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 Betreff des Beitrags: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:24 
Liebe Userinnen und Liebe User,

da ich gern dichte und diese Gedichte auch veröffentliche mache ich hier den ersten Schritt und setze ein paar Gedichte ins Forum.

Ich würde mich freuen auch von Euch etwas lesen zu dürfen.
Viel Spaß dabei wünscht

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:26 
Der Baum und das Meer

Ein Baum, von innen hohl
Eine Tür, ich schließ sie auf

Stufen zur Krone führ´n
Ein Fenster in einem Ast

Ein Augenblick auf´s Meer
Lerne und verstehe nun

Ein großer Stein fällt
Leichter meine Seele

Rot ist der Faden, sogleich
Schau ich in die endlos Ferne

Der Himmel, sonderbar
Küsst die weiten Meere

Hör ich wie schwer ein Stein
Von meinem Herz zu Boden fällt

Tausendundein Kieselstein wohl
Ewig vergraben am Meeresgrund

Schreibe mit roter Federtinte:
"Vater" aus pure wahre Liebe

Trag ich mein Herz auf der Zunge
Leichte Brise, weiße Meereswelle

Ebbe und Flut, Asche und Glut
Liebe und Leid, Welt ohne Zeit

Brech ich niemals den Stab
Über meines Vater´s Stirn

Zeigte er mir die aufgehende Sonne
Seine große Hand hielt die meine feste

Er war für mich der schönste Mann
Ich war für ihn sein Töchterlein

Schaute ich zu ihm hinauf, sprach leise:
"Vater, bist du verliebt in mich?"

Darauf seine Antwort war:
"Ein Vater liebt über die Kanäle der Sinne, mein Kind!"

DAS nenne ich: Eine wahre, niemals endend große Liebe!!!

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:27 
Filia, meine Tochter

Wild, blond, stur, immer dagegen
Mag dich, lieb dich, geh nun

Begleitet mein Herz dich auf all deinen Wegen
Sag, was darf ich noch Gutes tun?


Deine Augen oft mich fragend
Begleitete dich mit Rat und Tat

Doch niemals befehlend
Horch in dein Herz, was es dir sagt


Letztendlicher Beschluss
Liegt die Antwort bei dir alleine

Auf deiner Stirn mein sanfter Kuss
Unzähmbares Kind, tust du das Deine


Manche Stunde am Feuer
Viele Worte, Augen sprechen

Immer Ehrlichkeit, statt Lügenschleier
Zwei Liebende haben keine Gebrechen


Sag, was darf ich noch Gutes tun?
Bist ein Baum in Gottes Garten

Mag dich, lieb dich, geh nun
Es wird Zeit, sie stehen schon und warten


Unter meinem Herzen, deines schlug
Liebe in mir, sende sie dir, mein Kind

Lehrte dich, ist´s in dir: Kraft und Mut
Stark sind wir wild, gegen den Wind


Sag was darf ich noch Gutes tun?
Sprichst zu mir stets die Wahrheit

Mag dich, lieb dich, geh nun
Behalte dein klares Auge, geh, es wird Zeit



Liebende, herzliche Umarmung zum Abschied
Verbindet dich und mich uns „Ein Herz sein“

Ist es wie ein stummes Liebeslied
Geh nun, wohin auch, nie bist du allein


Dank ich dir für die schöne Zeit
Unsagbar viel Freude und Stolz mich erfüllt

Solang ich lebe, solang ich trag mein Erdenkleid
Mein Herz schlägt, meine Liebe deinen Hunger stillt


War ich schroff, ungerecht irgendwann
Dann bitte ich nun dich, verzeih

Sag mir, was darf ich noch Gutes tun?
Ein Blick?, Kein Wort? Ja! Du bist frei!

