen an, und als er sich innerlich mit den kranken beschäftigte und bei sich die ansätze der krankheit fand trat bei den patienten heilung ein, ohne dass sie dem arzt begegnet waren, es ist einfacher und schwieriger zu gleich....
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2011, 11:17 
Offline

Registriert:
Di 29. Nov 2011, 11:58

Beiträge:
21

Wohnort:
nicht soooo weit weg
Niemand ist verpflichtet sich diesen Stress anzutun.

_________________
Nur nicht den Kopf hängen lassen!
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Do 15. Dez 2011, 18:45 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Guillotino hat geschrieben:
Niemand ist verpflichtet sich diesen Stress anzutun.


Ja niemand ist verpflichtet sich Stress anzutun. Was würdest du denn Vorschlagen, was getan werden muß, dass Leute weniger Stress haben?

Und bist du der Meinung man könne jegliche Art von Stress vermeiden?

Ein Mann verläßt seine Ehefrau, wie kann die Frau es vermeiden Stress zu haben, nachdem bekannt ist, dass Trennungen die größten Stressfaktoren darstellen?


Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Fr 16. Dez 2011, 08:56 
Offline

Registriert:
Di 29. Nov 2011, 11:58

Beiträge:
21

Wohnort:
nicht soooo weit weg
Hm, da fragste was.
ich bin in solch Situation noch nicht gekommen. Das löst natürlich Streß aus. Wenn man davon ausgeht, dass die Frau ihren Mann liebt, streßt sie das ganz sicher. Ich kenne eine Frau, der ist der Mann im Urlaub gestorben ( auch eine Form des verlassenwerdens), die hat sich einliefern lassen für eine bestimmte Zeit.
Ich habe mir immer die Größe des Weltalls und unsere glitze kleine Welt darin vorgestellt. Wie lange alles schon existiert und das mein Schicksal nur ein Sekündchen im ganzen Geschehen ist. Schon war alles nicht mehr so schlimm. Auch trenne ich mich von Leuten, die mir und meiner Familie nicht gut tun. So hat man schonmal etliche Streßfaktoren weniger. Hört sich immer abgetroschen an, aber regelmäßige Meditation kann helfen! Nicht in Selbstmitleid versinken und anderen die Schuld geben. Das hat mir auch geholfen, weil ich dann das Gefühl bekomme, selber was gegen tun zu können.
So, ich muß los *wink*

_________________
Nur nicht den Kopf hängen lassen!
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Fr 16. Dez 2011, 23:58 
Moderator
Benutzeravatar
Offline

Registriert:
Fr 12. Aug 2011, 16:30

Beiträge:
898

Wohnort:
auf dem Schloss
Ja Guillo, das hört sich alles recht vernünftig an. Wenn man so weit ist, sich von Leuten oder Lebnensumständen zu lösen, die einem nicht gut tun und Kummer bereiten ist man einen guten Schritt weiter. Ich vermute nur, dass es einige Leute einfach nicht schaffen und die haben dann wirklich Probleme.


Es ist nicht sehr einfach aus seinem Teufelskreis zu flüchten.

Ich schaffe soetwas mit einem richtigen Anfall von: Ultimatum stellen oder ich stelle die Leute vor die Wahl etwas zu ändern oder es gut sein zu lassen und einem dann nicht mehr ganz netten Ausbruch von Ehrlichkeit was ich gerade denke oder fühle wird dann auch nach eienr weile Luft gemacht. Was dann wieder andere vor den Kopf stößt. Mir aber persönlich hilft mich abzugrenzen von nicht akzeptablen Umständen oder Leuten.

Es gibt aber Menschen die sind ewig Opfer und die fühlen sich sicher in dieser Rolle. Ich bin der Meinung, es sind viele Leute nicht mehr gesund an Seele und Geist. Jeder hat seine Persönlichkeitsstruktur und die ist nicht immer so, dass sie es einem leicht macht oder anderen gefällt.

Vergessen wir auch nicht, dass wir Nachkriegsgeneration sind. Unsere Omas und Opis haben bestimmt Schaden genommen und da bleibt auch an uns noch etwas hängen.