Deine Mutter Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:28 
Filius, heut´ ist er groß


Wer will denn schon erwachsen sein,

mit allen Rechten und auch Pflichten?

bliebe mancher lieber klein,

hört gern Wilhelm Busch Geschichten

gibt es noch den Lehrer Lämpel?

der Friederich, nicht besonders brav

Max und Moritz angeln Hühnerschenkel

der Suppenkasper nicht die Suppe aß

darum zu früh man ihn begrub,

Struwwelpeters Fingernägel, viel zu lange

doch oft nur Tadel ohne Lob,

da wird´s dem liebsten Kind sehr bange,

war der Struwwelpeter ein böser Wicht,

kam ein Monster mit der Schere

da fließt das Blut in der Geschicht´,

sollt es sein für ihn ne Lehre

und der alte Lehrer Lämpel

endlich wollt er schlafen gehn

Träume, statt den Lehrstoff Krempel

hat er die Käfer nicht geseh(e)n.

und wie er so dort schnarchen wollte,

froh war Moritz, Bruder Maxe

ein Käfer, Lämpel aus dem Schlafe holte

so wurde aus manchem Faxe

am Ende ein blutiges Gemetzel,

Hungertod, „appe“ Daumen, Liesel brannte

und die Brüder wurden klein gehäckselt,

Liesel nicht das Feuer kannte,

brannte alles lichterloh,

Horrormärchen, pure Thriller

da ist doch kein Kind bei froh

Angst hat´s Kind vor dem Keller

dunkel, kalt und Geisterwesen

ein schreckliches Ergebnis

es abends am Bette vorgelesen

die Geschichten, aber Skepsis

da hab ich lieber meinen Schelm

der mit Säge, List und Tücke

lachend, tobend mehr als reichlich

sich eigens baute eine Brücke

Geschichten aber diese fröhlich,

er ging vom Kind sein übern Steg

durfte selber Struwwel, Max und Moritz sein,

und Friederich, ne, den lassen „wa“ mal weg....

mein Junge wurde groß

und im Geist nicht klein

denn er durfte wild und laut

kräftig auf die Pauke hau´n,

ließ ihn drin in seiner Haut,

er wollte alles wissen, ständig fragen

und mochte er doch so gerne ärgern,

die schönste Zeit ist wohl die Zeit

wo sich die Dinge im Kopfe lagern

mit Freud und Liebe, doch auch Streit

die schönste Zeit ist wohl gewiss,

wenn alles so bleibt wie es ist....

von klein nach groß...ging mit ihm ein Stück

schenkte ihm Liebe, er mir das Glück


hätte Busch meinen Bub gern gesehen?

wer weiß, wer wird´s erraten

nun, kannst du folgen und verstehen?

Filius Mutter Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:29 
Ein neuer Tag

Ein neuer Tag hat angefangen
Und mit ihm Glück und Freude
Glücklich bin ich aufgestanden
Auf das die Arbeit fertig werde

Die Sonne ladet ein und ich sehe
Blumen leuchtend in allen Farben
Ihr Duft berührt tief meine Seele
Sehe Bäume grüne Blätter tragen

Meine Gedanken will ich schreiben
Auf ein Stückchen weißes Papier
Schreibe Dir, ich will Dir sagen
Wie glücklich ich bin mit Dir

Ein Löwenzahn wächst zur Sonne
Zwischen Steinen war´s ihm recht
Ich sehe gern die kleinen Dinge
Und schau niemals darüber weg

Bin dankbar das wir uns lieben
So bleibt es für mich alle Tage
Sind es die schönsten Stunden
Die ich darf mit Dir verbringen

Ein neuer Tag hat angefangen
Fremd, so kommt mir alles vor
Will kein Licht mehr sehen
Alle Freude ich ganz verlor

Bin stets mit festem Willen
Und zur Tat bereit gewesen
Nun wein ich ganz im Stillen
Kann keinen Schritt mehr gehen

Kann nicht mehr lachen
Nichts was mich berührt
Du kannst nichts machen
Mein Blick ist verklärt

So geht der neue Tag zu Ende
Tiefe Dunkelheit um mich herum
Als ob ich neben mir stünde
Spüre die Kraft geht zu Ende

Und so ein neuer Tag vergeht
Kein Traum, nur Wirklichkeit
Wie vom Winde weit fort geweht
Kräfte schwinden, nur Müdigkeit

So geht ein neuer Tag vorbei
Sonnenlicht tiefer Schmerz
Ängste, Kummer lauter Schrei
Führt mich nicht mein Herz

So geht ein neuer Tag vorüber
Eine Qual jeder Schritt schwer
Wie ein See trüb und trüber
Nach einem schweren Unwetter

Ein neuer Tag den es nicht gab
Du sprichst mit so viel Liebe
Höre Dich nicht, bin wohl taub
Sie ist sehr krank, meine Seele

Eine Fahrt, nur wir zwei
Ich bleibe dort, Du gehst
Steh am Fenster, und leide
Kann ohne dich nicht sein

Eine Seele sucht Hilfe
Ich bin im Krankenhaus
Der Frühling kommt milde
Schau aus dem Fenster raus

So heilt die Seele langsam
Frühling geht an mir vorbei
In der Tiefe sind´s Wunden
Aus den Tagen der Kinderzeit

Viel geweint, lauter Schrei
Selbst verletzt so grausam
Doch die Liebe in uns bleibt
Wir, Du und ich, wir zwei

Und dank ich für alle Zeit
Meinen Kindern, ihre Liebe
Für beide war es keine Last
Nahmen sie mich in ihre Arme

Wenn man heil ist und im Glück
Dann weiß man nicht wie es ist
Wie die Seele quälend zerreißt
Häuflein was man dann noch ist

Heilen langsam alle Wunden
Nichts kann schlimmer sein
In diesen schweren Stunden
Zeigt sich, ein wahrer Freund

Von tausend, vielleicht Einen
So gehen die Tage, es wird Licht
Liebe um mich herum, will Danken
Dem Medicus der von Heilung spricht

Und so gehen die Tage weiter
Die Nacht schenkt mir den Traum
Die Wirklichkeit hat mich wieder
Der Weg zum Glück das ist daheim

Ein neuer Tag ist wohl angefangen
Heilte die Seele, es wurde Sommer
Zu Haus, ein Herzlich Willkommen
Liebe hält auch in schweren Zeiten

Und meine Seele kann wieder lachen
Dankbar bin ich Mann und Kinder
Freude, nun Euch glücklich machen
Freude, das Leben hat mich wieder


Was man immer hat, das ist nicht neu
Doch wenn es nicht mehr ist, bedenke
Lieber heute schon ganz ohne Scheu
Danken, was zu viel ist das verschenke

Wenn dich das gleiche Schicksal trifft
Dann tue es so wie ich es stets versucht
Festen Willens, wenn auch ohne Kraft
Ein neuer Tag an dem du wieder lachst

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:30 
Des Menschen reine Seele

Des Menschen Seele
gleicht einer Säule

Diese, so stellt man fest
steht auf festem Fundament

Geboren unter einem Stern
die Welt hält uns von ihm fern

Der Willen zieht uns
Glaube, Liebe, Hoffnung

Dann sind es drei Schlüssel
Bronze, Silber, Golden

Das Auge blickt ins Treiben
zielt auf reale Möglichkeiten

Leicht, so scheint es klar
ist das Glück stets greifbar

Nur, der Mensch sucht
und was er findet, ist nichts!!!

Des Menschen Fähigkeiten
sind es diese zu erkennen

Und ist der Moment und Augenblick
Fasst er den Mut, rafft beisammen

Erledigt pflichtbewusst, was er bekommen
durch Leichtigkeit, einer Feder gleich

Fällt es ihm in den Schoß, wenn...
ja wenn doch nur dies Wörtchen...

Wenn nicht wäre. "Aber" ist dasselbe Spiel
was gut tut, tut nicht weh

Was weh tut, tut nicht gut...
Drum tut der Mensch ´nen Atemzug...

Die Lungen aufgeblasen
aus hartem Schaden, lernt er

Auf ein Neuses, das Hoffen...! !!
...auf ein Neues: "Wenn & Aber"

Eine bessere Zeit, vergeht was morgen ist
steht der Mensch auf seinem Haufen Mist

Hält den Finger, geschwind
in den ihm bekannten Wind

Ob Osten, Süden, Norden, Westen
Woher der Wind auch wehen mag

Die Antwort kennt "Später" am besten
steht der Mensch am selbst gemachten Ziel

Das ganze heißt: Start und neues Ziel
Der bronzen Schlüssel öffnet das Tor

Herein gelaufen kommt der Mensch, nass vom Regen
der zweite silbern Schlüssel, den muss der Mensch

Leider suchen. Der Stern, hoch oben lässt alles offen
kein Wort spricht der Komet, Pech hat der Mensch

Wenn er morgen lebt, Glück gehabt und pure Freude
Wer den Tag verlegt auf "Heute". So findet sich

Unter gewisse Umstände, auf Irr- und Umwege
die eine Säule, die sein Leben hält und trägt!!!

Die Zeit tickt und tickt oft reichlich
nachdem das erste Tor sich öffnet

Das zweite Tor lässt der Mensch
ganz unbewusst hinter sich....

Finden lässt sich schnell das Schloss
Der golden Schlüssel trägt der Mensch

Ohne jemals daran gedacht, welch Jammer
in seiner oberen, rechten Herzkammer

Guten Morgen, es ist nie zu spät
Die Sonne lacht völlig kostenlos

Ohne dieses Feuerlicht
gebe es uns Menschen nicht

Freundich scheint sie, wer sie mag
täglich ins Herz mit Rat und Tat

Was nur kann geehret werden
ist frei von Urteil hier auf Erden

Hat der Mensch endlich dazu gelernt
schaut er weit über den Tellerrand

Erkennt er ganz gewiss
das alles gut ist, wie es ist

Ein Glas roten, alten Wein
schenkt sich gesellig besser ein

Der Weise ist wie ein leerer Kelch
aller Worte und Gedanken leer!!!

Weggeblasen aller Launen Unvernunft
Am Ende steht die neue Erkenntnis

Alles alte tat und tut ewig ach und weh
Jetzt und hier, heißt soviel wie: Lebe

Glück und Liebe wächst hinter Schloss und Riegel!!!
In jedem Herz liegt der passende Schlüssel dazu!!!

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:30 
Willkommen sein

Strahlend hell leuchte
Glück erfülltes Leben

Sinn und Widersinn
Der Weise schweigt

Freude ungebunden
Gleich wie ein Kind

Von der ersten Stunde
Vollkommenes Glück

Mutter, oft das erste Wort
Laut halt es durch das Haus

So trägt die Mutter
Alle Pflicht mit Freude

Die Stunden vergehen
Erinnerungen bleiben

Denn die Zeit rinnt
Wie´s Bächlein fließt

Und der Herr im Hause
Bleibt ewig Maria´s Kind

Es fürchtet seine Nähe
Obgleich es hoffen mag

Die Nähe zum Vater
Ist ihm lieb und teuer

Vater´s rechte Hand als Schutz
Begleitet es ein Leben lang

Wohl ein großer Segen, wem
Diese Liebe unvergessen bleibt

Die Liebe reicht für alle Tage
Halb so schwer gefühlte Welt

Der Blick auf frohe Kindertage
Frohes Lachen, freie Gedanken

Dankbar schaut es in die weite Welt
Will es allein gehen seinen Weg

Den Lebensweg allein bestehen
Dankbar und bescheiden bleiben

Glücklich einen Schritt voraus
Nicht mehr als da ist zu verlangen

So bleibt ein Elternhaus
Stets ein Ort zum

Nach Hause kommen

Wo es heißt: Herzlich Willkommen

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:31 
Liebe die du suchst

Wenn du suchst
Und nicht findest
Wenn du fluchst
Quälend dich windest

Wenn du den Weg nicht gehst
Der zum Sein dich führt
Dir selbst im Wege stehst
Ausgebrannt dich fühlst

Wenn du suchst
Verliebtheit kurz dich belebt
tötet eiskalt die Sucht
weil du nicht Liebe lebst

Erneut fragst du dich
"Wie kann das sein"
Wahre Liebe fühlst du nicht
Und dein Herz wird zu Stein

Während es dich zerfleischt
Spricht in dir die Wahrheit
Während dich die Sucht zerreißt
Erneut suchst du Verliebtheit

Willst du gefühlte Liebe festhalten
Durstige Sinne, hungriges Nichts
Suchtbeile sogar Steinherzen spalten
Endlose Gier sinnlos dich sticht

Die Liebe, so wie du sie siehst
Diese Liebe gibt es nicht
Wahre Liebe führt zum Licht

Lerne dich selber kennen
Dann bist du, kannst beinahe schweben
Liebe kannst du niemals trennen
Du bist Liebe, lerne Frieden leben

Lebst du die Liebe endlich
Dann hast du dich gefunden
Ewig Frieden mit dem "Ich"
Liebe kennt keine Stunden

Dein ganzes Sein ist pure Lust, das Leben
Lässt in dir wachsen Kraft und Mut
Göttliches Geschenk
Liebe geben und auch nehmen
Fortan mit dem, der Gleiches dir tut

Liebend dem vertrauen
Ganz ohne Sucht und Trieb
Verliebt auf das Herz schauen,
das ist Liebe, die niemals stirbt.

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:32 
Großmutters Geburtstag


Großmutters kalte Hand gratulieren

Ihr Enkel, ein kleines Lächeln

Am Tisch sollte er sitzen, parieren

Großmutter wollte ihn stets tätscheln


Einziger Enkel, zwei Jahre auf diesem Meridian

Immer wild, unbändig, ohne Zwang

Bin seine Mutter, lass ihn lebendig SEIN

Weiß ich, still sitzen macht ihn krank


„Nun esse doch den Kuchen, bist viel zu dünn

Omi hat ihn nur für dich gebacken!“

Max Augen, wütend, hörte er gar nicht hin

Half  nicht Omi´s betteln und locken


Verzweiflung machte sich breit

Am Tisch die Verwandten

Max mein wildes Kind, tat mir Leid

Alle Augen auf ihn, besonders die Tanten


Bin ich Mutter, hielt stets im Geiste

Für ihn, das Schild und das Schwert,

Wie sehr Max Unverständnis hasste

Jeden lieben, leben lassen, ich ihm gelehrt


Kleine Kinderseele, ungebeugt, mein Ziel

Sein Köpfchen, hell und klar

„Er ist Max, keine Puppe zum Spiel

Ein Lausbub wird er!“, hab ich gesagt



Nahm ich ihn nicht an die Hand

War es doch gar nicht nötig

Kein Wort, niemals gekannt

Sind wir alle Zeiten fähig

Gedanken lesen, von der Stirn

Sprechen nur die Augen, ohne Ton

Lief ich zur Tür, folgte er mir so gern

Seine kleinen Beinchen hüpften schon


Vor Freude konnte er jauchzen, springen

Endlich bewegen, frei wie ein Vogel im Wind

Was er wollte, konnte ihm wohl gelingen

Mein Ziel für das Liebste, mein Kind


Hörte ich ihre Worte:

„Was macht sie nur mit ihm.....

Aus diesem Kind wird niemals ein Man!“

Doch tat ich, das Meine, folgte meiner Stimme

Irrte mich nicht, was man heute sehen kann


Er tobte im Wald, riss „ganze Bäume“ nieder

Schrie sich die Kehle aus dem Leib....

Völlig nass geschwitzt, sprach mit sich selber

Meine Ohren klangen: „Was ist sie nur für ein Weib!“


Ich saß am Ufer des Sees, oft verzweifelt und müde

Fragte mich und doch blieb ich mir treu

Max tobte Stunden, dann fühlte er Friede

Legte sich in meinen Schoß: „Mama, ich mich so freue.....!“



Fühlte über seinen kleinen Körper, alles verschwitzt

Zog ihn aus, hatte stets Pulli und Hose dabei

Hatte sein Toben und Schreien viel genutzt

Kam er in seine Schwingungen, er war wieder frei


Schmiegte er sich an mich, trank aus meiner Brust

"Ach, ihr Tanten, er braucht den Tee doch nicht

Trinkt er  noch von mir, was ihn SEIN lässt!"

küsste seine Stirn

Sah es nicht als Last oder Pflicht


Mit meinem Mantel deckte ich ihn zu

Zog er sich zurück von dieser Welt

Frieden in ihm, in mir, in uns die Ruh´

Mutter und Sohn, ein Augenblick der zählt


Schlief er nicht ein, denn seine Augen

Sahen mich an, seine Händchen tasteten

Brauchten wir keine Worte, nur schauen

So was nenne ich: Mit allen Sinnen Vertrauen


Was so wichtig ist im Leben,

Sei kein Wille von Menschen

Die nach Erziehung streben

Die sich brave Söhne wünschen


Max wird nie brav sein, höflich nicken

Zu allem ein Ja und ein Amen, das liegt ihm nicht

Will er nicht allem Glauben schenken

Will er für sich erkennen, was gut ist und schlecht


Die Großmutter, verstand die Liebe nicht

Konnte sie niemals selber leben

Sie klagte an, fühlte sich in der Pflicht

Zu dienen. Angst in ihr, nur Sorgen



Liebes Mütterchen, am Ende deiner Tage

Saß ich an deinem Sterbebett

Stelltest du mir die letztendliche Frage

Was ist das Leben, hat es einen Wert?


Da schenkte ich dir zum tausenden Male

Meine Liebe für alles was lebt, mein Herz

Wusste ich doch:

Weiche Mutter

Unter harter Schale


Es wurde Frühling, es war Mitte März


Und Max mit seinen vierzehn Jahren

Hatte seine Omi sehr lieb

War oft mit dem Rad zu ihr gefahren

Auch gern über Nacht bei ihr blieb


Nun, wenn er heute an sie denkt

Fährt er zum See, der still da liegt und ruht

Fühlt er die Liebe, ein großes Geschenk

trägt im Herzen auch Großmutter

Und alles ist gut!

Corazon
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 Betreff des Beitrags: Re: Hier kann jeder seine Gedichte hinein stellen
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:33 
Das Traumboot

Traumboot fährt mit dem Wind
In dieser Welt auf der wir sind

Wenn wir gelegentlich träumen
und jeder wird in seiner Welt sein

Das der nur das Leben besteht
Der zum Träumen darin lebt

Und die Erfahrung zeigt uns
Dass ein lebender Mensch träumt

Was ist, bis zu seinem Erwachen
Er träumt gleich wie ein König

Ein Mensch betrügt sich selbst
Und erntet mit großem Beifall

Ein König ist ein König
Und doch ist er ein Traum

Unglück bricht über uns
Und der König befiehlt

Über unsere Köpfe ein König
Über Befehle verfügend

Im Unmöglichen regierend
Krone und Beifall geliehen

Und der Wind bläst die Asche
Des Todes hinüber ins Unglück

Der Traum ist das Glück
Unglück bringt der Traum

Über alles regiert der König
Denn es gibt ihn, den Traum

Wir sind in den Träumen
Der Tod versucht uns

Der Tod sieht gleich aus
Für den Armen, für den Reichen

Wer also Reichtum hat
Der in den Träumen lacht

Wer Armut erleidet, träumt
Vom Reichtum und lacht

Über uns weht der Wind
Und bringt den Segen mit

Alle Menschen halten aus
Ob reich oder arm, die Qual

Die Welt in dieser Vollendung
Ist eine Welt und ein Traum

Doch jeder lebt seinen Traum
In seiner Welt, die ihm gefällt

Im Traumboot fährt es sich leicht
Über die Meere der Vergangenheit

Ist es Wahrheit oder Lüge
Tal oder Berge, gut oder böse

Illusionen sind das Größte
Für die Menschen im Schatten

Das ganze Leben ist ein Traum
Und es ist ein Traum der vielen Träume

Corazon
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