Gruß

Baroness

_________________
Adel verpflichtet
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2011, 18:47 
Offline

Registriert:
Mo 19. Dez 2011, 17:09

Beiträge:
23
Daß viele Kontakte zu einer Vermehrung von Problemen führen, und die geistige Belastung steigert, ist sicher richtig. Aber Kontakte minimieren und auf "pflegeleichte" Personen beschränken, ist vielleicht auch nicht der richtige Weg. Dann verkümmert der Geist aufgrund fehlender Herausforderungen. Ich bin der Meinung, um die eigene Persönlichkeit zu stärken oder um mehr über das "Ich" zu erfahren, brauchts auch stressige und einem persönlich unangenehme Charaktere als Kontakt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, je stärker ich mich in Stresssituationen bewege oder bewegt habe, desto intensiver geniesse ich die Momente der Entspannung oder Befreiung. Und zehre lange davon. Das ist natürlich leicht dahergesagt, jedoch gelingt es mir immer mehr, auf meinen Wanderungen loszulassen. Das Gefühl kann man natürlich nicht erzwingen oder herbei befehligen. Es stellte sich bei mir nach und nach, fast unbemerkt, ein.
Natürlich wünsche ich auch so manche Situation oder Person zum Teufel, aber die gehören halt auch zum Leben.

Sage ich jetzt; da ich gerade stressfrei bin. :P
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2011, 23:07 
Also wenn unangenehme Personen mir Stress bereiten, hat das für mich mehr Nachteile als Vorteile, zumal bei mir oft die Gesundheit darunter leidet.
Und nicht selten ist dann das Bad mein häufigster Aufenthaltsort. Allein der Blick in ein Forum kann da schon ausreichend sein.. Baro kann davon ein Liedchen singen. :x

Die wohligen Erholungspausen können sich dann bei mir auch mächtig in die Länge ziehen. :D

Eher dienen mir schwierige Themen durch angenehme Personen als geistigen Ansporn und halten mich auch gesundheitlich fitter. Da können es dann auch sehr viele Kontakte sein. :lol:
Nach oben
   
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Mi 21. Dez 2011, 13:49 
Offline

Registriert:
Mo 19. Dez 2011, 17:09

Beiträge:
23
Man lernt aber, beim Umgang mit einer unangenehmen Person, sich darauf einzustellen. Um bei der Nächsten gelassener zu reagieren und somit diese Kontakte, die gezwungenermaßen nicht ausbleiben werden, immer ruhiger anzugehen. Trifft man auf eine infame Person, regt man sich wahnsinnig auf und sorgt so für mehr Stress bei sich selbst. Wurde man aber schon öfter von dieser Spezies in den A... getreten, findet man sich damit ab, daß nunmal viele davon existieren. Und minimiert so seinen Stress. Der erste, der mich heftig hintergangen hatte, sorgte bei mir für starke seelische Schmerzen. Und half damit, nachfolgende Tiefschläge besser wegzustecken.

Was natürlich nicht bedeuten soll, daß ich mir vorzugshalber nur Bekloppte zu Forschungszwecken und zur Stärkung meines Seelenheils heraus picke. :lol:
Nach oben
  Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Machen wir uns alle selbst krank?
BeitragVerfasst: Mi 21. Dez 2011, 15:16 
Zitat von Nuffi:
"...Was natürlich nicht bedeuten soll, daß ich mir vorzugshalber nur Bekloppte zu Forschungszwecken und zur Stärkung meines Seelenheils heraus picke. :lol:"


Das will ich auch nicht hoffen, Nuffi. :lol:

Hört sich alles so leicht an, ist es aber nicht.
Und ganz ehrlich gesagt, mir wäre die Zeit zu schade, um mich an Boshaftigkeiten zu gewöhnen, da mich das auch am freien Posten hindern würde. Und ich will nun mal frei posten können, ohne selbstauferlegtem Stress durch Ignoranten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, andere bewusst zu diffamieren. :twisted:
:lol:
Nach oben
   
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 

Foren-Übersicht » Reich des Äskulap » Medizin


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron